Steht mir elternunabhängiges Bafög bei der Ausgangslage zu?

  • hallo,


    bevor ich mit meinem eigentlichen problem anfangen kann, will ich erstmal hier wissen, ob bei mir elternunabhängiges bafog besteht oder nicht?

    ich bin 29, wohne nicht zuhause, letztes jahr im oktober angefangen zu studieren, meine erste ausbildung nach 2 jahren (jaa war dumm, nun weiß ichs auch) abgebrochen, die zweite ausbildung abgeschlossen, die hochschulreife über den 2. bildungsweg und in der zeit auch 2 jahre gejobbt.


    erfülle ich die voraussetzungen? oder ist mit dieser abgeschlossenen ausbildung + 3 jahre berufserfahrung die erfahrung mit der ausbildung gemeint? ich habe nämlich nach meiner abgeschlossenen ausbildung gemerkt, in welche richtung ich mal gehen will und musste vor dem studium erst abi machen. ich weiß auch nicht, ob es relevant ist zu erwähnen, dass ich vom medizinischen bereich in den technik bereich gewechselt bin, quasi eine neue fachrichtung :/


    klar war ich bei der studienberatung in der uni. dort wurde mir gesagt, mir würde es zu stehen aber glauben tu ich es ja eben nicht, weil wieso liegt dann mein antrag immer noch beim amt und ich habe seit 7 monaten keine einnahmen...


    eigentlich hängt die antwort hier mehr oder weniger davon ab, ob ich noch einen weiteren thread eröffnen muss.


    danke im voraus

  • hi hoppel,

    außerhalb der ausbildung war ich geringfügig beschäftigt. nicht immer habe ich 450,- überschritten :/


    muss ich noch etwas ausholen, damit man vielleicht besser versteht?


    bis zu meinem 17. lebensjahr lief bei mir alles geordnet, dann kam ein familiärer schicksalsschlag und ich bin vom gymi geflogen.

    wegen nicht volljährig sein etc, mein dad im ausland, meine mam schwer krank, bin ich zu meiner tante.

    ehhh, da ich von thüringen nach rheinlandpfalz umgezogen bin und dort wieder vom gymi flog, hatte ich nicht mal einen realabschluss.

    so automatisch wie im westen war das nicht, wir hatten zwar diese leistungsfeststellung in der 10. klasse machen müssen, jedoch war das kein qualifizierter abschluss, sondern nur eine art "anerkannter", der sinnloserweise auch nicht in ganz deutschland "zählt", sondern nur thüringen (auslöser war der amoklauf in erfurt, dass man gymnasiasten, die das abi nich schaffen, diesen nutzlosen abschluss noch gönnt, um innerhalb thüringens was damit zu machen).


    ich fing die erste ausbildung an, habe nach 2 jahren abgebrochen und 1 jahr auf aushilfe dort gearbeitet.

    planlos wie ich war (ich glaube, ich durfte auch gar nicht mehr an eine öffentliche schule), musste ich diesen realscbhluss irgendwie machen und hab über den 2. bildungsweg ihn nachgeholt.

    das ging 2 jahre und in diesen 2 jahren habe ich unter der woche und am wochenende zwei minijobs auf 450,- gemacht.

    dann kam meine zweite ausbildung und auch da habe ich am wochenende einen minijob noch gehabt.


    ich bin sehr überfragt, heißt es nämlich nicht irgendwo, dass wenn man einen abschluss über den 2.bildungsweg machte, sowas auch als eine voraussetzung zählt?

    mein abi habe ich letztes jahr an einer privatschule gemacht und das amt hat mich auch nicht nach lohnabrechnungen gefragt, nachdem ich meine vita denen sagte


    mfg

  • Da du anscheinend bisher, abgesehen von geringfügigen Beschäftigungen, nicht erwerbstätig warst, erfüllst du die Voraussetzungen des § 11 Abs. 3 BAföG nicht.


    Sollte im BAföG-Bescheid Einkommen deiner Eltern angerechnet werden und diese keinen Unterhalt zahlen, kannst du Vorausleistung nach § 36 BAföG beantragen. Dann prüft das BAföG-Amt, ob deine Eltern noch unterhaltspflichtig sind. Ausführliche Informationen zur Vorausleistung findest du im Link.