Wohngeld Wirr Warr ??

  • Hallo zusammen - ich war soeben beim Rathaus um Wohngeld zu beantragen.
    Ich bin zusammen mit einem Freund vor einem Monat in eine Wohnung gezogen.
    Wir sind eine Wohngemeinschaft/Zweckgemeinschaft.
    Bis ich hier etwas gefunden habe, bekomme ich momentan 350Euro Arbeitslosengeld 1 - welches natürlich nicht für die Miete reicht.
    Muss ich ihn nun als Haushaltsmitglied in den Antrag schreiben? Wir sind beide Hauptmieter - stehen jedoch nicht füreinander ein. (Jeder zahlt die Hälfte der Miete)
    Ich bin etwas verwirrt, weil die Frau im Rathaus meinte, wir würden eine Bedarfsgemeinschaft bilden und somit würde ich wahrscheinlich kein Wohngeld erhalten.
    Nun habe ich nachgelesen - und es heißt, eine Bedarfsgemeinschaft besteht - wenn man füreinander einsteht und mind. 1Jahr zusammenlebt - da beides nicht der Fall ist, weis ich nun nicht ob ich ihn im Antrag mit aufführen soll. Denn dann würde ich vermutlich wirklich kein Wohngeld bekommen - welches ich jedoch dringend brauche.

    Ich freue mich auf Hilfe/Antworten.

  • Hallo,

    weis ich nun nicht ob ich ihn im Antrag mit aufführen soll. Denn dann würde ich vermutlich wirklich kein Wohngeld bekommen

    prinzipiell ist die Aussage richtig. Bei einem Einkommen von 350 € ist davon auszugehen, daß nach Zahlung der Miete kein oder kaum noch Geld für die Deckung des eigenen Lebensunterhaltes vorhanden ist und also der andere Partner/Mitbewohner für diesen Lebensunterhalt aufkommt. Wohngeld aber ist keine Hilfe zum Lebensunterhalt.


    Ob und welche andere Leistungen in Betracht kommen, kann ich nicht einschätzen, da Deine Angaben dazu nicht ausreichen.


    Gruß!

  • Hallo - vielen, vielen Dank!

    Es stehen mit momentan insgesamt 550Euro montl. zur Verfügung.
    Der Mietanteil beträgt: 250Euro

    Wird denn der 'Mitmieter' automatisch belangt, auch wenn man eine Wohngemeinschaft führt und somit 'eigentlich' unabhängig von einander wirtschaftet?

  • Hallo,

    Es stehen mit momentan insgesamt 550Euro montl. zur Verfügung.
    Der Mietanteil beträgt: 250Euro

    auch das wäre nicht ausreichend. Du benötigst mindesten 650 €, um das Mindesteinkommen zu erreichen.

    Wird denn der 'Mitmieter' automatisch belangt, auch wenn man eine Wohngemeinschaft führt und somit 'eigentlich' unabhängig von einander wirtschaftet?

    Nein. Weder wird irgendjemand "belangt" noch irgendwas automatisch abgenommen. Wenn Du den eigenen Lebensunterhalt nicht finanzieren kannst, wird davon ausgegangen, daß z.B. der Mitbewohner Dir finanziell unter die Arme greift. Ob das konkret bei Dir der Fall ist,. kann hier nicht beurteilt werden, da hier keiner weiß, wie die von Dir genannte wirtschaftliche Unabhängigkeit aussieht. Grundsätzlich hängt jedoch eine solche Unabhängigkeit von vielen Details wie z.B. Art und Weise der Mietzahlung, Bildung der Miethöhe untereinander, Aufteilung der Betriebs- und Verbrauchskosten usw. ab. Hier kann es sehr schnell dazu kommen, daß eine behauptete Unabhängigkeit sich nicht nachvollziehen läßt. Aber wie gesagt - das läßt sich aus der Ferne nicht beurteilen.


    Da Du Deinen Lebensunterhalt nicht finanzieren kannst, stellt sich die Frage, warum Du nicht ALG II beantragst.


    Gruß!