WG Wohngeld Anträge

  • Hallo, ich bin gerade in folgender Situation: mein erstes Studium habe ich angeschlossen bin nun nicht mehr Ausbildungsfőrderungsberechtigt und möchte gern Wohngeld beantragen. Ich wohne in einer Wohnung in der die Kaltmiete 473€ beträgt, alle weiteren Kosten sind 115€. Ich habe aber noch eine Studentin als untermieterin, die die Hälfte von allem bezahlt. Nun habe ich keine Einnahmequelle mehr. Nur meine Großeltern überweisen mir monatlich noch 220€.


    Habe ich nun Anspruch auf Wohngeld und wie viel? Was muss ich denn alles beim wohngeldamtamt vorzeigen? Mietvertrag untermietvertrag und was noch? Muss ich kontoauszüge mitbringen (aber ja aber vorher mehr Geld bekommen...)



    Oder ist das mit der Studentin egal - habe gehört, dass in WGs jeder Student als eigener Haushalt zählt...


    Danke schon mal im Voraus!

  • Ich wohne in einer Wohnung in der die Kaltmiete 473€ beträgt, alle weiteren Kosten sind 115€. Ich habe aber noch eine Studentin als untermieterin, die die Hälfte von allem bezahlt. Nun habe ich keine Einnahmequelle mehr. Nur meine Großeltern überweisen mir monatlich noch 220€.


    Sofern du kein Vermögen hast, welches du für deinen Lebensunterhalt einsetzen kannst, ist dein Einkommen zu gering um Anspruch auf Wohngeld zu haben.


    Da das Wohngeld nur ein Zuschuss zu den Wohnkosten ist, muss ein gewisses Mindesteinkommen nachgewiesen werden, um Wohngeld zu erhalten. Damit will der Gesetzgeber vermeiden, dass das Wohngeld zu anderen als den Wohnzwecken verwendet wird. Die Regelung über das Mindesteinkommen ergibt sich aus den VwV 15.01 ff (Verwaltungsvorschriften) zum § 15 WoGG.
    Quelle: Wohngeld Mindesteinkommen

  • Ja aber ich muss ja eigentlich auch nur die Hälfte von der Miete bezahlen - gut im Mietvertrag steht drin, dass ich hauptmieter bin und zahlen muss, aber die Studentin gibt mir ja die Hälfte dazu - habe ich dann immer noch zu wenig?


    Das heißt ich müsste mir einen Job suchen und mehr verdienen, um Wohngeld zu bekommen? Aber wie viel mehr müsste ich denn dann verdienen?

  • Du zahlst von 473,00 € Miete und 115,00 € weiteren Kosten die Hälfte, also insgesamt 294,00 €. Du bekommst aber nur 220,00 €. Du hast also nicht mal genug, um deinen Mietanteil zu zahlen, vom sonstigen Lebensunterhalt mal ganz abgesehen. Das könnte auch mit Wohngeld nie funktionieren, da das Wohngeld nur ein Zuschuss zu den Wohnkosten ist.


    Man bekommt niemals die volle Miete als Wohngeld sondern nur einen Teil. Deshalb prüft die Wohngeldstelle, ob das ganze plausibel ist. Aber das hat Theo ja schon erklärt (Thema Mindesteinkommen).

  • Habe mir gerade das mit dem Mindesteinkommen durchgelesen und jetzt rechne ich hier mal kurz vor, wie es bis jetzt immer war (nun aber nicht mehr ist):


    AUSGABEN:
    Meine Kaltmiete betrug 473€
    Strom und Heizung 114€
    Telefon Internet 26€


    EINNAHMEN:
    Eltern 260€
    Großeltern 220€
    Mitbewohnerin 294€
    Nebenjob 200-300€


    Nun fällt aber auf jeden Fall der Nebenjob weg (da ich gerade in der Examensphase bin), meine Eltern könnte ich Vllt noch überreden, mir weiterhin den Betrag zu bezahlen, meine Großeltern machen dies sowieso.



