Wohngeld WG nach 12 Monaten Partnerin schwierig

  • Guten Tag,


    ich bin jetzt 12 Monate mit einer Internetbekannten in einer schwierigen ON - OFF - Beziehung.

    Sie bekommt ALG 1 (zur Zeit Krankengeld )

    Dazu Wohngeld und eine Aufstockung vom Jobcenter als Darlehn.


    Jetzt will die Wohngeldstelle mein Einkommen wissen.

    Sie ist aber in Therapie und recht schwierig.


    In meinem Haus habe ich ihr ein WG - Zimmer vermietet.

    Da ich mir unschlüssig bin, frage ich hier vorab nach Möglichkeiten die 12 Monate Frist zu verlängern.


    Kann mir da Jemand helfen?

  • Zitat

    frage ich hier vorab nach Möglichkeiten die 12 Monate Frist zu verlängern.


    Hallo,


    ihr müsst nachweisen, dass keine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft besteht.


  • Ja danke, dass ist mir bekannt.


    Diese ganzen Infos und Gesetze die man duzende male lesen kann, und jedesmal eine andere Sicht hat.


    Ihr Exmann kann sich durch nicht zahlen und Prozesse (die Dank langer Frist bei Gericht) aus der Affäire ziehen, und ich zahle für meine Exfrau noch, und soll jetzt

    für eine Frau aufkommen, die ich ehrlich gesagt nicht richtig kenne.


    Ich wollte mir eigendlich einen Anwalt sparen.

    Es geht mir da auch nicht um die 150 € Wohngeld.

    a. ums Prinzip und

    b. KEINE Verantwortung zu übernehmen.


    Wie kann man das denn beweisen? Eidesstattliche Erklärung? Oder das genauso schreiben wie ich das sehe/denke?


    Es gibt auch Therapeuten Berichte/Gutachen das Sie nicht Beziehungsfähig ist.

    Nur zur Info. Sie sieht das auch so und kann mich voll verstehen.

  • Zitat

    soll jetzt für eine Frau aufkommen, die ich ehrlich gesagt nicht richtig kenne.


    Immerhin kennst du sie gut genug, um sie bei dir wohnen zu lassen. Was hindert dich daran, das Mietverhältnis fristgerecht zu kündigen.


    Zitat

    Wie kann man das denn beweisen?


    Da hier niemand eure Wohnverhältnisse kennt oder wie eurer Zusammenleben aussieht, kann dir das auch niemand beantworten.


    Zitat

    Es geht mir da auch nicht um die 150 € Wohngeld.


    Die ja nicht du bekommst, sondern deine WG-Partnerin.

    Du hast einen Mietvertrag mit ihr, aufgrund dessen sie dir Miete zahlen muss.

    Wovon sie dies tut, muss dich als Vermieter nicht interessieren.


    Zitat

    Ich wollte mir eigendlich einen Anwalt sparen.


    Ich wüsste auch nicht, wozu DU einen brauchen würdest. Teile deiner Mitbewohnerin mit, dass du ihr keine Unterlagen aushändigst, der Rest ist ihr Problem.

  • Edit.

    Noch die Frage.

    Der Bescheid war bis 12.2019 bewilligt.

    Vorige Woche kam dann ein neuer Antrag (Vermögenserklärung)

    Nachdem dieser ausgefüllt beim Amt einging, kam ein Einschreiben das zum 1. die Leistungen eingestellt werden.

    Das müsste neu geprüft werden in dick schwarz unterstrichen.


    Im normalen Text Einkommennachweise über eine evtl. weitere Person nachzureichen.


    Meine Mitbewöhnerin hatte auf weitere Leistungen vom Jobcenter (Darlehn) verzichtet, weil sie zeitnah auf die Zahlungen ihres Exmannes per Gericht hoffte.


    Ich habe zwar eine Idee, aber leider nicht konkret.


    Vllt. kann mir Jemand da auf die Sprünge helfen.

    Danke

  • Keiner eine idee?

    Mfg


    Du weißt, dass wir hier in unserer Freizeit antworten? Wir sitzen nicht den ganzen Tag vor dem Computer. Drängler machen sich hier nicht beliebt.


