Wohngeld nach Bafög-Ende

  • Hallo liebes Forum,


    Kurz zu meiner Situation:

    Ich studiere in SH und mache gerade meinen Master. Mein letztes Bafög ist mir jetzt gezahlt worden; da ich aber die Regelstudienzeit um ein Semester überschreite und somit dem Grunde nach nicht mehr Bafög-berechtigt bin, möchte ich für die restliche Zeit Wohngeld beantragen.

    Ich arbeite auf 450€-Basis (allerdings reize ich den Betrag nicht aus, im Schnitt verdiene ich etwa 336€ im Monat) und würde von meinem Vater Unterhalt bekommen. Meine Miete inkl. Heiz- und Nebenkosten beträgt 280€.

    Wie genau muss ich mir jetzt mein Mindesteinkommen berechnen? Miete + Regelsatz nach SGB (416€)? Damit käme ich ich auf 696€, die ich monatliches Einkommen haben müsste – dafür müsste mein Vater mir also 360€ Unterhalt zahlen. Ist das korrekt?

    Außerdem habe ich eine Frage zum Wohngeldrechner: Gebe ich das Gehalt aus meinem Minijob unter Brutto-Einkommen ohne Abzüge ein? Ja, oder? Kann ich die Kosten meines Semestertickets als Werbungskosten eintragen? Ich verwende es, um zur Arbeit zu fahren.

    Es wäre lieb, wenn mir jemand meine Fragen beantworten könnte! Danke und lieben Gruß, SaKi

  • Wie genau muss ich mir jetzt mein Mindesteinkommen berechnen?


    Miete + Regelsatz + ggf. KV/PV-Beitrag


    Gebe ich das Gehalt aus meinem Minijob unter Brutto-Einkommen ohne Abzüge ein?


    Bist du von der Rentenversicherungspflicht befreit?

    Wie alt bist du? Bist du noch Familienversicherung oder zahlst du selbst KV/PV-Beiträge?


    Kann ich die Kosten meines Semestertickets als Werbungskosten eintragen?


    Arbeitest du auf Steuerkarte oder wird dein Gehalt pauschal versteuert?

  • Ich bin 25 und bezahle meine KV selbst (~90€ im Monat, Studententarif), ich bin von der Rentenversicherungspflicht befreit und mein Gehalt wird pauschal versteuert, soweit ich weiß (Das ist doch die Regel bei Minijobs, oder?)

    Also bin ich bei 280 Miete + 90 KV + 416 Regelsatz, die ich selbst aufbringen muss, um wohngeld zu bekommen?

  • bezahle meine KV selbst (~90€ im Monat, Studententarif), ich bin von der Rentenversicherungspflicht befreit


    Dann trägst du dein Einkommen unter "Brutto-Einkommen mit einem der o.g. Abzüge" ein.


    Also bin ich bei 280 Miete + 90 KV + 416 Regelsatz, die ich selbst aufbringen muss, um wohngeld zu bekommen?


    Ja. Ein paar Euro weniger schadet nicht, aber weit darunter darfst du nicht liegen.


    Tipp: Deine Eltern können die Unterhaltsaufwendungen für dich nach § 33a EStG steuerlich geltend machen. Zahlen sie mehrere hundert Euro pro Monat lohnt es sich, dies vorab als Freibetrag eintragen zu lassen. Dann profitieren sie jeden Monat von einem höheren Netto und nicht erst über die Steuererklärung.


    Das ist doch die Regel bei Minijobs, oder?


    Nein. Bei Studenten oder Arbeitslosen fragen die Arbeitgeber oft nach der "Steuerkarte", um die Pauschalsteuer zu sparen.


    Wird dein Gehalt pauschal besteuert, kannst du "die Aufwendungen zu dessen Erwerbung, Sicherung oder Erhaltung" geltend machen (§ 14 Abs. 1 Nr. 2 EStG).