Wohngeld bei Elternzeit

  • Hallo.

    Ich befinde mich bis ca September 2019 in Elternzeit, bis Mitte Februar 2019 bekomme ich noch Elterngeld (960€), mein Partner geht normal Arbeiten (Netto ca 1400€). Da wir trotz zeitigen Anmelden bei einer Kita erst einen Platz im August 2019 bekommen haben verlängert sich meine Elternzeit um ein gutes halbes Jahr, welches ich keine Einnahmen bekomme und wir nur das Gehalt meines Partner und Kindergeld bekommen. Antragsteller von Wohngeld bin ich...nun meine Fragen


    Anlage Verdienstbescheinigung...gilt diese nur für den Antragsteller oder auch für den Partner?

    Wenn nur für den Antragsteller, bescheinige ich das Gehalt des Partners nur durch die Kopien der letzten „X“ Monate Gehaltsabrechnung?

    Wenn auch für den Partner, er hat zum Juli 2018 den Betrieb gewechselt, sprich keine 12 Monate nachweisbar. Der vorherige Arbeitgeber wird den Antrag nicht bearbeiten da wir ja schon sein Junigehalt, Resturlaub und Überstunden gerichtlich Einklagen müssen. Wie handhaben wir das dann?


    Verdienstbescheinigung bei mir mit Elternzeit...vom Arbeitgeber ausfüllen lassen bis zum Zeitpunkt des Mutterschutzes?


    Hoffe Ihr könnt mir etwas Helfen

  • Hallo Steffi87,


    beim Wohngeld wird in die Zukunft gerechnet, von daher ist das Einkommen ab jetzt relevant, also ab dem Monat des Antrages. Wenn dein Partner erst seit Juni bei seinem jetzigen Arbeitgeber ist, dann reicht erstmal die Abrechnungen ein, die ihr eben habt. Und von dir den Elterngeldbescheid.


    Gruß

    Simone

  • Sofern ihr nur zu dritt seid, reicht es, wenn du im Januar 2019 (ab Februar) Wohngeld beantragst.

    Auch ohne Kenntnis der Miete, behaupte ich mal, dass zum derzeitigen Zeitpunkt kein Anspruch besteht, da euer Einkommen zu hoch ist.


    1.400 € netto + 960 € Elterngeld + 194 € Kindergeld = 2.554 €

  • Hallo Theos

    1.400 € netto + 960 € Elterngeld + 194 € Kindergeld = 2.554 €

    Naja - bei dem Elterngeld zählen die ersten 300 € nicht und das Kindergeld hat hier nichts mit Wohngeld zu tun. Somit käme es also zur Rechnung


    1.400 € netto + 660 € = 2.060 €.


    Hier also ist 1. das Bruttoeinkommen und 2. die Mietstufe entscheidend, wobei ich allerdings auch bezweifele, daß hier vor Februar kein Anspruch besteht.


    Gruß!

  • Ja das wir vor Februar was bekommen glaube ich auch nicht. Wir wohnen in Berlin, wenn ich richtig geguckt habe ist das Mietstufe 4. allerdings kann man in den Antrag ja auch angeben das es in den nächsten Monaten weniger wird (wenn das Elterngeld entfällt). Wenn die Bearbeitungszeit (ca.4-6 Monate) bei uns hier nicht so krass wäre würde ich ja noch warten.


    Miete ist ca 380 kalt + ca 95 Betriebskosten


    Hinzu kommt noch das mein Partner Unterhalt (250€) bezahlt, das hat wohl auch noch Einfluss drauf.

  • Hallo Hoppel,


    Naja - bei dem Elterngeld zählen die ersten 300 € nicht und das Kindergeld hat hier nichts mit Wohngeld zu tun.


    Das habe ich schon berücksichtigt ;)

    Ich hatte es mit folgenden fiktiven Werten überschlagen:

    2.000 € brutto (StKl. I 0,5), 660 € Elterngeld, 800 € Miete, Mietstufe 6 -> da kam 0 € bei raus


    Aber es gibt ja neue Details ...


    Gruß

  • Steffi87


    Der Bewilligungszeitraum beginnt am Ersten des Monats, in dem der Wohngeldantrag gestellt worden ist. Treten die Voraussetzungen für die Bewilligung des Wohngeldes erst in einem späteren Monat ein, beginnt der Bewilligungszeitraum am Ersten dieses Monats (§ 25 Abs. 2 WoGG).


    Hinzu kommt noch das mein Partner Unterhalt (250€) bezahlt, das hat wohl auch noch Einfluss drauf.


    Für ein weiteres Kind? Wenn ja, ist dieses Kind Haushaltsmitglied nach § 5 Abs. 4 WoGG?

  • Ok....zu mein Verständniss.

    Dauert die Bearbeitung des Antrages 2-3 Monate bekommt man Rückwirkend kein Geld :thumbdown:wie Mieß ist das denn bitte


    Nein das andere Kind wohnt nicht bei uns. Wenn ich den,für mich doch schwierigen, Text richtig verstanden habe zählt dieser Unterhalt nicht und wird nicht zu unseren Gunsten gerechnet. Falls ich da was falsch verstanden habe hier noch ein paar Eckdaten dazu, Wohnt ganzjährig bei der Mutter, außerhalb Berlins, kein Sorgerecht, einzig nur die Monatlichen Zahlungen. X/

  • Das hast du falsch verstanden. Entschuldige, wenn ich zu umständlich geschrieben habe.


    Es gibt rückwirkend ab Antrag Wohngeld. Auch Unterhaltszahlungen werden berücksichtigt.

    Ich hab auch nie etwas gegenteiliges geschrieben.


    Erfolgt die Betreuung des Kindes zu mindestens einem Drittel durch den Vater, wäre es bei euch als Haushaltsmitglied zu berücksichtigen.

    Aber wie es scheint, trifft das wohl nicht zu.

  • Das wollte ich auch nicht gesagt haben, tut mir leid wenn das so aufgefasst wurde. Stehe mit solchen Anträgen immer etwas auf Kriegsfuß und möchte nichts falsch machen was nachher Auswirkung negativer Natur haben könnte:/


    Ich lese das vielleicht morgen noch mal ganz in Ruhe mit den Unterhalt, das mit der Rückwirkenden Zahlung hab ich falsch gelesen, deswegen Hacke ich lieber noch mal nach.


    Ich danke allen Helfenden erstmal und hoffe ich bekomme das irgendwie richtig hin, gerne melde ich Volzug wenn es dann soweit ist