Unterhalt für dritte Ausbildung

  • Hallo,

    erst einmal vielen dank für die Aufnahme in diesem Forum.

    Zur Frage.

    Mein Sohn 28 Jahre, verheiratet mit eigener Wohnung hat seine dritte Ausbildung begonnen. Zuvor wurden zwei Ausbildungen abgebrochen bzw. vom Betrieb ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen weil er ständig krank gefeiert hat, die Berufsschule geschwänzt hat und überhaupt sehr oft unentschuldigt gefehlt hat usw. Beim Feiern war er trotz Krankmeldung immer dabei und wurde auch von seinen Vorgesetzten gesehen. Die beiden Kündigungen waren also absolut gerechtfertigt.

    Nun hat er eben seine dritte Ausbildung als Gärtner u. Landschaftsbauer begonnen, verdienst ca. 700.- und seine Ehefrau hat ebenfalls ein geringes Einkommen. An Miete bezahlen sie zusammen ca. 350.- Euro.

    Das Arbeitsamt hat ihm nun geraten Berufsausbildungsbeihilfe zu beantragen. Hier gibt es dann auch einen Vordruck den die Eltern auszufüllen haben und wo nach dem Einkommen gefragt wird. Mich ärgert das natürlich sehr weil ich einfach die Nase voll habe ihn für sein Verhalten in den letzten Jahren zu unterstützen. Nicht falsch verstehen, wenn das andere Umstände gehbat hätte würde ich als Vater immer einspringen, aber so fällt es einem schwer Geld zu bezahlen die für Partys und Zigaretten rausgeblasen werden. Den Gesetzgeber interessiert natürlich nicht wo das Geld hingeht, hier geht es um nüchterne bazhalen ja oder nein...

    Wie ist es denn jetzt, muss ich wieder herhalten ? Von seiner Mutter bin ich seit 11 Jahren geschieden.

  • Die Formulare für BAB musst du ausfüllen. Notfalls könnte die Agentur für Arbeit dies mit Bußgeldern durchsetzen.

    Das hat aber noch nichts mit Unterhaltszahlungen deinerseits zu tun.


    1. Möglichkeit: Das Einkommen der Eltern ist so gering, dass euer Sohn BAB ohne Anrechnung des Elterneinkommens bekommt. Die Sache ist an diesem Punkt erledigt.


    2. Möglichkeit: Bei der BAB-Bewilligung wird Einkommen der Eltern angerechnet. Euer Sohn fordert Unterhalt von euch.
    Den verweigerst du mit Hinweis auf das oben geschilderte.

    Der Sohn kann BAB-Vorausleistung (§ 68 SGB III) beantragen.

    Die Agentur für Arbeit prüft daraufhin, ob ihr noch unterhaltspflichtig seit und sie sich das Geld von euch zurückholen können. Bei der Vorgeschichte stehen die Chancen aber gut, dass ihr nicht mehr zahlen müsst.


    PS: Der Unterhaltsbedarf eures Sohnes liegt lt. Düsseldorfer Tabelle bei 735 €. Darauf wird sein Einkommen (bereinigt um ausbildungsbedingte Aufwendungen wie Fahrtkosten) angerechnet.

    Der Rest wäre der Betrag, den ihr als Eltern schlimmstensfalls zahlen müsstet.

    Für die Frau deines Sohnes müsst ihr keinen Unterhalt zahlen.