    ABER laut der Faustformel f. das Mindesteinkommen (Regelsatz zzgl. ggfls. Mehrbedarf (§ 21 SGB II) + Warmmiete) müsste mein Mindesteinkommen betragen:


    385€ (Regelsatz) + (473€ Kaltmiete + 77€ Heizkosten + 37€ Strom-> oder zählt Strom nicht?) = 972€


    80% davon, wären also: 777,60€


    Wenn meine Eltern wirklich noch weiter bezahlen sollten, hätte ich jedoch nur:
    220€ (Großeltern) + 294€ (Mitbewohnerin) + 260€ (Eltern) = 774€


    Das heißt ich hätte 3,60€ zu wenig -> wird da ein Auge zugedrückt, oder ist man da auf dem Amt so genau, dass ich dann eben wegen dieser fehlenden knapp 4€ nichts bekomme?



    Vielen Dank im Voraus und sorry wegen der vielen Fragen!

  • Hallo,


    Dein Denkfehler sind schon die 20% - die werden Dir nicht automatisch abgezogen, sondern nur, wenn Deine Angaben plausibel sind.


    Der zweite Denkfehler ist das mit der Untermieterin: vieles von dem, was Du schreibst, weist auf eine Wirtschaftsgemeinschaft hin, bei der also auch die Untermieterin mit zu berücksichtigen ist.


    Und schließlich beträgt der Regelsatz 399 € und nicht 385 €.


    Gruß!

  • Oh sorry na in dem Link steht 385€ - ja die Angaben sind die, welche Einnahmen ich zur Zeit habe - also geradeso 80% von dem Mindestlohn. Wie meinst du das mit der wirtschaftsgemeinschaft? Es ist ne ganz normale Studenten-WG wobei sie noch ihr erststudium macht und ich schon ein Studium abgeschlossen habe - kannst du das bitte mal genauer erklären?) Ich bin hauptmieter der Wohnung und habe mit ihr einen untermietvertrag abgeschlossen)
    Meinst du, dass es nicht reicht wohngeld zu bekommen oder wie meinst du das? Wäre lieb wenn du dich auskennst und mir das alles mal etwas genauer erklären würdest - vielen Dank im Voraus ;-)

  • Hallo,


    der Umstand, daß die Studentin "von allem die Hälfte zahlt" weist allein schon auf eine Wirtschaftsgemeinschaft hin. Es ist nicht glaubwürdig, daß zwei Personen, die nichts miteinander zu tun haben, genau den gleichen Verbrauch wie jeweils der andere haben. Wenn aber einer der beiden einen geringeren Verbrauch von meinetwegen Strom hat und dennoch im Beispiel die Hälfte der Stromrechnung übernimmt, zahlt er für den anderen den Strom mit - sie wirtschaften also zusammen.


    Gruß!

  • Ja das habe ich nun verstanden doch nun lass dich doch bitte nicht so betteln- habe ja noch mehr Fragen. Wie ich ja schon schrieb ist es eine ganz stinknormale WG ist es dann nicht möglich Wohngeld zu beantragen, bzw wie wäre es denn in meinem Fall - hab ja alle Kosten und Einnahmen offen gelegt. Ich habe gelesen, dass bei einer Studenten wg jeder Student als eigener Haushalt berechnet wird - wäre das dann in meinem Fall nicht genauso? Wie ist es denn wenn man sie berücksichtigt- würde ich dann in meinem Fall kein Wohngeld bekommen?


    Kann mir denn niemand dabei helfen? Ich steig hier bei allem nicht wirklich durch :-(

  • Hallo,


    Zitat

    doch nun lass dich doch bitte nicht so betteln- habe ja noch mehr Fragen


    Und die sind im Prinzip schon beantwortet.


    Zitat

    wäre das dann in meinem Fall nicht genauso?


    Auch dazu habe ich nun mehrmals etwas geschrieben.


    Zitat

    Wie ist es denn wenn man sie berücksichtigt- würde ich dann in meinem Fall kein Wohngeld bekommen?


    Woher soll ich das wissen? Du schreibst nichts über die Einnahmen der Mitbewohnerin und meine Glaskugel ist defekt.


