Wohngeldantrag wegen zu geringem Einkommen abgelehnt

  • Guten Tag,


    ich habe einen Ablehnungsbescheid auf meinen Wohngeldantrag erhalten. Auf Nachfrage hieß es, mein Einkommen sei zu gering.


    Ich weiß nun nicht, wie viel mir "fehlt", bzw. was genau in die Faustformel einbezogen werden muss (Ausgaben etc.). Ich verstehe soweit, dass mit dem Einkommen 80% des Bedarfs gedeckt werden muss.


    Kann mir da womöglich jemand etwas Hilfestellung geben?


    meine Angaben:


    -26 Jahre alt (kein Kindergeld, Krankenkasse muss gezahlt werden)

    -lebe in einer 2er WG (54m^2, 408€ Miete bzw. 204€ pP., 30€ Gasgebühren bzw. 15€ pP., MB voll berufstätig, Dortmund/Mietstufe 3(?))

    -400€ Einkommen durch Minijob

    -Student (werden Semesterbeiträge hinzugezählt?)

    -BAföG abgelehnt (über der Regelstudienzeit)

    Vielen Dank für jedwede Hilfe.

  • Hallo Hoppel,


    vielen Dank für die schnelle Antwort.



    Ich habe mit meinen Eltern darüber geredet und sie wären womöglich damit einverstanden mir etwas Unterhalt zu zahlen/leihen um Anspruch auf das Wohngeld zu erhalten. Eigentlich bin ich für sie nicht mehr unterhaltspflichtig und erhielt daher nichts, aber ohne ein wenig Unterstützung/Wohngeld werde ich wohl große Probleme bekommen..

    Wenn ich das richtig verstanden habe sieht meine Rechnung wie folgt aus:

    Bedarf*0,8 + Warmbruttomiete (Kaltmiete + Heizung bzw. Gas) = Mindesteinkommen


    416*0,8 + 204+15 = 333 + 220 = ~555

    Ich müsste also 155€ Unterhalt von meinen Eltern erhalten um Anspruch aufs Wohngeld zu haben?



    Vielen Dank für die Hilfe

    Genetor




  • Hallo,

    Bedarf*0,8 + Warmbruttomiete (Kaltmiete + Heizung bzw. Gas) = Mindesteinkommen

    nein. 416 Regelsatz - 20% (nur bei entsprechender Plausibiltät) = 332,80 € + 204 € Warmmiete + 90 KK = 626,80 €.

    Ich müsste also 155€ Unterhalt von meinen Eltern erhalten um Anspruch aufs Wohngeld zu haben?

    Du müßtest also 627 € + 400 € = 227 € Unetrhalt bekommen.


    Wobei das mit dem Unterhalt problematisch sein könnte. Du erhälst ja den Unterhalt nur, um einen Wohngeldanspruch zu haben. Das könnte als Mißbrauch ausgelegt werden und ein erneuter Antrag eben aus diesem Grund abgelehnt werden.


    Gruß!

  • Danke für die detaillierte Antwort Hoppel.


    Der Betrag ist doch etwas höher als gedacht. Vermutlich sogar zusätzlich 15€, da die 204€ nur die Kaltmiete ohne Gaskosten beinhalten..

    Ich werde mit meinem Sachbearbeiter reden. Ich sehe offen gesagt keine andere Möglichkeit um nicht vor gewaltige Probleme gestellt zu werden.



    Vielen Dank für deine Hilfe!


    Beste Grüße

  • Ich habe doch noch eine Frage!

    Also, der abgelehnte Antrag war ein Antrag zur Fortsetzung.

    Ursprünglich erhielt ich bis März ca. 100€ Wohngeld pro Monat.


    Der Unterschied war, dass ich mir in den Monaten bevor der Antrag bewilligt wurde Geld von meinen Eltern geliehen habe um über die Runden zu kommen. Das waren allerdings nur 150€ für 2 Monate, also 75€ pro Monat.


    Übersehe ich etwas oder wie kam es da, dass der Antrag bewilligt wurde? Alle anderen Variablen waren gleich.


    Beste Grüße