Selbstständigkeit und Meister-BAföG

  • Hallo Kommune,


    ich bin 39 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, seit 5 Jahren selbstständiger Dachdecker mit einem Partner in einer GBR.
    Wir sind relativ erfolgreich, Jahresumsatz ca. 300.000€.
    Leider läuft es gesundheitlich nach einem Bandscheibenvorfall immer schlechter, man wird ja auch nicht jünger und 20 Jahre auf dem Bau hinterlassen irgendwann Spuren.
    Zu dem will sich der break-even-point, der es erlaubt Personal einzustellen und weniger aktiv auf Baustelle mitzuarbeiten, einfach nicht einstellen.
    Mein letztes Brutto-Jahreseinkommen beläuft sich zusammen veranlagt mit meiner Frau (Teilzeitbeschäftigt 50%) auf ca. 60.000€.
    Klingt erstmal super, aber nach Abzug aller Späße bleibt nicht sooo viel übrig bei 3 Kindern. Zudem muss ich richtig Buckeln für die Kohle, tagsüber Baustelle, abends nicht selten bis 23.00Uhr Bürokram etc.
    Das hinterlässt natürlich auch privat/familiär Spuren.
    Ach ja, Vermögen ist eigentlich keines da, dafür Altlasten eines 20.000€ Kredites.


    Ich trage mich nun mit dem Gedanken ab August die Meisterschule in Vollzeit zu besuchen, um der sich ankündigenden Abwärtsspirale entgegenzuwirken und mit bestandener Meisterprüfung in ein normales Beschäftigungsverhältnis zu wechseln.


    Soweit zu meiner Situation...


    Habe ich überhaupt reale Chancen mein Vorhaben (unter Berücksichtigung das wir einiges vor allem an Lebensunterhalt benötigen) umzusetzen? Auch wg. meiner Selbstständigkeit.


    Wie hoch wäre den ungefähr das BAföG? Der Meisterbrief allein kostet mich ca. 11.000€?


    Vielen dank schon mal für eure Antworten!


    Gruß
    Sascha

  • Hallo,


    1. die entscheidende Frage ist die nach Deinem Gewinn von vor 2 Jahren und nicht das jetzige.


    2. theoretisch werden die Kosten für Lehrgang und Prüfung bis maximal 10.226 € übernommen, davon 30,5 % als Zuschuß, der Rest als Darlehen. dieser Maßnahmebetrag ist einkommens- und vermögensunabhängig.


    Gruß!