Wohngeld berechtigt? - Mindesteinkommen/Höchsteinkommen

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  • Hallo, guten Abend,


    bin ich wohngeldberechtigt? bei folgenden Daten:


    getrennt lebend mit Kind (19J.)


    Einkommen: 175,00 € Minijob

    500,00 € Unterhalt/Nutzungsausgleich

    1060,00 € brutto Ausbildung Sohn


    Miete: 474,00 inclusive kalte Nebenkosten

    Heizung/Gas ca. 120,00

  • Hallo,


    es könnte ein geringer Wohngeldanspruch bestehen.


    "Nutzungsausgleich" lässt darauf schließen, dass Vermögen (Immobilie?) vorhanden ist.

    Sofern das verwertbare Vermögen beider Haushaltsmitglieder über 90.000 € liegt, besteht kein Anspruch auf Wohngeld.


    Zitat

    Einkommen: 175,00 € Minijob

    500,00 € Unterhalt/Nutzungsausgleich

    1060,00 € brutto Ausbildung Sohn

    204,00 € Kindergeld


    VG

  • Ah ja stimmt - das Kindergeld fehlte.


    Es ist eine gemeinsame Immobile vorhanden, Grundbucheintrag je zur Hälfte;

    dieses Haus ist bewohnt vom Nochehemann mit Lebensgefährtin.


    Wann gilt Vermögen grundsätzlich als verwertbar, insbesondere in diesem Fall das Haus? Müsste es denn verkauft werden?

    Sozusagen wird es ja schon irgendwie "verwertet", da es Einkommen (Unterhalt) bringt.


    LG Silja

  • Zitat

    Sozusagen wird es ja schon irgendwie "verwertet", da es Einkommen (Unterhalt) bringt.


    Unterhalt und Nutzungsentschädigung ist nicht dasselbe.

    Solange du Miteigentümerin des Hauses bist, hast du Anspruch auf Nutzungsentschädigung.

    Der Anspruch auf Trennungsunterhalt (bzw. nachehelicher Unterhalt) wird irgendwann enden.

    Ihr müsst Unterhalt und Miete für das Haus klar trennen, insbesondere (aber nicht nur) für die Steuererklärung ist das relevant.

    Du hast steuerpflichtige Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Unterhalt ist hingegen nicht steuerpflichtig.

    Dein Mann kann die Unterhaltszahlungen an dich steuerlich geltend machen, die Miete allerdings nicht.

    Wie wollt ihr beide Steuererklärungen abgeben, wenn ihr das vermischt?


    Zitat

    Wann gilt Vermögen grundsätzlich als verwertbar, insbesondere in diesem Fall das Haus?


    Vermögen ist verwertbar, wenn es für den Lebensunterhalt verwendet bzw. sein Geldwert für den Lebensunterhalt, insbesondere durch Verkauf, durch Verbrauch, Übertragung, Beleihung, Vermietung oder Verpachtung nutzbar gemacht werden kann (Rz 21.37 Abs. 3 WoGVwV).


    Ob die für deinen Hausanteil gezahlte Nutzungsentschädigung angemessen ist, kann in einem Forum nicht beurteilt werden.


    Zitat

    Müsste es denn verkauft werden?


    Zum Verkauf des Hausanteils kann dich niemand zwingen.

    Hast du erhebliches Vermögen (60.000 € plus 30.000 € für jedes weitere Haushaltsmitglied) besteht einfach kein Anspruch auf Sozialleistungen.

    Aber auch ohne (erhebliches) Vermögen, nur mit dem genannten Einkommen, ist euer Wohngeldanspruch gering.


    VG