• Hallo Zusammen,


    kurze Eckdaten zu mir:

    Ich bin 37 Jahre alt, komme aus Mannheim und bin verheiratet, habe 3 Kinder, wovon die 2 kleinsten (3 und 1 Jahr) bei mir im Haushalt leben.
    Meine Frau ist noch bin Dezember 2019 in Elternzeit.
    Ich habe 2 Ausbildungen in meiner Jugend abgebrochen (worauf ich sicher nicht stolz bin)

    Ich habe eine feste Anstellung im Sicherheitsgewerbe und verdiene derzeit um die 2100€ Netto. Zusätzlich haben wir noch Wohngeld und Kindergeld.

    Ich möchte im September eine Ausbildung beginnen (habe sehr gute Aussichten für einen Platz) aber habe im Vorfeld zu viele Dinge zu klären.

    Habe ich Anspruch auf BAB oder Hartz IV ? Die Agentur für Arbeit konnten mir telefonisch keine Auskunft geben, da der Anspruch erst mit dem Antrag geprüft wird.
    Kann mir jemand eine Auskunft geben, der evtl. ähnliches erlebt hat?


    Für jede Antwort bin ich sehr Dankbar.



    LG Marc

  • habe 3 Kinder, wovon die 2 kleinsten (3 und 1 Jahr) bei mir im Haushalt leben.


    Ist das Kind, welches nicht bei dir lebt, noch minderjährig? Zahlst du Unterhalt?

    Wenn ja, solltest du, bevor du deine Arbeitsstelle kündigst, klären ob du während der Ausbildungszeit den Unterhalt für dieses Kind reduzieren (bzw. ganz einstellen) kannst. Hol dir Rat bei einem Fachanwalt, nicht in einem Forum.

    Es kann sein, dass du für dieses Kind während der gesamten Ausbildung den Mindestunterhalt nach der DT zahlen musst. Das könntest/müsstest du z.B. mit einem Minijob neben der Ausbildung finanzieren.

    Die Kündigung deiner Arbeitsstelle könntest du zwar einerseits so begründen, dass du mit einer abgeschlossenen Ausbildung bessere Verdienstmöglichkeiten hättest. Andererseits träumen viele gelernte Arbeitnehmer von 2.100 € netto (ca. 2.850 brutto mit StKl. III).


    Zitat

    Habe ich Anspruch auf BAB oder Hartz IV ?


    Wie hoch wäre deine Ausbildungsvergütung?

    Anspruch auf BAB bestünde, sofern du noch keine Ausbildung abgeschlossen hast und deine Ausbildungsvergütung nicht zu hoch ist.

    Für deine Frau und die Kinder könnt ihr ALG II beantragen.

  • Erstmal Danke für die Antwort.

    Die Große ist 12 Jahre alt. Mit meiner Ex-Frau kann ich sicher reden. Das kriegen wir ohne Anwalt hin. Hat die letzten 10 Jahre auch klasse funktioniert.

    2.850€ Brutto hab ich nicht. Ich habe viele Steuerfreie Zuschläge (Nacht, Sonn- und Feiertag), daher komme ich auf 2100€

    Aber die Schicht ist für meine Familie und mich eine Zumutung, da meine Frau mich Abends zuhause braucht.
    Daher auch der Sinneswandel.
    Das wäre meine erste Ausbildung, da ich die ersten beiden in meinem Jugendlichen Leichtsinn nicht abgeschlossen habe.

    Da ich aber dem Berufsberater mehrere Ausbildungsberufe vorschlagen muss, kann ich nicht genau sagen wie hoch die Ausbildungsvergütung ist. Schätze aber um die 700€.

  • Schaue ich mir später in Ruhe an.

    Bin jetzt 12 Jahre im Sicherheitsgewerbe tätig. Aber ich möchte da raus. Möchte mehr Zeit für die Familie. Aber Umschulung ohne Erstausbildung?

  • Ohje das liest sich nicht gut.