    Zitat

    Sie bekommt ALG 1 (zur Zeit Krankengeld )

    Dazu Wohngeld und eine Aufstockung vom Jobcenter als Darlehn.


    Deine Mitbewohnerin erhielt ALG II als Darlehen. Normalerweise ist ALG II kein Darlehen. Nur weil ALG II als Darlehen gezahlt wurde, hatte sie Anspruch auf Wohngeld. Bei normalem ALG II wäre sie vom Wohngeld ausgeschlossen gewesen.

    Ich kann deinem Beitrag nicht entnehmen, warum ihr ALG II nur als Darlehen gezahlt wird. Da du nach Wohngeld fragst, ist es hier auch unrelevant.


    Evtl. liegt der Schlüssel für die weitere Prüfung der Wohngeldstelle hier:


    Zitat
    Meine Mitbewöhnerin hatte auf weitere Leistungen vom Jobcenter (Darlehn) verzichtet,


    Um Anspruch auf Wohngeld zu haben, benötigt sie eine Mindesteinkommen oder Vermögen, woraus sie ihren Lebensunterhalt bestreiten kann. Mit dem Verzicht auf das ALG II-Darlehen könnte auch die Anspruchsgrundlage für Wohngeld entfallen sein.


    Wenn ihr ALG I (oder Krankengeld) und Wohngeld bisher zusätzlich mit ALG II ausgestockt wurde, deutet dies stark darauf hin, dass sie die Mindesteinkommensgrenze seit dem Verzicht nicht mehr erreicht. Aufgrund der geringen Vermögensgrenzen im SGB II kann man auch unterstellen, dass sie keine/kaum Ersparnisse hat.

    Da fragt sich die Wohngeld natürlich zu Recht, von wem sie derzeit finanziell unterstützt wird und fordert weitere Unterlagen an:


    Zitat

    Einkommennachweise über eine evtl. weitere Person nachzureichen


    Solltest du sie derzeit finanziell unterstützen, habt ihr den Beweis geliefert, dass eine Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft besteht.

    Damit wäre dann jede weitere Diskussion müßig.

  • Ich wollte jetzt nicht drängeln.


    Alg 2 als Darlehn weil sie ein halbes unbezahltes aber doch nicht so hoch belastetes Wohneigentum hat. ( Vermögen)


    Den Gedanken mit zuwenig Einkommen zu haben hatte ich auch.

    Wie hoch bezw. wie niedrig ist denn diese Einkommensgrenze? Edit. (gockel sagt so um die 560 € bei 280 € Miete)

    (aber dann hätte die Wohngeldstelle das direkt schreiben können)


    Sie hat aus Vernunftgründen auf weiteres ALG 2 verzichtet, weil ihr Exmann zeitnah ihr den Unterhalt nachzahlen muss.

    Evtl. ein wenig zu früh?


    Diese ganze Misere wäre ja nicht, wenn der das was er müsste im TrennungsJahr zahlte, und auch jetzt beim Zugewinn in die Pötte käm.

    Ihre Anwältin meinte damals das beim Jobcenter zu beantragen.

    Mit dem Gedanken der Jobcenter würde nachhelfen beim Exmann. Ähnl. wie das Jugendamt beim Kindesunterhalt.


    Der Jobcenter kam dann mit dem Vorschlag des Wohngeldes.


    Eigendlich alles nicht wirklich gewollt.


    Nochmal Edit. Sie erbt nächsen Monat 54000 €.

  • Zitat

    ein halbes unbezahltes aber doch nicht so hoch belastetes Wohneigentum hat. ( Vermögen)


    Da hätte ich sofort einige Fragen, aber egal ... da:


    Sie erbt nächsen Monat 54000 €.


    Sie hat vermutlich schon geerbt, es wurde nur noch nicht an sie überwiesen:

    Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über (§ 1922 Abs. 1 BGB).


    Ein Wohngeldanspruch besteht nicht, ... soweit die Inanspruchnahme missbräuchlich wäre, insbesondere wegen erheblichen Vermögens (§ 21 Nr. 3 WoGG).

