Unterhaltspflicht für volljähriges Kind

  • Hallo an alle,
    zunächst mal möchte ich den Machern dieser Seite für die Möglichkeit danken, sich hier zu informieren und offene Fragen beantworten lassen zu können. Danke für Mühe.


    Natürlich habe ich auch ein paar offene Fragen :)


    Also, das sind die Fakten:
    Ich lebe mit einem Mann zusammen, der ein Haus hat, für das noch Abträge an die Bank zu zahlen sind.
    Der Mann lebt in Trennung von seiner Frau und zahlt für die noch minderjährige Tochter, die bei der Mutter lebt, 300 € Unterhalt im Monat, plus diverse Rechnungen die seine Ex immer wieder rüberreicht.


    Mit im Haus lebt seine fast 21 jährige Tochter. Hier fängt das Problem an: Sie hat die Schule nicht beendet. Zwei vom Arbeitsamt vermittelte Maßnahmen sind von ihr abgebrochen worden. ( bei der letzten gab es Kündigung wegen dauerhaften Fehlens )


    Das haben wir nur durch Zufall herausbekommen. Uns hat sie erzählt sie wäre krank oder hätte Urlaub. Monatelang hat sie gelogen.


    Einen Job sucht sie sich nicht ( noch nicht mal einen Aushilfsjob ) - trotz mehrfacher Aufforderung durch ihren Vater. Beim Arbeitsamt wurde sie bis heute ( seit der letzten Kündigung ist ein Jahr vergangen ) ebenfalls nicht vorstellig.


    Wenn sie im Haus mithelfen soll, um so wenigstens ihren Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten, kommt sie nur unter Zwang und ist nach kurzer Zeit schon wieder mit einer Ausrede verschwunden.
    Aber alle "Annehmlichkeiten" des Hauses nutzt sie gerne ( Waschmaschine, Trockner, Heizung, Dusche, Küche..... )


    So weit die Fakten, nun zu meinen Fragen:


    In wie weit ist der Vater bei der fast 21 jährigen Tochter unterhaltspflichtig ?
    Welche Möglichkeiten hätte der Vater sonst noch, damit die Tochter ihn nicht mehr in diesem Maße ausnutzen kann ?


    ---Einfach auf die Straße setzen ist hier auch keine Lösung.

  • So einen ähnlichen Fall haben wir auch.
    Der Sohn meines Mannes, lebte 7 Jahre bei uns ohne das seine Mutter jeh einen Finger für ihn krumm gemacht hätte.
    Ich habe mich neben meinen beiden Töchtern ( eine Behindert) um alles gekümmert. Mein Mann ist Selbstständig und es blieb Jahrelang alles an mir alleine hängen. Meine Ehe hat gelitten.
    Als mein Mann dann Geld für Kleidung ( Parktika in einer Bank ) von ihr wollte, hat sie den Jungen eingeredet das sein Vater ihm vieeeel zahlen müsste und das er nun zu ihr ziehen solle. Es ginge ihm da besser als bei uns und so könne
    sie mehr aus Dad herausholen.
    Mein Mann hat dem Jungen bis er 18 war, freiwillg 100€ bezahlt. Danach 50€ und nun nur noch einmalig 150€ zu einer
    Brille dazugetan.. Nun bekommt er nichts mehr, weil er eben wie das Töchterchen zuhause hockt und nichts tut. Er weigert sich zur Jobörse hier in der Stadt zu gehen uns ist sich für jeden Nebenjob zu Schade. Er wird nun 20 und mein Mann wird nichts mehr zahlen. Sollte er jemals eine Ausbildung beginnen, wird mein Männe alles berechenen lassen. Das Einkommen der Mutter, des Sohnes und dann mal sehen ob genug bleibt um noch was für ihn abzudrücken.
    Ich bin sauer, denn ich hatte Jahrelang die Arbeit mir ihm und nun weder Dank noch sonst was. Nichtmal ein Frohes Weihnachten oder ähnliches kommt rüber, er will nur sein Nichtstun sponsern lassen. Also Freiwillig geht bei uns nichts mehr auf sein Konto.
    Ich habe weiter unten die Geschichte schonmal erklärt.
    Mittlerweile waren wir beim Anwalt und die meinte, mein Mann solle ja nichts mehr zahlen Der Junge hat mit 18 für sich selber zu sorgen bis er eine anständige Ausbildung beginnt und dann sähe man erstmal weiter ob er überhaupt Unterhaltsfähig dem Jungen gegenüber ist.
    Die Mutter hat sich da selber ein Ei gelegt, sie wollte meinem Mann eins Auswischen und hat nun das Problem das wir eventuell nun hätten.

  • Wer setzt sein Kind schon gerne auf die Strasse ?
    Ich würde das auch bei meinem Stiefsohn ( egal wie er ist) nie tun, aber das ist es eben. Sie wissen genau das sie immer aufgefangen werden. Manchmal kann das Kontraproduktiv sein.
    Zappeln lassen kann nicht schaden. Zumindest die Annehmlichkeiten beschränken könnte eventuell schon wachrütteln.