    Gruß!

  • Ok ich entnehme auch aus allen anderen Beiträgen, dass es sich sehr schwierig gestaltet Informationen von dir zu bekommen, vllt kannst du mir wenigstens die Frage beantworten, ob es richtig ist, wenn man eine Studenten WG gemeinsam führt, dass beide Studenten wie ein separater Haushalt berechnet werden?


    Vllt haben die anderen noch eine wertvolle Information, denn meine glaskugel ist leider auch defekt ;-)

  • Hallo,


    Zitat

    Ok ich entnehme auch aus allen anderen Beiträgen, dass es sich sehr schwierig gestaltet Informationen von dir zu bekommen,


    Was für eine blödsinnige Aussage. Ich habe Dir nun geduldig Informationen zu Deinen Fragen gegeben, habe Dich darauf hingewiesen, daß ich eine Frage nicht beantworten kann, weil Du keinerlei Infos dazu schreibst - und Du meinst, mich dafür nun angehen zu können?


    Auch Deine aktuelle Frage habe ich bereits zweimal beantwortet. Wenn Du nicht in der Lage bist, Antworten zu lesen, solltest Du das nicht auf andere schieben.


    Ich bin hier raus!

  • Hallo,


    wieso sollte ich über deine ziemlich sinnlose Art nachdenken, Hilfe durch nichtlesen und anmaßende Postings zu erhalten?


    Davon abgesehen - was sollen denn andere noch antworten? Deine Fragen wurden beantwortet. Das Du diese Antworten nicht lesen kannst oder willst, ist ausschließlich Deine Angelegenheit.


    Gruß!

  • Hallo ich habe etwas recherchiert ([url=http://www.123recht.net/Wohngeld-setzt-nicht-nur-ein-Hoechsteinkommen,-sondern-auch-eine-Mindesteinkommen-voraus-__a155536.html]Wohngeld setzt nicht nur ein Höchsteinkommen, sondern auch eine Mindesteinkommen voraus Sozialrecht 123recht.net[/url])
    und dabei folgendes festgestellt:


    Mein mindesteinkommen müsste betragen:


    399€ (Regelsatz) + 78€ Krankenkasse + 293€ (Bruttowarmmiete + Strom) = 770€
    Bei der 20% Regelung wären es 690,20€


    Sollte ich dieses mindesteinkommen nicht erreichen müsste ich diesen differenzbetrag aus Vermögen finanzieren können, um Wohngeld zu bekommen. Laut wohngeldrechner wären es dann 136€ - sofern man diesem Rechner Vertrauen schenken kann...


    Ist das so korrekt?

  • Hoppel : habe mich noch etwas genauer informiert und muss dir sagen, dass du in dem Punkt mit der Wirtschaftsgemeinschaft Unrecht hattest! Für alle anderen - schon seit 2009 verhält es sich wie folgt:


    Im Falle einer WG ggfls. der Pro-Kopf-Anteil der nicht-wohngeldberechtigten MitbewohnerInnen. Um das zu erklären, müssen wir etwas weiter ausholen:


    Wohnt Ihr in einer Wohngemeinschaft mit anderen Studierenden oder sonstigen Leuten zusammen, die keine Haushaltsmitglieder sind (s.o. unter 4.), wurde bislang vermutet, dass Ihr eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft bildet und das Wohngeld wie bei Familienangehörigen berechnet. So sollte dafür gesorgt werden, dass Ihr als Nicht-Familienmitglieder nicht finanziell besser gestellt seid als Familienmitglieder. (Eine Summe an Einzelhaushalten erhält im Ergebnis mehr Geld als ein Mehrpersonenhaushalt, auch wenn jeweils die gleiche Wohnfläche zur Verfügung steht). Diese Vergleichsrechnung ist zum 1.1.2009 entfallen. (Zur Begründung siehe Bundestags-Drucksache 16/8918 S. 47 f.) Es wird also deutlich einfacher - auch für Euch, denn es entfällt mühsamer Begründungsaufwand, warum und wieso Ihr nicht zusammen wirtschaftet, obwohl Ihr in einer Wohnung wohnt.


