Chance auf Wohngeld? Zweitstudium / Kein Baföganspruch, weil Eltern zu viel verdienen

  • Liebes Forum,


    ich bin 25 Jahre alt, komme aus Bremen und habe einen Bachelorabschluss in Soziologie. Mit meinem Bachelorabschluss konnte ich mich für ein Bachelor-Zweistudium (Grundschullehramt) bewerben und studiere derzeit im zweiten Semester Inklusive Pädagogik, Deutsch und Kunst.


    Neben dem Studium arbeite ich bei einem sozialen Träger und verdiene dort 444 € Brutto. Zudem habe ich einen Zweitjob als Honorarkraft und verdiene dort c.a. 150 € monatlich (geführt unter Übungsleiterpauschale). Fixe monatliche Kosten sind derzeit: 95 € Kranken- und Pflegeversicherung und ein paar nicht relevante Euro für Haftpflicht, Auslandskrankenversicherung u.a.


    Ich wohne noch im Elternhaus, habe jedoch vor endlich mit meiner Freundin in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.

    Dies habe ich bisher gemieden, da ich keinen Anspruch auf Bafög habe, da meine Eltern zusammen zu viel verdienen und ein Haus besitzen.

    Einen Antrag habe ich allerdings bisher nie abgegeben, weil mir gesagt wurde, dass meine Eltern eindeutig zu viel verdienen.


    Nun wäre meine Frage: Wenn ich nun ausziehe in eine eigene Wohnung. Hätte ich dann möglicherweise Anspruch auf Wohngeld, weil mir Bafög dem Grunde nach (also weil es sich um ein Zweitstudium handelt) nicht zusteht? :?:


    Ich wäre Euch so dankbar, wenn ihr Euch meinen Fall widmen könntet.<3


    Ich wünsche Euch ein ganz schönes Wochenende


    Mit lieben Grüßen aus Bremen :)


    Julius




  • Nochmal etwas konkreter:


    Ich habe bisher (mit hoher Wahrscheinlichkeit) keinen Anspruch auf Bafög gehabt, weil meine Eltern zu viel verdienen.


    Nun habe ich allerdings ein Zweitstudium (Zweiten, neuen Bachelor, kein Master!) angefangen und habe demnach ja (auch) "dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG".


    Wie verhält sich das nun zueinander?

  • Hallo,


    Studenten sind wohngeldberechtigt, wenn sie dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG haben. Also ja, du kannst generell Wohngeld beantragen.


    Wenn du mit deiner Freundin zusammenziehst, ist sie ebenfalls Haushaltsmitglied, da ihr keine Zweck-WG seid. Ihr müsst also zusammen den Antrag stellen und es werden eure beiden Einkommen angerechnet.


    Gruß

    Simone

  • Hey Simone und liebes Forum,


    dankeschön für Deine schnelle Antwort!


    Benötige ich denn für den Wohngeldantrag eine Bafög Ablehnung? Ich habe nie einen Antrag gestellt. Ich gehe davon aus, dass ich keinen negativen Bafög Bescheid benötige, da ich ja "dem Grunde nach" keinen Anspruch auf BAföG habe, ist dies richtig?

  • Hallo liebe Leute,


    vielen lieben Dank für Eure Antworten!


    Stimmt es, dass beim Mindesteinkommen, das ich haben muss, um Wohngeld zu bekommen, das potentielle Wohngeld miteinbezogen wird?


    Was fehlt mir denn an Einkommen, wenn ich

    444 € Brutto (Geringfügige Beschäftigung)

    + 200 € (Übungsleiterpauschale / Honorarkraft) -> Zählt das auch als Einkommen?

    = 644 € Brutto / 625 € Netto


    und ein 300 - 350 € Zimmer in einer WG beziehen will?


    Einen schönen freien Tag morgen!


    Julius

  • Da du mit deiner Freundin zusammenziehen willst, beträgt euer gemeinsames Mindesteinkommen:


    2 x 382 € + 95 € deine KV (plus ggf. KV der Freundin) + 600-700 € Miete


    Sind eurer Angaben insgesamt plausibel können die 2 x 382 € um 20 Prozent reduziert werden. Darauf habt ihr aber keinen Rechtsanspruch.