Wohngeld möglich oder nicht

  • Hallo. Bei uns ist es sehr kompliziert und ich blicke einfach nicht mehr durch. Mein Partner ist behindert und erwerbsunfähig. Er bekommt zur Zeit Grundsicherung und Kindergeld, ich habe Einkommen, bekomme Kindergeld für unseren Sohn und zusätzlich etwa 130 Euro Hartz 4. Nun habe ich eine Gehaltserhöhung bekommen (50 Euro Netto) und bekomme ab Juni noch mal ca 20 Euro Netto mehr. Zudem hat das Jobcenter schon gesagt, dass unsere Wohnung nun zu teuer ist und die nur bis Ende Juni die Mehrkosten übernehmen würden, was auch ca 60 Euro sind, also würden wir ab Juni gar kein Hartz 4 Anspruch mehr haben oder nur unter 10 Euro. Nun spiele ich schon lange mit dem Gedanken zum Wohngeld zu wechseln. Allerdings gibt es da zwei Haken. Laut Wohngeldrechner würde mir mit meinem aktuellen Einkommen kein Wohngeld zustehen, obwohl ich nicht mal 1000 Euro Netto verdiene. Kann das denn sein? Wohngeldberechtigt wären ich und mein Sohn, mein Partner fällt raus, da er Grundsicherung bekommt. Kommt noch Kinderzuschlag in Frage, beim Kinderzuschlagsrechner steht, wir hätten Anspruch auf den kompletten Kinderzuschlag und dann würden uns noch 175 Euro fehlen, was mit Wohngeld ausgleichbar wäre. Aber wie kann das dann sein, dass der Wohngeldrechner sagt, wir hätten keinen Anspruch? Wird beim Wohngeld nur die Kaltmiete berücksichtigt oder auch die Nebenkosten? Die sind nämlich bei uns sehr hoch. Der zweite Haken wäre, das Wohngeld würde bei uns als mein Einkommen mit angerechnet werden und mein Partner würde dadurch weniger Grundsicherung bekommen. Ist er dann wieder Wohngeldbrechtigt, wenn er aus der Grundsicherung raus fällt? Denn das Wohngeld rechnet ja erstmal nur 2/3 der Miete für mich und meinen Sohn, und mein Partner hat sein "Wohngeld" in seiner Grundsicherung mit drin. Wenn er aber aus der Grundsicherung raus fällt, müsste er doch dann auch Wohngeldberechtigt sein, wie soll er sonst seinen Mietanteil bezahlen? Ich hoffe, jemand kann mir helfen.

  • Hallo,


    Wie hoch ist dein Brutto- und dein Nettoeinkommen (derzeit und ab Juni)?

    Wie alt ist euer Sohn?

    Wie hoch sind eure Kaltmiete, Heiz- und Nebenkosten (bitte getrennt)?

    Welche Mietstufe hat euer Wohnort?


    VG

  • Mein Bruttoeinkommen ist 1156 € und Netto sind das ca 940 € zur Zeit, ab Juni dann Brutto so 50 Euro mehr, also Netto dann sicher nur 10 Euro mehr, mit Nachtzuschlägen vielleicht auch 30 Euro mehr.

    Mein Sohn ist 5

    Kaltmiete ist 330, NK Kalt 145 und NK warm 65.

    Mietstufe 2 Die Miete würde aber beim Wohngeld nur 2/3 sein, da mein Partner wie gesagt Grundsicherung bekommt, wo sein Teil der Miete schon dabei ist

  • Hallo,


    ist dein Partner über seine Eltern familienversichert?


    Wenn ja, könnte mit den genannten Zahlen Anspruch auf Wohngeld + Kinderzuschlag bestehen.

    In der Summe ist es aber evtl. weniger als ALG II + Grundsicherung.


    Wenn nein, besteht kein Anspruch da euer Einkommen zu gering ist.

    Wohngeld könnt ihr nur gemeinsam Wohngeld beantragen (Haushaltsmitglieder, § 5 WoGG).

    Eine Aufteilung in, du und euer Sohn Wohngeld + Kinderzuschlag, dein Partner Grundsicherung, ist nicht möglich.

    Die Grundsicherung deines Partners würde wegfallen, er müsste die Beiträge zur KV/PV selbst tragen, wodurch ihr wieder bedürftig im Sinne von SGB II/SGB XII werden würdet. Ergebnis: Kein Anspruch auf Wohngeld und Kinderzuschlag.


    Zitat

    also würden wir ab Juni gar kein Hartz 4 Anspruch mehr haben oder nur unter 10 Euro.


    Grob überschlagen, dürfte dein ALG II Anspruch auch ab Juni höher als 10 € sein.


    VG

  • also die von der Wohngeldstelle meinte, ich und mein Sohn könnten Wohngeld beantragen, mein Partner nicht wegen der Grundsicherung. Hartz 4 wäre kaum höher als 10 Euro. Ich kriege aktuell 130 Euro, aber nur bis Juni, weil die Miete 60 Euro zu hoch ist. Also auch ohne der Gehaltserhöhung hätte ich dann nur Anspruch auf 70 Euro. Durch die Gehaltserhöhung kriege ich ab zur Zeit 50 Euro mehr, also hätte ich nur Anspruch auf 10 Euro und ab Juni kriege ich ja dann noch mehr Geld und dann hätte ich praktisch gar nichts mehr.

  • Zitat

    dann hätte ich praktisch gar nichts mehr.


    Doch du hättest dann 1.000 € netto plus 204 € Kindergeld und dein Partner weiterhin Grundsicherung.


    Zitat

    dann nur Anspruch auf 70 Euro. Durch die Gehaltserhöhung kriege ich ab zur Zeit 50 Euro mehr, also hätte ich nur Anspruch auf 10 Euro


    70 € minus 50 € sind 20 €

    Zudem schreibst du oben "ab Juni dann Brutto so 50 Euro mehr".


    Ich kann nur das berücksichtigten, was du hier geschrieben hast. Wenn diese Angaben falsch waren, ist es natürlich auch meine Antwort.


    Zitat

    also die von der Wohngeldstelle meinte, ich und mein Sohn könnten Wohngeld beantragen, mein Partner nicht wegen der Grundsicherung.


    Dann stell den Antrag.

    Du kannst ja gern nochmal schreiben, wie es ausgegangen ist.