Wohngeld bei 3er Wohngemeinschaft beantragen

  • Hallo,


    habe Fragen zum Wohngeld bei einem speziellen Fall und suche jemand, der dazu eine Einschätzung geben kann:


    3 Personen wohnen in einem gemeinsamen Haushalt und alle stehen seit über einem Jahr im Mietvertrag. Zwei sind ein Ehepaar (A und B) und der Mitmieter (C) ist nicht verwandt.

    Kaltmiete beträgt für alle 330 Euro plus 100 Euro Nebenkosten (Heizung und Wasser) sind 430 Warmmiete.


    Zwei Personen sind sozialversicherungspflichtig beim gleichen Seminarhaus beschäftigt, durchschnittlich verdient Person (B) 500 Euro netto und Person (c) 400 Euro netto. Desweiteren fällt Einkommen aus freiberuflicher Honorartätigkeit (Seminare, kein Gewerbe) an, Person A, B und C generieren dabei je 300 Euro monatlich.


    Alle drei sind augenscheinlich Wohngeldberechtigt, unabhängig ob getrennt oder gemeinsam betrachtet.


    Sind beim Wohngeldamt jedoch zwei Anträgen oder nur ein Antrag zu stellen?


    Wie wird das Mindesteinkommen berechnet, zusammengefasst zu dritt oder der Mitmieter getrennt vom Ehepaar?


    Kann jemand dahingehend die Angaben ungefähr durchrechnen?


    Danke

  • Hallo,


    wie hoch sind eure Bruttoeinkommen?

    Zahlt jeder 430 € Miete oder ist das die Gesamtmiete?


    Zitat

    100 Euro Nebenkosten (Heizung und Wasser)


    Wer trägt die sonstigen Nebenkosten wie Grundsteuer, Abwasser, Abfallentsorgung, Straßenreinigung etc.?

    Wie hoch sind die Heizkosten?


    VG

  • Hallo,


    Danke für die zügige Antwort, bei den zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen gehen die üblichen Angaben weg. Für die Berechnung kann 600 Euro brutto (Person B) und 500 Euro brutto (Person C) herangenommen werden.


    Wir wohnen in einem alten Haus, die Warmmiete von 430 Euro ist die Gesamtmiete für alle drei Personen. Darin enthalten sind 70 Euro für Heizung und 30 Euro kalte Betriebskosten (Abwasser, Grundsteuer,...).


    Die Frage, um überhaupt berechnen zu können, ist: Wird die WG als Einstehgemeinschaft angesehen, auch wenn keine familiäre Bindung vorhanden ist? Desweiteren, ob zwei Anträge abzugeben sind und das Mindesteinkommen getrennt betrachtet wird?


    Danke

  • Hallo,


    A + B sowie C könnten jeweils einen geringen Wohngeldanspruch haben.

    Es müssten zwei Anträge gestellt werden.


    Zitat

    Wird die WG als Einstehgemeinschaft angesehen


    Eine Einstehgemeinschaft seit ihr, wenn "ein wechselseitiger Wille besteht, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen". Auf den Verwandschaftsgrad kommt es dabei nicht an. In der Regel wird es nur bei Partnern vermutet (§ 5 WoGG i.V.m. § 7 Abs. 3a SGB II), im Einzelfall kann dies aber auch bei anderen Personen zutreffen.

    Seit ihr nur eine WG und wirtschaftet getrennt, wird eher keine Einstehgemeinschaft unterstellt.


    VG


    PS: Gemeinsam bestünde kein Anspruch auf Wohngeld, da dann euer Einkommen zu hoch wäre.

  • Hallo,


    Danke für die Antwort...


    Wird bei so einer Einstehgemeinschaft auch das Mindesteinkommen gemeinsam berechnet?


    Desweiteren gibt es bei der Berechnung des Hochsteinkommen den Pauschalabzug vom Bruttoeinkommen. Bei beiden Bruttoeinkommen einer normalen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind es meines Wissens 20 % Pauschalabzug.


    Wie werden diese Vorgaben berechnet, da in der Mietstuftabelle die jeweiligen Personen mit ihren Einkünften zusammengefasst werden?


    Es sind 900 Euro netto vorhanden und 600 netto bzw. 500 Euro brutto aus dem Angestelltenverhaeltnis. Werden nun 20 % von den Brutto Löhnen seperate abgezogen und zusammenaddiert mit den freiberuflichen Netto Löhnen zu einer Summe?


    In dem Fall schaue ich bei der Mietstuftabelle für 3 Personen bei der Hochsteinkommensgrenze auf den Wert ohne Abzug.


    Ist diese Berechnung richtig ?


    Danke für die Beantwortung der 2 Fragen, hilft uns damit weiter...


    Alles Liebe

  • Hallo,


    ich würde vorschlage, ihr beantragt Wohngeld und wartet auf den Bewilligungsbescheid.

    Solltet ihr, wider Erwarten, eine Ablehnung erhalten, kannst du dich gern nochmal hier melden.


    Es wäre hier nicht damit getan, noch zwei Fragen zu beantworten. Da in deinem Beitrag vieles durcheinander geht, müsste ich ausholen und deutlich mehr erläutern. Leider fehlt mir dafür die Zeit.


    Die eigentliche Frage, ob Anspruch auf Wohngeld besteht, ist beantwortet. Für die Feinheiten der Wohngeldberechnung wird der/die Sachbearbeiter/in der Gemeinde bezahlt ;)


    Liebe Grüße

  • Hallo,


    Danke für deine Antwort, doch die zwei Fragen sollte ich schon vor einem Antrag abklären. Eigentlich waren es doch zwei leichte und berechtigte Fragen, aber vielleicht können mir andere User hier weiterhelfen?


    Zum einen, ob bei einer Einstehgemeinschaft nicht nur die Hoechsteinkommensgrenze, sondern auch das Mindesteinkommen als gemeinsam berechnet wird (da reicht ein Ja oder Nein)


    Zum anderen wie die Mietstuftabellen für das Hoechsteinkommen bei 3 Personen zu verwenden ist, wenn das Gesamteinkommen nur z. T. 20 % Pauschalabzug berechtigt ist (kann man das nicht in ein oder zwei Sätzen beantworten? )


    Will dir echt nicht auf den Keks gehen, doch ich will vor Antragstellung die ungefähre Klarheit, wie da berechnet wird. Alles andere wäre dumm, da es ja um eine Panung mit Blick auf das Jetzt Und die Zukunft dreht...


    Danke

  • Frage 1: Ja.


    Frage 2: Bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. Die 0-30% werden nur bei dem Einkommen der jeweiligen Person abgezogen und nicht von dem Gesamteinkommen aller Personen.


    Gruß

    Simone