Unterstützung Dritter bei Antrag auf Wohngeld

  • Moin,

    ich habe einen Antrag auf Wohngeld gestellt und nun fragt das Amt ob ich Unterstützung durch Dritte erhalte.
    Dem ist momentan so, dass mein Vater mir 100€ im Monat dazuschießt, weil nichts vom Amt kommt.
    Die Zahlungen würden aufhören, wenn Wohngeld fließt.

    Wenn ich das angebe, drehen die mir einen Strick draus und ziehen mir das pauschal ab?

    Gruß

  • Mein Einkommen ohne Unterstützung ist 390€ netto (Werkstudent) also ca 435€ brutto.

    Meine Einnahme aus dem Werkstudentenjob übersteigen die Miete (ca 330€).
    Anspruch auf Bafög besteht keiner, ebenso kein Unterhalt oder Kindergeld.

    Zum Leben bleibt mir momentan gar nichts, da ich selbst Krankenversicherung bezahlen muss.

    Deshalb die temporäre Unterstützung meiner Familie.

  • Das hatte ich schon vermutet, denn in der Regel fragt das Wohngeldamt nicht nach Unterstützung durch Dritte.

    Mit den genannten Zahlen besteht mangels ausreichendem Einkommen kein Anspruch auf Wohngeld.

    Das du Vermögen hast, schließe ich auch aus, sonst müsste deine Familie dich nicht unterstützen.


    Um Wohngeld zu erhalten, musst du dein Einkommen erhöhen. Entweder über einen Studienkredit oder dauerhafte Unterstützung durch die Familie.


    PS: Warum besteht kein Anspruch auf BAföG?

  • Das ist ja quasi so, als wenn man mir sagen würde, dass ich zu arm für finanzielle Unterstützung bin, es verweigern und nichts im Gegenzug offerieren.
    Das ist ganz schön verrückt.

    Du scheinst profund in den Angelegenheiten.
    Wieso reicht mein Gehalt nicht aus?

    In dem Absatz steht etwas von 409€, wovon nur 80% erreicht werden müsste. Das ist ja bei mir der Fall.
    Ist es denn nun von Vorteil, wenn ich sage, dass ich dauerhafte Unterstützung erhalte? Wie hoch müsste diese sein?

    Edit: Ja, Bafög besteht nicht aufgrund der nicht-erreichung von den midest LP.

  • Habe mich gerade nochmal tiefer ins Wirrwarr der Verordnungen gelesen.
    Für Alleinstehende ist der "Bedarfssatz" 416€. Die Rechenweise ist Bedarfe - ggf. 20% + Warmbruttomiete = erforderliches Mindesteinkommen

    Also 332,80€ (80% des Satzes für 2018) + 325€ (Warmbruttomiete = 657,80€

    das müsste ich alleine aufbringen, damit mir ein Anspruch anerkannt wird?

    Ist es von Belang wie das Zusammenkommt? z.B. Zahlungen von Familie und ähnliches?

  • Hallo,

    In dem Absatz steht etwas von 409€, wovon nur 80% erreicht werden müsste. Das ist ja bei mir der Fall.

    erstens sind die 20% Abzug nicht automatisch gegeben, es besteht also kein Rechtsanspruch darauf und zweitens besteht ja der Mindestbedarf eben nicht nur aus den 416 €. Wie Du also bei einem Einkommen von 390 € und einer Miete von 330 € zu der Schlußfolgerung kommst, daß das

    ja bei mir der Fall.

    sein sollte, bleibt etwas rätselhaft. Zumal bei Deiner Berechnung auch noch die ggf. notwendigen Krankenkassen-Beiträge dazu kommen könnten.


    Das ist ja quasi so, als wenn man mir sagen würde, dass ich zu arm für finanzielle Unterstützung bin, es verweigern und nichts im Gegenzug offerieren.
    Das ist ganz schön verrückt.

    Nein, ist es nicht. Wohngeld ist ein Zuschuß zur Miete, aber keine Hilfe zum Lebensunterhalt. Würdest Du Du von Deinem Einkommen 330 € Miete zahlen, hättest Du gerademal 60 € zum Lebensunterhalt. Das bedeutet, daß Du selbst mit Wohngeld nicht den Lebensunterhalt finanzieren kannst.

    Ist es von Belang wie das Zusammenkommt? z.B. Zahlungen von Familie und ähnliches?

    Nein, im Normalfall nicht. Allerdings sind schon die offensichtlich nicht von Dir angegebenen 100 € Unterhalt problematisch. Hinzu kommt, daß bei einer nun plötzlich zu erfolgenden "Meldung" von diesem oder höheren Unterhalt nicht sehr glaubhaft ist - zumal Du dann ja entweder falsche Angaben im Wohngeldantrag gemacht hast und/oder der nun plötzlich erfolgende Unterhalt nur dem Zwecke dient, einen Anspruch auf Wohngeld zu erhalten. Beides sind ganz klare Ablehnungsgründe.


    Gruß!

  • Hallo,

    Ist denn meine Rechenweise so korrekt?

    nein. Wie ich schon geschrieben habe


    erstens sind die 20% Abzug nicht automatisch gegeben, es besteht also kein Rechtsanspruch darauf und zweitens besteht ja der Mindestbedarf eben nicht nur aus den 416 €.

    und

    Zumal bei Deiner Berechnung auch noch die ggf. notwendigen Krankenkassen-Beiträge dazu kommen könnten.

    Womit wir bei 416 € + Warmmiete + ggf. KK wären. Wobei dann nur bei den 416 € ein theoretischer Abzug von 20 % möglich wäre - bei Plausibilität der Angaben. Diese Plausibilität wirst Du aber nicht erreichen, was auch damit zu tun hat, daß Du die 100 € Deines Vaters nicht angegeben hast. Aber selbst wenn - das würde bei weitem nicht reichen.


    Gruß!