    Manch einen mag verunsichern, dass es in § 5 Abs. 4 Wohngeldgesetz trotz der beschriebenen Vereinfachung immer noch die Formulierung gibt, dass das Vorliegen einer Wirtschaftsgemeinschaft vermutet wird, wenn Personen in einer Wohngemeinschaft zusammenleben. Hierzu sei angemerkt, dass diese Aussage nicht für sich steht, sondern im Kontext der gesamten Vorschrift zu lesen ist. Sie gilt folglich nur für den Fall, dass auch die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllt sind, die Personen also zum Haushalt gehören. Die Auflistung der Haushaltsangehörigen in Absatz 1 wäre ansonsten überflüssig.


    Nunmehr gilt Folgendes.


    Gibt es einen Hauptmieter und die anderen haben Untermietverträge, gilt das soeben unter b. Gesagte: Jeder einzelne kann für seinen Anteil an der Wohnung einen Wohngeldantrag stellen, sofern Wohngeld für ihn in Betracht kommt. Die anteiligen Mietkosten richten sich dabei im Wesentlichen nach der Größe des bewohnten Zimmers.

  • Hallo, ich bin hier neu und weiß nicht wie man hier postet, doch es ist dringend.


    Ich brauche eure Hilfe, komme jetzt ins 5.te Semster und kriege laut Bafög-Bescheid nur 132eu Bafög :(
    Von meinen Eltern bekomme ich nichts, und davon muss ich leben und meine Miete bezahlen 180eu (wohne in einer WG mit einer anderen Studentin)


    Habe ich Anspruch auf Wohngeld? Oder kann ich aufstocken durch SGB12? Ich will das Studium wegen dem blöden Geld nicht aufgeben.


    Bin für jede Hilfe sehr dankbar.

  • LETZTES UPDATE:


    Um nun das Ganze mal abschließend zu klären, möchte ich allen berichten wie es ausgegangen ist:
    Ich bin zum Amt, habe denen meine Situation dargelegt, dass ich Student bin, nicht mehr Bafög-berechtigt und mit einer anderen Person zusammen in einer Studenten-WG lebe.



    der Umstand, daß die Studentin "von allem die Hälfte zahlt" weist allein schon auf eine Wirtschaftsgemeinschaft hin. Es ist nicht glaubwürdig, daß zwei Personen, die nichts miteinander zu tun haben, genau den gleichen Verbrauch wie jeweils der andere haben.
    Gruß!


    Das stimmt nicht, denn das Amt hat dies sehr wohl als glaubwürdig empfunden!

    Des Weiteren war auch die 80% Regelung kein Problem!


    Ich kann allen nur empfehlen direkt zum Amt zu gehen und hier nicht auf überschlaue Kommentare zu hören, denn hätte ich das getan, wäre ich nie da gewesen und würde jetzt auch kein Wohngeld bekommen.
    Damit ist die Gretchenfrage auch beantwortet - ich bekomme sehr wohl Wohngeld und das war auch nicht mit großen Mühen verbunden!


    Grüße

  • Hallo,


    dann hast Du Glück gehabt. Nach Deinen eigenen Angaben hättest Du keinen Anspruch gehabt.


    Zitat

    Ich kann allen nur empfehlen direkt zum Amt zu gehen


    Selbstverständlich. Im Gegensatz zu einem Amt, bei dem konkrete Unterlagen vorgelegt werden müssen, kann im Internet nur vermutet werden - eben weil hier keiner Deine tatsächliche Situation kennen kann.


    Zitat

    und hier nicht auf überschlaue Kommentare zu hören


    Naja. Im Internet kann man nur auf die allgemeine Gesetzeslage aufmerksam machen - nicht aber auf Deine individuelle Situation. Insofern ist eigentlich Dein Kommentar theoretisch "überschlau" - in der Praxis aber ziemlich sinnlos.


    Aber egal. Du weißt ja sowie so alles besser...


    Gruß!