Hilfe beim Wohngeld-Antrag

  • Hallo zusammen,

    ich fülle gerade den Antrag aus und habe dazu ein paar Fragen.


    Kurze Info:
    Ich bin Student und nebenberuflich selbstständig. Meine Freundin befindet sich im Moment in Elternzeit und geht ab April 2019 wieder normal arbeiten. Wir haben 2 gemeinsame Kinder.


    1.) Es steht hier und da, wieviel man verdient, wieviel man an Nebenkosten zahlt usw. aber nirgendwo steht, ob damit zB die letzten 12 Monate gemeint werden, die nächsten 12 Monate oder das letzte Jahr, nächstes Jahr usw.


    2.) Strom und Heitzung / Nebenkosten . Was zählt, was zählt nicht?
    In der Verordnung steht:

    Zitat

    Betriebskosten im SInne von §1 sind die Kosten des Betriebs der zentralen heitzungsanlage..., hierzu gehören die Kosten der verbrauchten Brenstoffe und ihrer Lieferung,...

    .

    .

    ...hierzu gehören die Kosten der Wasserversorgung...und die Kosten der Wassererwärmung.

    Bei uns kommt Gas als Brennstoff zum Einsatz. Jeder Mieter hat seine eigene Gasanlage und einen eigenen Gaslieferanten. Damit wird geheizt und das Wasser erwärmt. Die Kosten sind also nicht in der Betriebskostenabrechnung aufgelistet. Recherchiere ich im Internet, so finde ich Berichte, wo Heitzkosten garnicht als Ausgaben gezählt werden dürfen bei Wiohngeld.


    Ich bin verwirrt. !? und Strom?


    3.)

    Ich bin Student und bezieh kein Bafög mehr. Ich habe also ein Einkommen von 0€. In den Semsterferien gehe ich (vorrausgesetzt eine Firma nimmt mich, dass weiß man ja nie) arbeiten. Ein typischer Studentenjob, kurzfristige Beschäftigung ohne Sozialabgaben. In disem Jahr waren es genau 3 Monate. Nächstes Jahr wird die kurzfristige Beschäftigung von 3 Monate auf 2 Monate reduziert und daher werde ich, wenn ich in den Semesterferien 2019 ein Job finden sollte, nur für 2 Monate arbeiten.


    Muss ich dieses Einkommen angeben? Im Internet habe ich geleen, dass kurzfristige Beschäftigungen nicht angegeben werden müssen. Außerdehm ist das kein festes Einkommen, sondern nur eine "Planung" und daher könnte man nicht von diesem Geld ausgehen.


    In der Verordnung steht aber:

    Zitat

    Auch einmaliges Einkommen, das Sie innerhalb von drei Jahren vor der Antragstellung erhalten haben, (z.B. Abfindungen, Unterhalts-, Renten- oder Gehaltsnachzahlungen, Versicherungsleistungen zur Altersvorsorge o.ä) ist wohngeldrechtlich zu berücksichtigen und daher anzugeben.

    Zählt hier mein Ferienjob als einmaliges Einkommen dazu? und was ist mit Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld etc. von meiner Freundin? müssen diese von den letzten 3 Jahre angegeben werden?


    4.) Einkommen aus der Selbständigkeit

    Als Kleinunternehmer mache ich regelmäßig meine EÜR (Einkommen-Überschuss-Rechnung).

    Was gebe ich unter "Höhe der mtl. Einkünfte" an? Nehme ich den Gewinn des letzten Jahres (2017), teile ihn durch 12 und trage das ein? Oder soll ich schätzen was noch jetzt in Nov u. Dez 2018 kommt und dann den Durchschnitt von 2018 ermitteln? oder den Durchschnitt was ich im nächsten Jahr vorraussichtlich verdienen werde????


    Vielen Dank euch allen!


    Gruß

    mgex

  • Hi,
    Elterngeld: knapp 1000€
    Bafög: Regelstudienzeit überschritten
    Kinder: knapp 3 und knapp 1

    Warmmiete: 550€

    Weiteres Einkommen: Letztes Jahr über den Ferienjob in 3 Monate ca. 9000€ Brutto verdient.

    Durchschnitsgewinn (Selbstständigkeit) 2017: ca. 70€/mtl
    Ab April 2019 verdient die Freundin ca. 2000 Brutto / mtl in Teilzeit


    Danke

  • Hallo,

    Ich bin verwirrt. !? und Strom?

    wenn die Heizkosten nicht in der Miete enthalten sind, sind diese nicht anzugeben.


    Zählt hier mein Ferienjob als einmaliges Einkommen dazu?

    Nein, es ist kein einmaliges Einkommen. Das Einkommen ist anzugeben, wenn sich dadurch das Jahreseinkommen um 15% erhöht.

    und was ist mit Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld etc. von meiner Freundin?

    Nicht für die letzten 3 Jahre, aber das aktuelle.

    Nehme ich den Gewinn des letzten Jahres (2017), teile ihn durch 12 und trage das ein?

    Entscheidend sind nicht Deine Berechnungen, sondern der letzte Steuerbescheid.


    Ansonsten hangelt Ihr hart an der Grenze zum Mindesteinkommen entlang, was zu Problemen führen könnte.


    Gruß!