Elternunabhängiges BAFÖG: Berechnung des selbst erwirtschafteten Einkommens

  • Hallo zusammen,


    für die Beantragung für elternunabängies BAFÖG würde ich gerne wissen, wie das selbst erwirtschaftete Einkommen berechnet wird, um die fünf Jahre nach § 11 Abs. 3, Satz 1 Nr. 3 zu erfüllen.
    Die Berechnung der zu überschreitenden Grenze (§ 13 Abs. 1 Nr. 2 BAFÖG und § 13 Abs. 2 Nr. BAFÖG plus 20 %) ist mir klar.


    Unklar ist mir:


    1. Zählt bei der Berechnung des selbst erwirtschafteten Einkommen, hier das Brutto-Einkommen aus einer dualen Ausbildung, UND das an die Eltern ausgezahlte Kindergeld? Oder zählt nur das Brutto-Einkommen aus einer dualen Ausbildung?


    2. Muss das selbst erwirtschaftete Einkommen in jedem Monat den Betrag überschritten haben, oder zählt der monatliche Durchschnitt eines Kalenderjahres?


    Es würde mich sehr freuen, wenn mir hier ein Forumsmitglied Auskunft geben kann. Vielen Dank.

  • Hallo,


    ich glaube du solltest dir das nochmal überlegen.
    Ich bin zwar kein BAföG-Profi, aber....


    Zitat

    Erwerbstätig ist eine Person, die eine selbständige oder nicht selbständige Tätigkeit ausübt. Nicht als erwerbstätig sind regelmäßig Personen anzusehen, die eine nach diesem Gesetz oder nach § 56 SGB III förderungsfähige Ausbildung betreiben, es sei denn, sie verfügen während dieser Zeit über Einkünfte in Höhe der sich aus Tz 11.3.5 ergebenden Beträge, die sich aus einer eigenen, nicht auf die Ferienzeiten beschränkten Tätigkeit außerhalb der Ausbildung ergeben.


    Tz 11.3.5
    Eine den Lebensunterhalt sichernde Erwerbstätigkeit ist dann gegeben, wenn der durchschnittliche Bruttomonatslohn der anrechenbaren Zeiträume eines Kalenderjahres den Bedarf nach § 13 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 Nr. 2 zuzüglich 20 Prozent erreicht.


    Es ist unerheblich, ob das Einkommen aufgrund einer Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung erzielt wurde. Bei unterschiedlichen Bedarfssätzen in einem Kalenderjahr oder schwankendem Einkommen sind jeweils durchschnittliche Monatsbeträge zu ermitteln und gegenüberzustellen.


    und nun nochmal der Absatz aus dem Gesetz

    Zitat

    Einkommen der Eltern bleibt ferner außer Betracht, wenn der Auszubildende

    • ...
    • ...
    • bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre erwerbstätig war oder
    • bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Abschluss einer vorhergehenden, zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre oder im Falle einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig war.
    • (weggefallen)


    Satz 1 Nr. 3 und 4 gilt nur, wenn der Auszubildende in den Jahren seiner Erwerbstätigkeit in der Lage war, sich aus deren Ertrag selbst zu unterhalten.


    wo ersichtlich ist, dass Ausbildung und Erwerbstätigkeit getrennt aufgefasst werden sollten.


    Es sei denn, deine Ausbildung war weder nach BAB noch nach BAföG förderfähig.


    Ring frei für die BAföG-Profis


    dms