Wohngeldberechtigung wenn zwei Geschwister zusammenleben (1 Student und 1 Angestellter)

  • Hallo zusammen,

    ich bin das erste Mal hier und habe mal eine Frage zum Wohngeld.

    Meine beiden erwachsenen Kinder sind im vergangenen Monat nach München gezogen. Sie teilen sich eine Wohnung, da es schwer ist eine Wohnung zu bekommen und vor allen Dingen bezahlen zu können.

    Mein Sohn verdient 1650 € brutto und meine Tochter studiert demnächst in München. Sie hat nur Ihr Kindergeld und Halbwaisenrente (194 € und 137,78 €).

    Die Wohnung kostet kalt 1.300 € (Warmmiete 1590 € ohne Strom und Internet).

    Offizielle Mieter der Wohnung sind mein Sohn und ich (da ich ja noch meiner Tochter gegenüber zum Unterhalt verpflichtet bin.

    Meinem Sohn bleiben von seinem Verdienst 1240 € und zahlt 750 € anteilige Miete an mich. Er möchte gerne Wohngeld beantragen, da 490 € für den restlichen Lebensunterhalt nicht ausreichend sind. Wie muß er seinen Antrag stellen, damit er Wohngeldberechtigt ist. Geht man dabei von 750 € Miete aus (die er an mich zahlt) oder von 1300 € Kaltmiete? Vielen Dank für Eure Hilfe!

  • Hallo Hoppel,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Das Nettoeinkommen meines Sohnes ist 1240 €.

    Mein Sohn muß 750 € an Miete für seinen Wohnungsanteil an mich zahlen. Dann hat er gerade noch 490 € für seinen Lebensunterhalt, S-Bahn, Handy, Internet, Kleidung, etc.

    Ich übernehme derzeit den fehlenden Betrag der Miete (840 €) und die Stromkosten (60 €) für die Wohnung. Vom Kindergeld und der Halbwaisenrente meiner Tochter (insgesamt 331,78 €) bestreitet sie ihren Lebensunterhalt.

    Um Bafög haben wir uns noch nicht richtig gekümmert (das macht meine Tochter nächste Woche).

    Hier geht es ja auch in erster Linie um meinen Sohn. Ihm habe ich ja seine Ausbildung bereits finanziert und bin dort nicht mehr in der Verpflichtung.

    Herzlichen Dank für Deine Hilfe!

    Liebe Grüße

  • Hallo,


    Dein Sohn hat allein keinen Anspruch auf Wohngeld, sondern nur zusammen mit seiner Schwester. Da aber hier das Einkommen schon ohne evtl. BaföG bei 1650 € + 194 € Unterhalt für die Tochter + 900 € Unterhalt für Wohnung und Strom bei 2744 € liegt, ist das Einkommen viel zu hoch für Wohngeld.


    Gruß!

  • Hallo Hoppel,

    vielen Dank.

    Mein Problem ist aber, dass ich keine 900 € mtl. für meine Tochter auf Dauer zahlen kann. Ich glaube auch nicht, dass ich dazu verpflichtet bin; oder? Bei den 1650 € handelt es sich ja um das Brutto-Einkommen meines Sohnes; tatsächlich hat er ja nur 1240 € und die Miete beträgt ja schon 1590 € (zzgl. Strom und Internet). Ich habe mal gehört, das die Stadt oder der Landkreis München wohl nur innerhalb der höchsten Stufe (und das trifft ja zu) von nur 600 € an Miete ausgeht (egal was man bezahlen muss :(). Das ist doch völlig ungerecht! Für 600 € bekommt man noch nicht einmal ein WG-Zimmer!

  • Hallo,

    Ich glaube auch nicht, dass ich dazu verpflichtet bin; oder?

    Das kann ich kaum beurteilen, da Du bisher keinerlei Angaben zum bisherigen Werdegang Deiner Tochter gemacht hast.

    Bei den 1650 € handelt es sich ja um das Brutto-Einkommen meines Sohnes; tatsächlich hat er ja nur 1240 €

    Bei dem Wohngeld ist nur das Brutto-Einkommen entscheidend.

    Ich habe mal gehört, das die Stadt oder der Landkreis München wohl nur innerhalb der höchsten Stufe (und das trifft ja zu) von nur 600 € an Miete ausgeht

    In der Mietstufe VI wird bei 2 Personen eine maximal zuschußfähige Miete von 633 € bei dem Wohngeld berücksichtigt. Das bedeutet aber nicht, daß man trotz höherer Miete keinen Wohngeldanspruch hat - es werden halt nur die 633 € berücksichtigt.


    Wie auch immer: in der derzeitigen Konstellation liegt kein Wohngeldanspruch vor - dazu ist das Einkommen einfach zu hoch.


    Gruß!

  • Die Wohnung kostet kalt 1.300 € (Warmmiete 1590 € ohne Strom und Internet).

    Offizielle Mieter der Wohnung sind mein Sohn und ich (da ich ja noch meiner Tochter gegenüber zum Unterhalt verpflichtet bin.

    Mein Problem ist aber, dass ich keine 900 € mtl. für meine Tochter auf Dauer zahlen kann.

    Ich glaube auch nicht, dass ich dazu verpflichtet bin; oder?


    Laut Düsseldorfer Tabelle läge der Unterhaltsbedarf deiner Tochter bei 735 €, inkl. Kindergeld, HWR und BAföG sowie ggf. weiterem Einkommen der Tochter. Hierin sind bis 300 € für die Warmmiete enthalten (vgl. Erläuterungen zur Düsseldorfer Tabelle).

    Da du aber eine Wohnung gemietet hast, wo dein Mietanteil (für die Tochter) 840 € beträgt, wirst du auch entsprechend Miete (= Unterhalt) zahlen müssen.

    Wenn du das nicht kannst und dein Sohn die Miete auch nicht allein tragen kann, solltet ihr dringend eine günstigere Wohnung für beide Kinder suchen. Warum habt ihr das nicht vor Unterschrift des Mietvertrags berücksichtigt?


    Deine Tochter kann mit Beginn des Studiums BAföG beantragen. Über einen BAföG-Rechner könnt ihr vorab ausrechnen, wie viel sie voraussichtlich erhalten wird. Eine Miete von 840 € wird aber auch beim BAföG nicht berücksichtigt.