Auskunftsverpflichtung bei Volljährigkeit und Unterhaltsforderung

  • Hallo ihr Lieben :)


    Ich hoffe, dass mir jemand zu folgender Sache helfen kann: :confused:


    - Unterhaltsverpflichtung gegenüber einer seit Nov. 2007 18jährigen Tochter
    - Unterhalt freiwillig weitergezahlt bis einschließlich Juli 2007
    - Anschreiben an Tochter im Juni 2008 mit Erklärung, dass der Unterhaltsanspruch mit Volljährigkeit anderen Regeln unterliegt (Barunterhalt beider Elternteile), diese im Schreiben erklärt und die Tochter unter Fristsetzung von vier Wochen gebeten Auskunft darüber zu erteilen, was sie nunmehr nach Abschluss der Realschule macht und ob eigene Einkünfte z.B. Ausbildungsgehalt vorhanden sind. Weiter habe ich um rückwirkende Einkünfte für 12 Monate des zweiten Elternteils gebeten um den aktuellen Unterhaltsanspruch berechnen lassen zu können. Weiter habe ich eine vorerst letzte Unterhaltszahlung für den Juli angekündigt, sofern keine Auskünfte erteilt werden, da dann davon ausgegangen werden müsse, dass kein Anspruch geltend gemacht wird.
    - Vor Fristablauf schriftliche Information der Tochter, dass sie nicht auf Unterhalt verzichten wird und ihn mit ihrem Antwortschreiben geltend macht. Auskünfte wurden keine erteilt, da die "Sachlage" zunächst überprüft werden sollte und die Vierwochenfrist nicht ausreichend war.
    - In einem weiteren privaten Schreiben vier Wochen später wurden nach angeblicher Rücksprache mit einer Anwältin die Einkunftsbescheinigungen des Unterhaltszahlers der letzten 12 Monate von der Tochter eingefordert. Eigene Auskünfte wurden wieder in keiner Weise erteilt!


    Nun die sich mir stellenden Fragen: :confused:


    - Wer ist jetzt verpflichtet wem und in welcher Reihenfolge Auskunft zu erteilen, die ja grundsätzlich von beiden Seiten berechtigt ist.
    - Muss der zzt. nicht unterhaltszahlende Elternteil vom Unterhaltszahler selbst aufgefordert werden Auskunft zur Neuberechnung zu erteilen oder muss die Tochter diese Auskünfte einfordern?
    - Mir ist nicht bekannt, ob der bestehende Unterhaltstitel bis zur Volljährigkeit begrenzt ist... somit besteht grundsätzlich die Gefahr, dass gepfändet wird. Kann das auch ohne eine entsprechende Neuberechnung passieren?
    - Muss man für eine Abänderungsklage des Titels grundsätzlich zum Anwalt oder kann man das auch so bei Gericht einreichen?


    Ich hoffe, hier jemanden mit Erfahrung zu finden, der vielleicht ein bisschen helfen kann. Schon einmal vielen Dank :)

  • Solange Deine Tochter keine Ausbildung abgeschlossen hast bist Du zur Feststellung einer etwaigen Unterhaltsverpflichtung zur Auskunft verpflichtet. Du kannst selbst den anderen Elternteil nicht zur Auskunft auffordern.
    Am besten Du legst die geforderten Unterlagen vor und wartest mal auf die Unterhaltsberechnung. Da müssen dann nämlich Nachweise beigefügt werden, damit Du die Richtigkeit überprüfen kannst.
    Im Titel sollte stehen ob er begrenzt ist, wenn da nichts drin steht ist er nicht begrenzt und es könnte gepfändet werden. Dann allerdings sofort Pfändungsabwehrklage einreichen.


    Dies und auch eine Abänderungsklage auf jeden Fall mit Anwalt denn das Risiko das da was schief läuft ist zu groß


    Gruss Andy