Mindesteinkommen, wie Nachweise erbringen bei Geld von Eltern+Erspartem

  • Ihr Guten!


    Das ist die erste Forumsfrage meines Lebens, da ich im Internet je mehr ich lese desto weniger durchsteige.


    Ich bin Studentin und nicht mehr Bafögberechtigt (Überschreitung der Regelstudienzeit).
    Was ist das Mindesteinkommen, das ich erreichen muss, wenn ich 160Euro Miete habe?


    Habe bis jetzt so gerechnet:
    160Euro Untermiete
    +60 Euro KV
    +391Euro Mindestbedarf
    +15%
    =ca. 600Euro.
    Das muss ich tatsächlich pro Monat aufbringen?
    Wenn ich das aufbringen kann, wie kann es sein, dass ich einen Wohngeldzuschuss bekommen kann, der doch bei einer Bedürftigkeit gezahlt wird?
    Und nach der Tabelle (http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Wohnraumfoerderung/Wohngeldtabellen/wohngeldtabelle_1_0-650.pdf) würde ich bei diesen Zahlen auch fast kein Wohngeld bekommen. Plus ist nach der Tabelle noch viel Luft nach unten, was das Einkommen angeht. Wie kann es also sein, dass so ein hohes Mindesteinkommen garantiert sein muss?


    Dann habe ich noch gelesen, dass meine Wohnung (möchte bald umziehen), maximal 370Euro Miete haben darf für eine Person, da alles andere als "unangemessen teuer" erachtet wird. Und gleichzeitig ist in der Tabelle (s. oben Link) das Einkommen nur bis 650 Euro gestaffelt. Mehr darf man dann nicht verdienen? Dann kann das Mindesteinkommen doch wirklich nicht so hoch sein, wie ich es errechnet habe?


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    Noch zur Info, falls es relevant ist: Ich beziehe mein Geld nur von den Eltern und von ein wenig Erspartem. Einkommensnachweise habe ich nicht.
    In welcher Form kann ich die Nachweise der Finanzierung meiner Eltern für das Amt im Vorhinein erbringen? Muss ich nach einem Jahr alle ihre Einzahlungen per Kontoauszug angeben?
    In welcher Form gebe ich mein Erspartes an? Reicht ein Kontoauszug? Oder muss ich alle Quellen angeben, als das Geld ursprünglich drauf kam (z.B. innerhalb der letzten 3 Jahre kam ein wenig von einem Stipendium drauf+Geld von den Eltern,...), wobei davon ganz viel auch wieder weg ist.


    Viele verschiedene Fragen, also. ;) Habe lange lange versucht, selbst zu recherchieren, es wird aber immer verzwickter.
    Bin also furchtbar dankbar über Antworten! :)


    Grüße, die Kalendula

  • Hallo,


    zwei Begriffserklärungen zum Verständnis.
    Die Mietobergrenze ist der Betrag der maximal als Miete anerkannt wird. Du kannst also durchaus eine 800 € teuere Wohnung anmieten, allerdings werden nur z.B. 250 € (= Miethöchstbetrag, fiktiv) anerkannt.


    Das Mindesteinkommen wiederum ist das Minimaleinkommen, das für die Wohngeldberechnung berücksichtigt wird. Wenn du darunter liegst wird eben das Minimaleinkommen herangezogen.

  • Hi!


    Das erforderliche Mindesteinkommen beträgt meiner Info nach: Regelsatz + Miete + besondere Aufwendungen (=KV und andere) + Strom. Mit einer plausiblen Begründung noch -20% und das fiktive Wohngeld wird von dieser Summe noch abgezogen. Kannst dich auch auf so eine Art Fragebogen/Haushaltsbuch gefasst machen, welche zu Plausibilitätsüberprüfung dient, wenn man angibt weniger Geld auszugeben als der Regelsatz. Damit werden praktisch die -20% plausibilisiert.


    Die Bezüge von deinen Eltern gelten als Einkommen und werden auch angerechnet. Wie du es nachweisen kannst, das kann dir der Bearbeiter sagen. Ich schätze entweder über Kontoauszüge oder einen Schreiben/Vertrag von den Eltern.


    Das Vermögen dürfte ich durch Kontoübersichten nachweisen. Quellen sind unerheblich, vielleicht nur für die letzten 12 Monate. Das Vermögen unter 60T€ an sich auch. In deinem Fall brauchst du das Vermögen aber als Nachweis, dass du dein Lebensunterhalt leisten kannst.


    Zinsen sind übrigens auch Einkommen.


    Es gibt im Netz auch hübsche Rechner um das fiktive Wohngeld erstmal auszurechnen.


    Und zunächst ist das Einkommen der letzten 12 Monate wichtig. Auf dieser Grundlage wird das zukünftige Einkommen geschätzt, wenn sich noch keine Änderungen in der Einkommenssituation ergeben haben.


    Es werden so viele Nachweise gefordert, dass viele erstmal aufgeben. Du musst dran bleiben.