Wohngeld, wenn Lebensunterhaltkosten nicht gedeckt werden können

  • Hallo zusammen,


    dies ist mein erster Forumeintrag und ich hoffe, dass ihr mir bei meinem Anliegen helfen könnt.


    Wir (meine Frau und ich) erhalten seit Längerem Wohngeld i.H.v. 240€ vom Amt aufgrund meines Sohnes, der als Studierender noch bei uns lebt. Wir selbst beziehen ALGII.


    Folgendes Problem liegt vor:

    Mein Sohn erhält seit September 2018 keine BAföG-Zahlungen mehr, da die Förderungshöchstdauer ausgelaufen ist. Er kann seinen Lebensunterhalt mithin nicht eigenständig decken.

    Nun hat das Amt für Wohnungswesen sinngemäß Folgendes Urteil abgegeben: Sofern mein Sohn seinen Lebensunterhalt nicht decken kann, wird das Wohngeld (240€) nicht mehr ausgezahlt. Er braucht also sozusagen Geld, mit dem er seinen Lebensunterhalt sichert, damit das Amt uns weiterhin Wohngeld auszahlt - ziemlich kurios. Er müsse seinen Regelbedarf decken (572€). Darunter fallen 240€ anteilige Mietkosten und 332€ Lebensunterhalt. Er kriegt 198€ Kindergeld und folglich fehlen noch 134€, damit er die 240€ für das Wohngeld erhält.


    Nun sind wir zum Studierendenwerk gefahren, um eine Studienabschlusshilfe (Kredit) zu beantragen. Dies klappt aus komplizierten Gründen nicht. Wir wissen nun nicht, wie man hier weiter vorgehen sollte. Arbeiten kann der Sohn nicht, da er wirklich sehr viel mit dem Studium zu tun hat. Das ganze geht nur noch bis April 2019! Dann ist er mit dem Bachelor fertig und wird den Master starten und voraussichtlich durch BAföG gefördert werden.


    Frage 1: Gibt es gar keine Chance, noch Wohngeld zu erhalten?


    Frage 2: Unser zweiter Sohn (lebt nicht mehr bei uns) könnte ihm die 134€ durch einen Dauervertrag bei der Bank bis zum April 2019 „leihen“. Würde das Amt solche Zahlungen akzeptieren, also als „Sicherung des Lebensunterhaltes“ anerkennen und folglich das Wohngeld wieder auszahlen?


    Ich bedanke mich im Voraus.


    Mit den besten Grüßen


    Sunsetray

  • Hallo,

    Gibt es gar keine Chance, noch Wohngeld zu erhalten?

    nein. Das ist auch nicht kurios: Wohngeld ist keine Hilfe zum Lebensunterhalt.

    Unser zweiter Sohn (lebt nicht mehr bei uns) könnte ihm die 134€ durch einen Dauervertrag bei der Bank bis zum April 2019 „leihen“. Würde das Amt solche Zahlungen akzeptieren, also als „Sicherung des Lebensunterhaltes“ anerkennen und folglich das Wohngeld wieder auszahlen?

    Das könnte klappen. Allerdings dürfte die Zahlung dann als Unterhalt und somit als Einkommen angerechnet werden.


    Gruß!