Vermögen auf Konto der Eltern

  • Hallo zusammen,


    ich bin beim Verlängern meines Wohngeldantrags auf folgendes Problem gestoßen:

    Ich hab (schon seit meinem letzten Antrag) kein Einkommen, auch kein Kindergeld mehr und lebe somit von meinem Ersparten. Das ist nun soweit aufgebraucht, dass es nicht mehr glaubhaft ist, dass ich davon meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Jedoch habe ich noch ein Sparkonto was auf den Namen meiner Eltern läuft. Dort wurden in den letzten Jahren (also auch bevor ich Wohngeld bezogen habe) mein Kindergeld angespart, was ich nicht zum Leben brauchte. Somit habe ich definitiv genug Vermögen, um die nächsten 6 Monate (der Bewilligungszeitraum des Antrags) zu bestreiten.

    Jedoch hat mir meine Bearbeiterin heute mitgeteilt: Wenn das Konto auf den Namen der Eltern läuft ist es ihr Geld und wenn sie mir das überweisen ist es Unterhalt und damit anzurechnendes Einkommen, was wiederum meinen Wohngeldanspruch schmälert.

    Was kann ich jetzt also tun, um zu beweisen, dass das Geld wirklich mir gehört und ich es nicht als Einkommen anrechnen muss?


    Beste Grüße

  • Hallo,

    Jedoch hat mir meine Bearbeiterin heute mitgeteilt:

    die Mitteilung ist richtig und Du kannst da nichts machen.

    Dort wurden in den letzten Jahren (also auch bevor ich Wohngeld bezogen habe) mein Kindergeld angespart

    Nein, es wurde nicht "Dein" Kindergeld anspart. Das Kindergeld ist eine Leistung für Deine Eltern und nicht für Dich. Normalerweise hätten Deine Eltern Unterhalt in mindestens der Höhe des Kindergeldes zahlen müssen, wenn Du nicht mehr bei diesen wohnst. Anscheinend wurde dies nicht gemacht, womit eigentlich auch kein Anspruch der Eltern auf das KG mehr bestanden hätte.


    Wie auch immer: es ist so oder so eben Unterhalt und nicht Vermögen.


    Gruß!

  • Danke für die Antwort.

    Ja, dass das Kindergeld Unterhalt ist (bzw. war, bis Juli 2018 die Kindergeldberechtigung endete) sehe ich ein, aber es wurde ja in beiderseitigem Einverständnis eben nicht direkt an mich gezahlt, sondern auf ein gesondertes Konto. Das läuft zwar auf den Namen meiner Eltern, aber steht mir aber ohne Einschränkung zur Verfügung, sofern ich meinen Eltern Bescheid gebe. Kann ich das nicht in irgendeiner Form der Wohngeldstelle glaubhaft machen, z.B. durch eine schriftliche Versicherung von mir und meinen Eltern? Es kann ja auch durch Kontoauszüge nachgewiesen werden, dass monatlich Geld auf dieses Konto eingezahlt wurde.

    Witzigerweise wurde ja, als ich gleichzeitig Kindergeld (bzw. Unterhalt) und Wohngeld bezogen hatte, eben jener Unterhalt sogar ohne Nachweis in voller Höhe als Einkommen angerechnet, damit würde es mir dann ja 2x als Einkommen angerechnet.


    Grüße

  • Hallo,

    Witzigerweise wurde ja, als ich gleichzeitig Kindergeld (bzw. Unterhalt) und Wohngeld bezogen hatte, eben jener Unterhalt sogar ohne Nachweis in voller Höhe als Einkommen angerechnet, damit würde es mir dann ja 2x als Einkommen angerechnet.

    nö, nicht "witzigerweise". Es wurde in Kenntnis der Verpflichtung Deiner Eltern ein fiktiver Unterhalt angerechnet. Du hast dagegen nicht protestiert - was auch wenig gebracht hätte.

    Kann ich das nicht in irgendeiner Form der Wohngeldstelle glaubhaft machen

    Nein. Du hättest Dir ja damals das Kindergeld auszahlen lassen können und dadurch mehr Geld zur Verfügung gehabt. Dies hast Du nicht getan, kannst jetzt aber auch nicht den eigentlich fälligen Unterhalt als Vermögen deklarieren.


