Wohngeldstelle will, dass mein Kind Bafög beantragt

  • Hi Community, ich habe ein Problem: ich selbst bin wohngeldberechtigt, habe eine 400€Job, bekomme Kindergeld für meine 2Kids(10 und 20 Jahre alt) und diese zwei Kinder bekommen Unterhalt von ihrem Vater. Bisher war Wohngeldbezug kein Problem. Nun, da mein eines Kind studiert, will die Wohngeldstelle ausdrücklich, dass wir denen den Bafögbescheid zusenden..Das Problem: mein studierendes Kind will partout kein Bafög beziehen, weil es sich nicht verschulden will ( auch wenn Teil Zuschuss wäre und anderer Teil Kredit)..Ich sehe mich außerstande, mein volljähriges Kind dazu zu zwingen ( dem Grunde nach stünde ihm Bafög zu). Daher kann ich keinen Bafög Bescheid vorweisen. Reicht es, wenn mein Kind beim Studentenwerk darum bittet, eine Bescheinigung ausgestellt zu bekommen, dass es kein Bafög bezieht und keines beantragt hat?Ich habe in diversen Foren, auch hier, gelesen, dass die Wohngeldstelle einen nicht dazu zwingen kann, Bafög zu beantragen, zumal es es sich ja eindeutig um einen Mischhaushalt handelt. Hat sich daran juristisch was geändert?. Theoretisch gesehen müsste doch der Sachbearbeiter einfach eine Person von den Wohngeldberechtigten abziehen, weil ein Kind ja tatsächlich n i c h t wohngeldberechtigt ist ( was ja niemand leugnet) und den Mietanteil, Wohngeldanteil um diese eine Person kürzen. Ich habe auch schon überlegt, dem Sachbearbeiter vorzuschlagen, dass man einfach ein fiktives Einkommen ( also den theoretisch möglichen Höchstsatz Bafög bzw.den theoretisch höchstmöglichen Zuschuss, weil ja nur dieser in die Berechnung einfließt, nicht der Darlehnensanteil des BAföG ) anzusetzen und dann das daraus resultierenden Wohngeld berechnen soll.

    Wie soll ich vorgehen? Alle anderen Unterlagen liegen dem Sachbearbeiter schon vor, aber dauernd wird per email darum gebeten, den Bafög Antrag zu stellen..Kann das rechtens sein?

    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.

    Vielen lieben Dank an alle, die mir hierbei weiterhelfen können.:love:

  • Hallo,

    mein studierendes Kind will partout kein Bafög beziehen

    das BaföG ist vorrangig, ist also vom Grundsatz als Einkommen in Anspruch zu nehmen.

    mein studierendes Kind will partout kein Bafög beziehen, weil es sich nicht verschulden will

    Ziemlich schwaches Argument. Erstens ist die "Verschuldung" eher eine Investition für die Zukunft, da durch ein erfolgreich abgeschlossenes Studium die Chancen auf dem Arbeitsmarkt wesentlich höher sind als ohne Studium. Zweitens bedeutet diese Entscheidung eine ziemlich sinnlose und fast schon egoistische Haltung gegenüber der eigenen Familie. Indem Deine Tochter auf ihr zustehende Möglichkeiten einer Ausbildungsförderung verzichtet, belastet sie Euch.

    Theoretisch gesehen müsste doch der Sachbearbeiter einfach eine Person von den Wohngeldberechtigten abziehen, weil ein Kind ja tatsächlich n i c h t wohngeldberechtigt ist

    Praktisch ist das studierende Kind durchaus wohngeldberechtigt, weil es in einem Haushalt mit Angehörige ohne Anspruch auf eine Ausbildungsförderung zusammen wohnt. Anders gesagt: die Wohngeldstelle kann hier keine Person "abziehen".

    Ich habe auch schon überlegt, dem Sachbearbeiter vorzuschlagen, dass man einfach ein fiktives Einkommen

    Was hättest Du davon? Ich sehe da irgendwo keinen Sinn für eine solche Überlegung.


    Gruß!