    Jobcenter hat mittlerweile geantwortet, dass ich mal direkt vorsprechen soll.
    Andernfalls, warte ich mal ab, was mir der Berufsberater überhaupt vorschlägt, bzw. ob er evtl. eine Ahnung hat.
    Meine Frau meinte schon, dass sie wohl Hartz IV beantragen wird, bzw. Wohngeld neu berechnen lassen muss.

    Ich hoffe das Jobcenter will uns dann nicht das Auto wegnehmen. Mit unseren kleinsten sind wir ja echt drauf angewiesen.

  • Hallo,


    du solltest dich dringend bei der Agentur für Arbeit melden -ggfs. zusätzlich zum Jobcenter-.

    Dort solltest Du mit dem Arbeitsvermittler klären, ob eine Weiterbildung/ Umschulung durch die Agentur

    gefördert werden könnte.


    Da wäre noch das Problem, wie Du dir das Ende deines derzeitigen Arbeitsverhältnisses vorgestellt hast.

    Willst du selbst kündigen? - 3 Monate Sperrzeit beim ALG 1 (Frage: kann Umschulung etc. auch während einer Sperrzeit gefördert werden?)

    Sonst müsstest du bald kündigen, damit die Sperrzeit um ist, wenn die Schulungsmaßnahme beginnen soll.


    Du siehst, es ist also neben dem Ziel der Schulung auch noch mehr zu klären - bis zu den Hasuhaltfinanzen in der Familie.


    Hier noch ein Beitrag zu dem Thema

    KLICK HIER


    Wenn noch was offen ist, ruhig nachfragen, dafür ist ein Forum da.


    Habe ich Anspruch auf BAB

    Ich denke NEIN.


    dms

  • Hallo,

    Frage: kann Umschulung etc. auch während einer Sperrzeit gefördert werden?)

    1. nein und 2. auf eine Umschulung besteht kein Rechtsanspruch, weswegen hier nichts gefordert werden kann.

    Sonst müsstest du bald kündigen, damit die Sperrzeit um ist, wenn die Schulungsmaßnahme beginnen soll.

    Das würde nichts bringen. Die Sperrzeit beginnt nicht mit der selbst verursachten Kündigung, sondern mit Antragstellung auf ALG I.


    Gruß!

  • Okay, das ist schlecht. Eine 3 Monatige Sperre kann ich mir nicht erlauben. Das würde bedeuten 3 Monate nichts auf dem Teller und 3 Monate keine Miete bezahlen. Dann werde ich wohl den Rest meines Lebens in dieser unterbezahlten Branche arbeiten müssen. Damit hat sich dann das Thema Ausbildung für mich erledigt. Werde mir zwar noch anhören was der Berufsberater zu erzählen hat, aber ohne Finanzielle Unterstützung war es das für mich.

  • Hallo Hoppel,


    1. mein Beitrag sollte nur Probleme bzw. zukünftige Fragestellungen, als auch entstehende Problem aufzeigen.

    2.

    Das würde nichts bringen. Die Sperrzeit beginnt nicht mit der selbst verursachten Kündigung, sondern mit Antragstellung auf ALG I.


    Gruß!

    Kleine Korrektur zum Beginn der Sperrzeit:


    Der § 159 (1) SGB III sagt aus:

    Hat die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich versicherungswidrig verhalten, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben, ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit. Versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn 1.die oder der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe),

    ....


    und nun der Abs. 2

    Die Sperrzeit beginnt mit dem Tag nach dem Ereignis, das die Sperrzeit begründet, oder, wenn dieser Tag in eine Sperrzeit fällt, mit dem Ende dieser Sperrzeit.

    Also die Sperrzeit beginnt am Tag nach dem letzten Tag des Arbeits-/ Beschäftigungsverhältnisses.


    Dies ist i.d.R. der erste Tag der Arbeitslosigkeit, muss aber nicht sein. er kann sich auch erst nach 3 Monaten danach Arbeistlos melden. Dann wäre die Sperrzeit beendet, ohne dass eine Arbeitslosigkeit vorlag.

    Gleichwohl würde in diesem Fall eine Sperrzeit ausgesprochen, weil sich der Anspruch dadurch mindert.


    dms