    Gruß!

  • Hm, das ist ärgerlich. Hätte ich das geahnt, hätte ich mir ja die letzten Jahre das Geld einfach von meinen Eltern auszahlen lassen können, es hätte ja nicht mal was an der bisherigen Wohngeldhöhe geändert.


    Andere Frage: Wenn die Wohngeldstelle jetzt davon ausgeht, eben jenes Geld gehört nicht mir, sondern meinen Eltern, kann ich mir das Geld dann einfach als Darlehen von meinen Eltern auszahlen lassen. Natürlich mit schriftlichem Vertrag, sowie Rückzahlung in bspw. einem Jahr, wenn ich dann voraussichtlich arbeite. Ist es glaubhaft genug, dass ich das Geld wirklich zurückzahle (es gehört mir ja offenbar nicht und Unterhaltspflicht besteht auch keine mehr)?

  • Hallo,

    kann ich mir das Geld dann einfach als Darlehen von meinen Eltern auszahlen lassen.

    nein. Mal abgesehen davon, daß es sich um einen Betrugsversuch handeln würde, hast Du den entscheidenden Punkt selbst geschrieben:

    Rückzahlung in bspw. einem Jahr, wenn ich dann voraussichtlich arbeite

    Damit wäre die Rückzahlung von einem unbestimmten Ereignis abhängig und würde also kein sog. "echtes" Darlehen darstellen.


    Mal abgesehen davon - meinst Du nicht, daß sich der Sachbearbeiter mächtig verschaukelt fühlt, wenn Du mit einem angeblichen Darlehen ankommst, nachdem Du ihm vorher etwas von Vermögen und Konto Deiner Eltern erzählt hast? Wie dumm schätzt Du denn einen Sachbearbeiter in einem Wohngeldamt ein?


    Gruß!

  • Das "voraussichtlich" bezog sich sich nicht darauf, dass es auch im Vertrag vermerkt werden würde, da würde natürlich ein fester Rückzahlungstermin ohne Bedingung drin stehen.


    Wer redet denn von einem "angeblichen" Darlehen? Ich würde das natürlich wie vereinbart ganz ordnungsgemäß zurückzahlen. Schließlich wurde ja anerkannt, dass es nicht mein Geld ist. Wo ist denn da ein Betrug?

  • Hallo,

    da würde natürlich ein fester Rückzahlungstermin ohne Bedingung drin stehen.

    blöd nur, wenn das Amt feststellt, daß

    ein fester Rückzahlungstermin ohne Bedingung

    gar nicht möglich ist. Allein schon deswegen, weil Du nicht weißt (und nachweisen kannst), ob und wann Du irgendwann eine Arbeit findest.

    Wo ist denn da ein Betrug?

    Ehrlich gesagt geht mir das Thema hier ziemlich auf den Keks.


    1. Deine Eltern haben Kindergeld für Dich bekommen, dies aber nicht weiter geleitet. Damit war schon der Anspruch auf das Kindergeld nicht vorhanden.


    2. Nach Deinen eigenen Angaben wurde das Kindergeld für Dich unter einem anderen Namen angelegt und Du konntest jederzeit darüber verfügen. Somit hattest Du Vermögen, welches Du offensichtlich bei dem Bezug von Sozialleistungen nie angegeben hast. Dementsprechend wurden auch Erlöse aus dem Vermögen nicht angegeben.


    3. Du versuchst nun, diese bisher als "Vermögen" bezeichnete Geldsumme als "Darlehen" auszugeben, obwohl auch dies nicht den Tatsachen entspricht.


    Und fragst jetzt ganz ernsthaft

    Wo ist denn da ein Betrug

    Wenn Du nicht selbst erkennen kannst, wie diese Frage zu beantworten ist, hast allein Du ein Problem.


    Wie auch immer: auf solche sinnlosen "Diskussionen" habe ich keinen Bock. Und ich werde Dir garantiert nicht dabei helfen, Sozialleistungen zu erschleichen.


    Gruß!