Unterlagen für Wohngeld

  • Hallo und guten Morgen zusammen,

    meine Tochter hat einen Antrag auf Wohn Geld laufen. Ich kann nicht fassen, welch einen Stapel an Unterlagen die haben wollen. Und ich bin selbst pensionierter Beamter.

    1. Beispiel : Lohnbescheinigung vom Arbeitgeber, Kontoauszug vom Gehalt und noch dazu die entsprechenden Gehaltsbescheinigungen. Ist das so normal und üblich? Das ist doch dann dreifach belegt.

    2. Ein Formular, in dem bestätigt wird, dass sie nirgendwo , also auch nicht bei ihren Eltern, kostenlos Essen bekommt.


    Viele Menschen warten Monate lang auf ihr Wohngeld. Wenn sie eine Behörde mit so viel Papierkram zupflastert, ist das kein Wunder

  • Hallo,


    selbstverständlich ist das alles notwendig.

    Lohnbescheinigung vom Arbeitgeber, Kontoauszug vom Gehalt

    Und wie genau bekommst Du aus dem Kontoauszug heraus, wie hoch das Brutto-Einkommen ist (welches bei dem Wohngeld entscheidend ist)? Richtig - gar nicht.

    Ein Formular, in dem bestätigt wird, dass sie nirgendwo , also auch nicht bei ihren Eltern, kostenlos Essen bekommt.

    Das wird im Normalfall nicht abgefragt und weist darauf hin, daß hier u.U. ein für das Wohngeld zu geringes Einkommen vorhanden ist. Dann werden durchaus auch solche Unterhaltsleistungen abgefragt. Viele Menschen warten Monate lang auf ihr Wohngeld. Wenn sie eine Behörde mit so viel Papierkram zupflastert, ist das kein Wunder


    Mal abgesehen davon, daß der Grund für lange Bearbeitungszeiten ganz woanders liegen, ist Deine Aussage dann doch ziemlich billig. Bei den zwei Beispielen konnte ich Dir ja den konkreten Grund nennen. Vielleicht wäre es einfacher, Du würdest das nächste Mal erstmal Deine Fragen stellen, ohne sofort in Mutmaßungen zu geraten.


    Gruß!

  • Hallo,

    tut mir leid, wenn ich unberechtigt losgepoltert habe. Ist mir kürzlich beim Thema Wohngeld schon mal passiert.


    Also aufrichtige Entschuldigung. Aber "billige Aussagen" musst du mir auch nicht gleich um die Ohren hauen. Auch nicht, wenn es vielleicht stimmt. ;-)


    Vielen Dank und viele Grüße

  • Hallo Ernst,

    also ich bin selbst Wohngeld-Sachbearbeiterin. Ich denke, jedes Amt und jeder Sachbearbeiter handhabt seine Arbeit etwas anders. Bei uns reichen normalerweise die Gehaltsabrechnungen. Man braucht sowohl Brutto- als auch Nettoeinkommen. Mit dem Bruttoeinkommen wird das Wohngeld berechnet, das Netto muss man kennen, damit man weiß, wieviel dem Antragsteller zum Leben übrig bleibt. Beides sieht man normal auf der Abrechnung, von daher reicht mir das immer. Eine Bescheinigung vom Arbeitgeber hole ich mir, wenn sich z. B. in der Zukunft das Gehalt ändern wird und man dafür logischerweise noch keine Abrechnung hat.


    Das mit dem Essensgeld wird - wie Hoppel schon geschrieben hat - eher nicht abgefragt. Also wird da wohl ein Grund dahinter stecken.


    Bei uns dauert, wenn alle Unterlagen vorliegen, die Bearbeitung wenige Tage. (Aufgrund fester Auszahlungstermine werden die Bescheide jedoch im 2-Wochen-Rhythmus verschickt, also hat man selten auch wirklich 2 Tage später den Bescheid.) Ich kenne aber Ämter, da dauert es mehrere Monate. Liegt dann aber nicht an unnötiger Papierkrämerei, sondern an Unterbesetzung.


    Ich persönlich kann verstehen, wenn manche Leute erstmal schlucken, wenn sie die Liste der Unterlagen sehen, was sie alles brauchen. (Wobei das beim Wohngeld echt human ist, da hat man beim Jobcenter viel mehr Arbeit.) Es ist halt auch so, dass wir Sozialleistungen auszahlen, die von der Gemeinschaft getragen werden. Da guckt man genauer hin, ob die Leute wirklich Anspruch haben und lässt sich notfalls eher mehr als weniger Unterlagen vorlegen, wenn etwas unklar ist. Das ist auch im Sinne der Steuerzahler. :)


    Viele Grüße

    Simone

  • simone

    Naja - die Gehaltsabrechnung sagt aber nichts über ein schwankendes Einkommen aus und enthält nicht evtl. Urlaubs- und/oder Weihnachtsgeld. Weswegen also die Lohnbescheinigung durchaus im Regelfall von Interesse sein dürfte.


    Gruß!

    Wir verlangen ja auch nicht nur eine Abrechnung, sondern mind. 3-6 Monate, je nachdem, ob das Gehalt stark schwankt. Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird im Antrag abgefragt und dann natürlich auch noch eingeholt. Diesbezüglich geht es aber bei uns auch ein bisschen auf Vertrauensbasis, wenn jemand angibt, dass er keine Jahressonderzahlungen erhält und diese auf den vorgelegten Abrechnungen nicht drauf sind, glauben wir das meistens auch.

  • Bei uns gibt es immer die "Wahl", ob man entweder eine vom Arbeitgeber ausgefüllte Verdienstbescheinigung oder die Verdienstabrechnungen der letzten 12 Monate vorlegen möchte. Eventuelle Jahressonderzahlungen sind somit immer mit dabei.