Anrechnung Bausparvertrag

  • Hallo,


    wir beziehen seit 2 Jahren Wohngeld. Bisher mussten wir für unseren Bausparvertrag immer die jährlichen Zinsen angeben, welche dann eingerechnet worden. Mein Mann hat jetzt einen neuen Arbeitgeber ( die Firma wurde verkauft) und der neue Arbeitgeber zahlt keine vermögenswirksamen Leistungen mehr. Da wir die monatlichen Raten selbst auch nur noch sehr schwer aufbringen können wollen wir den Bausparvertrag kündigen. In wie fern wird der Auszahlungsbetrag ( ca. 1.200 Euro) beim Wohngeld eingerechnet?
    Wir haben im Februar einen Folgeantrag auf Wohngeld gestellt und bis heute ist noch keine Neuberechnung erfolgt. Immer wieder werden neue Unterlagen von uns gefordert und damit der Zahltermin verschoben. Ich habe Angst,dass uns jetzt die vergangenen Monate April und fast schon Mai ( der alte Wohngeldanspruch galt bis 31.3.2016) kein Wohngeld mehr gezahlt wird. Wir sind auf das Geld angewiesen. Wir haben immer alle Unterlagen fristgerecht eingereicht. Zum Beispiel das Einkommen meines Mannes vom Arbeitgeber nachgewiesen. Da er ein Festgehalt bekommt, ändert sich dieses Jahr und das ist dem Amt auch bekannt. Trotzdem kam dann Ende April die Aufforderung Einkommensnachweise für März und April zu erbringen. Das zweite ist nachdem das passiert ist, bekamen wir Post, ob unsere Tochter dieses Jahr nach 12 Jahren Abitur von der Schule abgeht oder nächstes Jahr nach 13 Jahren, obwohl in der Schulbescheinigung eindeutig steht, 2016 nach 12 Jahren mit dem Abitur. Wir halten das für eine Hinhaltetaktik vom Amt, aber wie kann man sich dagegen wehren?
    Danke für Eure Hilfe

  • Hallo,


    1. die Auflösung des Sparvertrages nennt man eine Vermögensumwandlung, die keine Auswirkungen auf das Wohngeld hat.


    2. bei einem Fortsetzungsantrag wird rückwirkend ab Monat der beantragten Fortzahlung das Wohngeld gezahlt. Du brauchst also keine Angst zu haben, daß Dii die vergangenen Monate nicht gezahlt werden.


    3. ich sehe eigentlich nirgendwo eine "Hinhalte-Taktik", sondern ein normales Verfahren. Auch das mit der Schulbescheiningung ist durchaus relevant, kann doch das ursprüngliche Ziel (Abi nach 12 Jahren) im letzten Schuljahr durchaus noch verändert werden, indem das Kind freiwillig ein Jahr mehr dran hängt.


    Und schließlich: was wohl sollte das Amt vom "Hinhalten" haben? Eben - nichts. Denn wenn dem Grunde nach ein Anspruch auf Wohngeld besteht, hilft ja das angebliche Hinhalten überhaupt nichts - gezahlt werden muß das Wohngeld dann dennoch.


    Zitat

    aber wie kann man sich dagegen wehren?


    Gar nicht, zumal das eine bloße Vermutung oder auch Unterstellung ohne jeglichen Beweises ist. Im übrigen hat das Amt nach Einreichen der letzten erforderlichen Unterlagen bis zu 3 Monate Zeit, über den Antrag zu entscheiden.



    Gruß!

  • Danke für deine Antwort und Hilfe. Ja vielleicht liegen meine Nerven einfach nur blank, weil es sich jetzt echt schon länger hinzieht und ich einfach den Eindruck habe, dass wenn eine Sache beantwortet ist, dann kommt was Neues.



    viele Grüße

  • Ich habe auch eine Frage zu meinem Bausparvertrag.
    Ich Sitze gerade vor meinem Erstantrag fürs Wohngeld und habe einen Bausparvertrag der ab nächstem Monat über 2 Jahre Monatlich ausgezahlt wird.


    Ist das trotzdem eine Vermögensumwandlung und wird bei den Einkünften nicht angerechnet oder gilt das nur für Einmalzahlungen?


    Ich habe gerade mit dem Sachbearbeiter telefoniert und hatte das Gefühl, dass er da selbst nicht ganz sicher ist. Er hat aber geantwortet, dass es zu den anrechenbaren Einkünften zählt.


    Gibt es irgendwas wo das Geregelt ist worauf ich mich berufen kann?


    Viele Grüße.