Wohngeld ohne Ummeldung?

  • Hallo,


    Ich wohne zurzeit bei meinen Eltern, möchte aber gerne zu meinem Freund ziehen. Die Wohnungen liegen nicht weit auseinander. Ist es zwingend notwendig sich direkt umzumelden, um Wohngeld zu bekommen? (Die Mietkosten die ich meinem Freund gebe, lassen sich ja trotzdem nachweisen). Ich möchte mich erst nach ein paar Monaten ummelden, wenn ich weiß dass ich da auch bleiben werde. Schonmal vielen lieben Danke für jeden hilfreiche Antwort!

  • § 17 Abs. 1 Bundesmeldegesetz (BMG): Wer eine Wohnung bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde anzumelden.

    § 54 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 BMG: Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 17 Absatz 1 ... sich nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig anmeldet ...Die Ordnungswidrigkeit kann ... mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden.


    Wie schlau ist es, sich nicht anzumelden und die Gemeinde mit einem Wohngeldantrag darauf hinzuweisen :/

    Die Sachbearbeiter haben Zugriff auf das Melderegister der jeweiligen Gemeinde.


    Der Vermieter muss auch informiert werden, damit u.a. die Nebenkosten angepasst werden können.


    Ich möchte mich erst nach ein paar Monaten ummelden, wenn ich weiß dass ich da auch bleiben werde.


    Dann meldest du dich in ein paar Monaten halt wieder um. Wo ist das Problem?

  • Hallo,

    Wie finde ich denn heraus ob und wie viel Wohngeld ich theoretisch bekommen würde, bevor ich ausziehe?

    Du sprichst immer von "ich". Gleichzeitig schreibst Du


    Die Mietkosten die ich meinem Freund gebe

    Damit wird aus dem "ich" ein "wir", denn Ihr wirtschaftet zusammen. Wer aber zusammen wirtschaftet, kann nur gemeinsam einen Wohngeldantrag stellen. Also stellst sich die Frage, wie hoch Dein Brutto- und Netto-Einkommen und wie hoch das des Freundes ist. Wie hoch ist die Warmmiete?



    Ummelden kostet auch jedes Mal wieder Zeit und Geld.

    Interessante Sichtweite. Das nicht rechtzeitige Anmelden kann als Ordnungswidrigkeit bis zu 1.000 € kosten.


    Gruß!

  • So abwegig war der Gedanke nicht, also kein Grund abfällig zu werden.


    Ummelden kostet auch jedes Mal wieder Zeit und Geld. Deswegen frage ich. Wie finde ich denn heraus ob und wie viel Wohngeld ich theoretisch bekommen würde, bevor ich ausziehe?

    Also dass es Zeit kostet, verstehe ich. Aber eine Ummeldung an sich ist nicht kostenpflichtig.


    Für den Wohngeldbezug musst du auch unter dieser Wohnung angemeldet sein. Du kannst ja deinen jetzigen Wohnort als Zweitwohnsitz behalten.


    Ansonsten pflichte ich Hoppel bei, dass ihr zu zweit einen Antrag stellen müsst, da ihr eine Haushaltsgemeinschaft seid.

  • Danke für eure Antworten! Natürlich ist es ein "wir", doch es ist mir neu, dass wir gemeinsam einen Antrag stellen müssten - Wir sind nicht verheiratet und offiziell ledig, oder sehe ich das falsch?


    Das mit dem Zweitsitz geht wirklich? Danke für den Tipp :)

  • ´Hallo,

    oder sehe ich das falsch?

    warum wohl schreiben wir das hin? Und ja, Du siehst es u.U. falsch. Auch wenn es Dir "neu" ist.


    Es geht nicht darum, ob Ihr verheiratet seid, sondern ob Ihr eine gemeinsame Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft bildet.

    Das mit dem Zweitsitz geht wirklich?

    Gehen tut es. Allerdings nehmen viele Kommunen dafür eine Zweitwohnungssteuer, die z.B. in Berlin mit 15% der Nettokaltmiete zu Buche schlägt.


    Gruß!

  • Würde ich mit einem Bekannten eine WG beziehen, müsste ich zwar angeben wie viele in dieser Wohngemeinschaft leben, aber nicht im Direkten Sinn "gemeinsam" Wohngeld beantragen. Also geht es um mich und meine Finanzierung der Miete. Bitte nur noch Antworten, die nicht auf einem unnötig hohen Ross formuliert werden. Würde jeder alles wissen, wäre ein Forum wie dieses überflüssig und Fragen stellen und evtl falsche Annahmen die aufgeklärt werden, sollten doch wohl hier den richtigen Platz finden.

  • Hallo,

    Bitte nur noch Antworten, die nicht auf einem unnötig hohen Ross formuliert werden.

    Es hat keiner hier "von einem hohen Roß" irgendwelche Antworten gegeben und ich sehe nirgendwo eine auch nur ansatzweise unsachliche Antwort. Im übrigen wirst Du in einem Forum, in dem Du Hilfe suchst, kaum zu fordern haben, ob und wie Dir Antworten gegeben werden.

    Würde ich mit einem Bekannten eine WG beziehen

    Du ziehst nicht mit einem Bekannten zusammen, sondern mit Deinem Freund. Womit über eine WG gar nicht erst spekuliert werden muß.


    Du behauptest, daß Dir Theo "abfällig" geantwortet habe, bloß weil er Dich vollkommen sachlich darauf aufmerksam gemacht hat, daß eine Anmeldung zwingend notwendig ist. Du versuchst hier, über etwas zu diskutieren, was Dir "neu" ist und ziehst entsprechende mehrfachen Äußerungen dazu in Zweifel. Schließlich forderst Du dir mehr passendere Antworten und willst vorschreiben, wer hier wie zu antworten habe. Das alles muß sich hier keiner antun. Du hast Deine Antwort auf Deine Ursprungsfrage - was Du daraus machst, ist Deine Sache.


    Thema geschlossen.


    Gruß!