Sohn studiert, wieviel Unterhalt steht ihm zu?

  • Hier mehr Infos:


    Nettoeinkommen Mutter: 1600 €
    Nettoeinkommen Vater: 2400 €
    Sohn bekommt das Kindergeld in Höhe von 190 € jeden Monat von Mutter überwiesen.


    Sohn (21 Jahre alt) wohnt alleine und studiert.
    Sohn erhält kein Bafög (warum auch immer es abgelehnt wurde????)
    Bei der Mutter wohnt ein weiterer 15 jähriger Sohn.


    Vater und Mutter leben getrennt voneinander.


    Ich habe jetzt zig mal versucht, die jeweilige Unterhaltshöhe zu errechnen, aber ich kriege es einfach nicht hin.


    Wäre toll, wenn mir jemand hier weiterhelfen könnte. Schon mal vorab vielen Dank :-)

  • Sohn erhält kein Bafög (warum auch immer es abgelehnt wurde???


    Vermutlich, weil das Einkommen der Eltern zu hoch ist. Die Eltern können sich den Ablehnungsbescheid vorlegen lassen.
    Achtung: Die Berechnung des BAföG-Amtes (anrechenbares Einkommen der Eltern) hat unterhaltsrechtlich keine Wirkung.


    Sohn (21 Jahre alt) wohnt alleine und studiert.


    Dann liegt sein Unterhaltsbedarf bei 735 €. Abzgl. des Kindergeldes wären noch 545 € von den Eltern zu zahlen.


    Ich habe jetzt zig mal versucht, die jeweilige Unterhaltshöhe zu errechnen, aber ich kriege es einfach nicht hin.


    Mit dem Nettoeinkommen kommst du auch nicht weiter. Maßgeblich ist das unterhaltsrechtliche Einkommen der Eltern. Es fehlen u.a. Angaben zu den Werbungskosten, Sonderzahlungen, evtl. Wohnwert einer selbstgenutzten Immobilie.
    Es gibt im Netz mehrere Seiten mit ausführlichen Informationen. Einfach mal "unterhaltsrechtliches Einkommen" in eine Internet-Suchmaschine eingeben.


    Da die Unterhaltsberechnung komplex sein kann, kann man dies in einem Forum nicht abschließend ausrechnen. Schafft ihr drei es nicht, euch über die Unterhaltshöhen zu einigen, bleibt nur der Gang zu einen Anwalt.


    Sohn bekommt das Kindergeld in Höhe von 190 € jeden Monat von Mutter überwiesen.


    Da der Sohn nicht im Haushalt eines Elternteils aufgenommen ist, gilt [URL='https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__64.html']§ 64 Abs. 3 EStG: Das Kindergeld erhält derjenige, der dem Kind die höchste Unterhaltsrente zahlt.


    Dieses kleine Detail sollte nicht außer acht gelassen werden, den es kann schnell zum Problem werden, wenn ein Elternteil den anderen ärgern möchte.


    Zahlt der Vater den höheren Unterhalt und beantragt das Kindergeld, kann dies bei der Mutter zu einer Rückforderung führen (bis zu 4 Jahre). Es reicht in dem Fall nicht aus, der Familienkasse nachzuweisen, dass das Geld an das Kind überwiesen wurde. Vielmehr muss der Vater auf dem Formular KG14 bestätigen, dass das Kindergeld weitergeleitet wurde und er seinen Anspruch als erfüllt ansieht. Tut er dies nicht, muss die Mutter es zurückzahlen.