    Erhebliches Vermögen ist in der Regel vorhanden, wenn die Summe des verwertbaren Vermögens 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied übersteigt.


    Mit 54.000 € plus Wohneigentum dürfte sie keinen Anspruch auf Wohngeld oder andere Sozialleistungen mehr haben.
    Daher gehe ich auch auf die anderen Fragen nicht mehr ein.

  • Das sehe ich anders. Die 60000 € sind auf z.B. ein Erbe anzuwenden.


    Das Haus ist vom Jobcenter geschätzt worden. Abzüglich Hypothek bleiben 6000 € hälftig übrig.


    Diese 3000 € genügten dem Jobcenter um ihr ein Darlehn über diese Summe zu geben.

    Und damit dann wiederum Wohngeld zu beantragen dürfen und auch bekommen.

    Von den 54000 € (gehen noch ein paar Gebühren und Grabgestaltung ab).

    Und sie zahlt dem Jobcenter das Darlehn zurück.

    Dann ist sie noch im Freibetrag.


    Dazu kommt noch dass ihr Exmann das Haus vermutlich Teilungsversteigern lassen will.

    Dann wird die Summe auch nicht heraus kommen.


    Aber das ist eine andere Geschichte.

  • Zitat

    Die 60000 € sind auf z.B. ein Erbe anzuwenden.


    :?: Keine Ahnung was du damit meinst.


    Zitat

    Dazu kommt noch dass ihr Exmann das Haus vermutlich Teilungsversteigern lassen will.


    Teilungsversteigerung ist oft die teuerste aller Lösungen.

    Diese Baustelle beleuchte ich aber nicht, da sie mit dem Ursprungsproblem, Wohngeld, erstmal wenig zu tun hat.


    Zitat

    Das sehe ich anders.


    In jedem deiner Beiträge kommen neue Fakten, so kann man dir nicht vernünftig antworten.

    Evtl. sortiert deine Mitbewohnerin erstmal gedanklich alles und stellt ihre Fragen selbst.

    Auch gegenüber der Wohngeldstelle könnte evtl. etwas mehr Ordnung im Sachverhalt hilfreicht sein.


    Es ist aber schon erstaunlich wieviel du über deine Mitbewohnerin weißt, die du "ehrlich gesagt nicht richtig kennst".

    Keine Verantwortung übernehmen wollen, sieht irgendwie auch anders aus, als das was du hier in den letzten Tagen gezeigt hast.


    Zitat

    soll jetzt für eine Frau aufkommen


    Deine Mitbewohnerin bezieht ALG I (oder Krankengeld), hat 54.000 € geerbt und ist Miteigentümerin an einem Haus. Trennungsunterhalt von ihrem (Noch- oder Ex-)Mann steht irgendwie auch noch im Raum.

    Ich sehe nicht, wo du da noch für sie aufkommen sollst. Sie hat wirklich selbst genug Geld.


    Ich habe jedenfalls keine Lust mehr im Heuhaufen zu stochern. Insgesamt gesehen, denke ich, ob die Wohngeldstelle euch evtl. als Verantwortungs- und Einstehgemeinschaft sieht oder nicht, ist ihr (euer) kleinstes Problem.

  • Die ältere Dame die ich neulich im Jobcenter traf, wusste auch sehr viel über die Flüchtlingsfrau die sie betreute, und ihr für teuer Geld eine ehemalige Garage vermietete.........

    Vllt. muss sie auch jetzt für die Hilfsbedürftige aufkommen.


    Meine Mieterin will sich von dem Erbe (Teil) Möbel kaufen und eine Wohnung einrichten.

    Ist doch alles bestens.


    Dann hat sie eine eigene Bleibe, genug rücklagen unter den 60000 € und bekommt Wohngeld zum Krankengeld.


    Ihr Bruder verwaltet den Sterbefall und war erst der Meinung es bleibt nichts übrig. Jetzt doch. Ist doch kein Problem.



    Ja richtig, Teilversteigerung bedeutet das Haus geht unter den Hammer und es bleiben Schulden übrig.