Bei z.B. Oma wohnen - Bafög?

  • Hallo,


    ich wohne momentan alleine und beziehe auch den Bafög-Wohnzuschuss. Nun habe ich vor zu meiner Oma zu ziehen. Vier Fragen dazu:


    1. Kann ich mich mit einem von meiner Oma erstellten Untermietvertrag in der neuen Stadt melden? Kann meine Oma die sog. Vermieterbescheinigung für mein Ummelden ausstellen?


    2. Was benötigt das Bafög-amt als Nachweis über die neue Unterkunft? Verlangt es überhaupt was? Meldebescheinigung oder reicht ein Untermietvertrag aus? Will mich eigentlich für den kurzen verbleibenden Zeitraum nicht in der neuen Stadt melden.


    2. Bekomme ich weiterhin den Bafög Wohnzuschuss? Ist dieser immer der selbe Betrag - unabhängig von der Höhe der gezahlten Miete?


    4. Ist es dem Bafög-Amt egal, ob der Nachname meiner Oma der selbe wie meiner ist, solange ich nicht bei meinen Eltern wohne bzw. das Haus im Besitz meiner Eltern ist? Oder kann der Wohnzuschuss abgelehnt werden wenn man bei Verwandten - wie z.B. Omas wohnt?


    Danke

  • Zitat

    ich wohne momentan alleine - nun habe ich vor zu meiner Oma zu ziehen.

    Will mich eigentlich für den kurzen verbleibenden Zeitraum nicht in der neuen Stadt melden.


    Wer eine Wohnung bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde anzumelden (§ 17 Abs. 1 Bundesmeldegesetz). Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 17 Abs. 1 ... sich nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig anmeldet (§ 54 Abs. 2 Nr. 1 BMG).

    Warum möchtest du dich nicht ummelden? In deiner alten Wohnung kannst du nicht gemeldet bleiben.



    Auch wenn du zu deiner Oma ziehst, hast du Anspruch auf die höhere Wohnpauschale. Dem BAföG-Amt ist es egal, ob ihr denselben Nachnamen habt. Ihr bräuchtet nichtmal einen Untermietvertrag abschließen.

    Beziehst deine Oma Sozialleistungen (z.B. Wohngeld oder Grundsicherung im Alter)?

  • Hallo Theo, danke für die schnelle Antwort.

    Beziehst deine Oma Sozialleistungen (z.B. Wohngeld oder Grundsicherung im Alter)?

    Nicht das ich wüsste...Inwiefern würde das eine Rolle spielen?


    Wie kann ich mich denn im Ort meiner Oma melden? ist dafür nicht eine Vermieterbescheinigung notwenig? kann ich diese einfach gemeinsam mit meiner Oma ausfüllen?

    Ich würde auch die Bafög-Wohngeld-Pauschale erhalten, wenn ich mit meinem Partner zusammenziehe nehme ich an?


    Was will das Bafög-Amt denn als Nachweis sehen? Untermietvertrag? Meldebescheinigung?


    VG Nina

  • Zitat

    Wie kann ich mich denn im Ort meiner Oma melden?

    Hallo,


    beim Einwohnermeldeamt bzw. Bürgerbüro.


    Zitat

    ist dafür nicht eine Vermieterbescheinigung notwenig?


    Eine Wohnungsgeberbescheinigung. Das Formular findest du bei vielen Städten online.


    Zitat

    Was will das Bafög-Amt denn als Nachweis sehen?


    Laut den Erläuterung zum Antrag auf BAföG (Formblatt 1) ist ein Mietvertrag oder ein anderer Beleg (z. B. eine Meldebescheinigung) in Kopie vorzulegen.


    VG

  • Zitat

    Wenn du weniger, als ein halbes Jahr bei deiner Oma lebst, musst du dich nicht ummelden.


    Grundsätzlich richtig. Dann müsste sie aber klären, wo sie sich stattdessen für die sechs Monate anmeldet.

    Sie lebt bisher allein und ich gehe davon aus, dass sie diese Wohnung aufgeben wird. Dort muss sie sich also abmelden.

    Der Status "ohne festen Wohnsitz" halte ich nicht für empfehlenswert. Dann lieber eine Stunde Zeit nehmen und anmelden.


    Das Thema "nicht anmelden wollen" taucht immer häufiger in Fragen auf und ich verstehe nicht, wo eigentlich das Problem ist.

  • Ich hätte gedacht, daß sie ohnehin auch noch zusätzlich bei den eigenen Eltern zu Hause / gemeldet ist, und die Allein-Unterkunft, oder auch die Zwischen-Unterkunft bei Oma nur zu Ausbildungszwecken benötigt wird. Aber stimmt, das hat die Beitragschreiberin so gar nicht geschrieben.


    Ummelden - naja. es ist "Aufwand": Man muss irgendwo hin evtl Warten, und da ist bei vielen die Überzeugung verankert, daß es nicht nur Zeit, sondern auch Geld kosten würde. Sei es, daß man glaubt, die Ummeldung als solche würde Geld kosten, oder natürlich hat fast jeder schon mal was von "Zweitwohnugnssteuer" gehört, und nicht wenige verbinden das mit der Vermutung, daß jeder, der sich irgendwo mit zweitem Wohnsitz meldet, dann ganz viele Steuern bezahlen muss - was zwar so nicht stimmt, aber der Glaube allein versetzt bekanntlich oft die Berge.