Anspruch auf Wohngeld?

  • Hallo liebe Leute!


    ich bin auf euer Forum gestoßen und hoffe jemand von euch kann mir eine hilfreiche Antwort geben.


    Also mein Freund studiert an der Uni (Düsseldorf) und bezieht kein Bafög, weil er einfach keinen Anspruch darauf hat, weil er kein EU-Bürger ist und einen Aufenthaltstitel unter § 16 hat. Er finanziert sich selbst, also er geht arbeiten. Mal verdient er im Monat 400 € mal 900 €. Durschnittlich verdiente er letztes Jahr 600 Euro im Monat, wenn man den Mittelwert ausrechnet.

    Die Frage ist: Darf überhaupt Wohngeld beantragen? (beantragen kann er schon, aber ob das Sinn macht ist die Frage, weil er kein EU-Bürger ist). Er möchte von diesem Teufelkreis mal endlich raus und sein Studium fortsetzen. Wenn ja, könnte mir vielleicht jemand sagen, wieviel er erhalten könnte, wenn sein Antrag auf Wohngeld angenommen wird? Er wohnt in einem Appartement in einem studentischen Wohnheim (19 qm) und zahlt 281 € warm.


    Liebe Grüße

    Jana

  • Hallo.

    beantragen kann er schon, aber ob das Sinn macht ist die Frage, weil er kein EU-Bürger ist

    Beantragen kann man alles. Die Frage ist eher, ob ein Antrag nicht den Aufenthaltsstatus gefährdet. Im Normalfall wurde bei Visabeantragung erklärt, daß man den Lebensunterhalt selbst finanzieren kann/wird und also auf Sozialleistungen verzichtetet.


    Von daher ist das ganze erst mal keine Wohngeld-, sondern eine ausländerrechtliche Frage, die hier zu klären wäre.


    Gruß!

  • Hallo Hoppel,


    ich kann aus der Praxis sagen, dass Wohngeld wohl nicht - wie z. B. "Hartz IV" - zu den Sozialleistungen gehört, die einen Aufenthaltsstatus gefährden. Ich hatte hier schon mehrere Fälle und dementsprechend Gespräche mit der Ausländerbehörde. Es wird lediglich nicht zum notwendigen Lebensunterhalt gezählt, so dass dieser ohne Wohngeld aus eigenen Kräften erbracht werden muss.


    Gruß

    Simone

  • Hallo,


    ich kann mit dieser Rechtsgrundlage allein leider nicht viel anfangen, sorry. :-/ Kannst du mir vielleicht noch die dazugehörige Regelung im Ausländerrecht nennen? In dem Bereich kenne ich mich leider gar nicht aus, aber das interessiert mich jetzt einfach. Danke!


    Ich arbeite in Bayern.


    Gruß

    Simone

  • Danke für eure Antworten & Hinweisen aber ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas verwirrt!


    Ich würde erstmal wissen, ob eine Antragstellung gemäß seinem Aufenthaltstitel (nach §16: Student) möglich ist. Denn Bafög darf er nicht beziehen. Früher hatte er ein Sperrkonto aber seit 3 hat er angefangen neben dem Studium zu arbeiten. Und seit einem Jahr verdient er nicht wirklich gut und kann sich schwer alles leisten!


    Liebe Grüße

    Jana

  • Hallo,


    Ausländer aus dem nicht EU-Raum, die ein Studentenvisa beantragen, müssen bei Antragstellung einen Finanzierungsnachweis erbringen


    Damit soll sichergestellt werden, daß der Lebensunterhalt während des Aufenthaltes sicher gestellt ist und keine öffentlichen Mittel in Anspruch genommen werden müssen. In den Lebensunterhaltskosten sind auch die Kosten für die KV zu berücksichtigen.


    Mit diesem Finanzierungsnachweis ist dann jedoch der Bezug von Sozialleistungen nicht mehr möglich, was je nach Bundesland unterschiedlich angegangen wird: in manchen Bundesländern reicht schon der Antrag an sich, damit die Ausländerbehörde aktiv wird, andere Bundesländer gehen da eher liberaler vor. Egal wie - die Beantragung von Sozialleistungen würde aber das Visum rein rechtlich ungültig machen.


    Gruß!

  • Als mein Freund sein Visum beantragt hat, hatte er ein Sparkonto geöffnet und sein ganzes Geld bzw Lebensunterhalt auf das Sparkontoüberwiesen. Vor drei Jahren war fast alles verbraucht und er hat angefangen zu arbeiten. Vor einem Jahr hat er seine Arbeit verloren. Deswegen versucht er jetzt soweit es geht sich selbst zu finanzieren und gleichzeitig zu studieren um das Studium abzuschließen.

    Hoppel ich verstehe wenn er ein Antrag auf Wohngeld stellt, wird dieser nicht angenommen und mein Freund wird noch abgeschoben?


    Liebe Grüße

    Jana

  • Hallo,

    Hoppel ich verstehe wenn er ein Antrag auf Wohngeld stellt, wird dieser nicht angenommen und mein Freund wird noch abgeschoben?

    das ist durchaus im Bereich des Möglichen, zumal man mit einem Studenten-Visa auch nur begrenzt arbeiten darf. Daher ja meine Aussage

    Von daher ist das ganze erst mal keine Wohngeld-, sondern eine ausländerrechtliche Frage, die hier zu klären wäre.

    und Du solltest Dich erstmal an eine Ausländerrecht-Beratung wie z.B. von der Caritas wenden.


    Gruß!