Ausbildung zum Wirtschaftet/ Winzermeister

  • Hallo zusammen, ich habe mich hier angemeldet um in Erfahrung zu bringen ob es möglich ist die Ausbildung zum Wirtschafter/ Winzermeister zu machen.

    Folgende Ausgangslage:

    Meine Frau hat über eine Nebenerwerbs- Schulung ihre Winzer Ausbildung gemacht.

    Jetzt möchte sie den Wirtschafter/ Winzermeister machen.

    Dies wird über die Lehr und Versuchsanstalt in Weinsberg/ BaWü angeboten.


    Die Anmeldung war soweit Erfolgreich, so dass sie von November '19 bis März '20 und das folgende Winterhalbjahr zur Schule könnte.


    Unser Problem:

    Wie können die Sozialversicherungen finanziert werden?

    Meine Frau hat den Antrag für Meisterbafög bekommen und läuft gerade überall hin.

    Bei der Krankenkasse dann die Ernüchterung.

    Die Kassenbeiträge sind wohl in voller Höhe selbst zu tragen, über 300€.

    Sie ist zu alt (40) für ein Schülertarif,

    Familienversicherung ist nicht möglich da ich Privat versichert bin.


    Welche Möglichkeiten gibt es, damit sich ihr Traum nicht in Luft auflöst?

    Kennt einer/ eine das Problem?


    Mfg Kay

  • Die Kassenbeiträge sind wohl in voller Höhe selbst zu tragen, über 300€.


    Ist sie auch privat versichert oder warum ist ihr Beitrag so hoch?


    Zum Aufstiegs-BAföG kann ein Kranken- und Pflegeversicherungzuschlag in Höhe von 86 € gezahlt werden (§ 10 Abs. 2 AFBG i.V.m. § 13a BAföG).

    Den Rest müsst ihr leider selbst finanzieren.

  • Nein, sie ist in der GKV.

    Vor Aufnahme ihrer Beschäftigung war sie über mich privat Versichert.

    Diesen Zuschlag ist bekannt.

    Von der Krankenkasse würde mitgeteilt das der Rest selbst zu zahlen ist, was dann die +300€ ausmacht.

  • Der Mindestbeitrag (Monatseinkommen unter 1.038,33 €) für freiwillig Versicherte in der GKV liegt bei ca. 190 € (KV+PV).

    Wenn deiner Frau - während der Ausbildung - einen Beitrag von +300 € zahlen muss, dürfte sie entsprechendes Einkommen haben.

    Fraglich, ob dann überhaupt Anspruch auf Aufstiegs-BAföG besteht.

  • Laut Krankenkasse wurde der Betrag damit begründet, das ich Privat versichert bin.

    Im jetzigen Betrieb ist für 3 Tage angestellt und liegt brutto etwas drüber.

    Mal schauen ob die KK mit sich reden lässt.

    Von eine Hotline (war es für Krankenkassen oder BAföG? weiß ich nicht) würde der Vorschlag gebracht, der Chef soll sie auf 451€ anstellen, somit wäre sie über die geringfügige Beschäftigung und es müssen Beiträge für KK aus dem Gehalt abgeführt werden.

  • Laut Krankenkasse wurde der Betrag damit begründet, das ich Privat versichert bin.


    Stimmt, hatte ich nicht dran gedacht.

    In dem Fall wird euer Einkommen addiert und durch 2 geteilt, um ihr beitragspflichtiges Einkommen zu ermitteln. Für evtl. vorhandene Kinder gibt es Freibträge.

    Aber wenn ich anhand des genannten KV-Beitrags euer gemeinsames Einkommen zurückrechne, verstehe ich immer weniger, warum die Ausbildung deiner Frau am KV-Beitrag scheitern könnte. Es müsste doch genug Einkommen vorhanden sein.


    Auf den BAföG-Unterhaltsbedarf wird das Einkommen des Ehepartners angerechnet.

    Habt ihr ausgerechnet, wieviel Aufstiegs-BAföG deine Frau erhalten würde? Ich denke, den Höchstsatz wird sie nicht erhalten und wenn ihr schon durch den KV-Beitrag in Probleme kommt ...


    Vielleicht wäre hier eine umfassendere Beratung nötig, auch im Hinblick auf eure steuerlichen Möglichkeiten.

  • Wie gesagt, das mit den 300€ wurde von der KK so mitgeteilt.

    Bei mir wird wohl das Brutto zu Grunde gelegt.

    Da ich aber wie gesagt privat bin kommt vom netto noch die PKV ab und die Pflege.

    So das mein ausgezahltes netto nicht mein Verfügbares netto ist.

    Nächste Woche haben wir einen Termin bei der "Ausbildungsförderung", mal schauen was die uns mitteilen und wie hoch die Förderung ist.