Eigenes Vermögen- was zählt alles dazu?

  • Hallo,


    ich plane dieses Jahr eine zweite Ausbildung zur Physiotherapeutin zu machen. Anspruch auf elternunabhängiges Bafög hätte ich, denke ich, schon (3 Jahre Ausbildung, 5 Jahre gearbeitet, aktuell bin ich 26 Jahre alt).
    Ich glaube allerdings, dass ich zu viele Ersparnisse habe und überlege gerade, ob ich mir vor dem Bafög Antrag noch ein paar Sachen zulege, die ich mir eh schon immer leisten wollte. Beispielsweise wollte ich an einem Seminar teilnehmen und mir ein Klavier kaufen. Meine Frage ist, müssen Besitztümer, wie beispielsweise ein Klavier für 3000 Euro, oder Unternehmungen wie Reisen, Seminare etc. angegeben werden und/oder können mir nachteilig gerechnet werden?
    Wenn man Kosten für eine Wohnungsrenovierung aufbringen muss, muss man ja auch die Belege für einen möglichen Beweis aufheben, und diese Ausgaben werden einem ja nicht angerechnet, denke ich.
    Gibt es irgendwo ein Formular für das elternunabhängiges Bafög zum runterladen oder bekomme ich den Antrag nur bei der AfA?


    Danke und LG


    Trine

  • Hallo Trine89,


    nach deinen Schilderungen hast du einen Anspruch auf elternunabhängige Förderung. Dafür gibt es kein gesondertes Antragsformular, sondern du musst die gleichen Formulare ausfüllen wie bei der elternanhängigen Förderung. Wenn du ganz offensichtlich die Voraussetzungen für die elternunabhängige Förderung erfüllst, kannst du jedoch auf die Vorlage des Formblatts 3 für die Eltern verzichten.


    Ab dem kommenden Schuljahr hast du einen Vermögensfreibetrag von 7.500 Euro. Der Wert des Vermögens gilt zum Zeitpunkt der Antragstellung bis zu sechs Monate vorher. Verminderst du also bis zu sechs Monate vor Antragstellung dein Vermögen maßgeblich musst du nachweisen wofür. Ein Klavier kann auch Vermögen darstellen. Nicht nur Geld in jeglicher Form sondern genauso Gegenstände wie ein Auto, eine Immobilie oder auch ein Klavier sind dir zuzurechnen. Das Verschweigen von solchem ist nicht zu empfehlen!


    Samka

  • Eine angemessene Wohnungseinrichtung wird dir natürlich nicht angerechnet, insbesondere wenn du diese Dinge schon hast. Wenn du dir aber ein Bett für 5.000 Euro zulegst wird man vielleicht hinterfragen, ob das wirklich notwendig ist.