Bafög und Übungsleiterpauschale

  • Hallo zusammen.


    Vielleicht kann mir hier jemand bei einer Detailfrage zur Übungsleiterpauschale helfen, wo ich über die Sachbearbeiterin nicht weitergekommen bin.


    Der Fall sieht so aus:


    Ich habe mein Studium beendet und zum Abschluss der Bafögzahlungen soll ich noch die letzten Abrechnungen und Honorarnachweise für 6 Monate einreichen, welche ich vergessen hatte.
    Das ist an sich kein Problem, nur komme ich doch relativ weit über den Freibetrag und müsste einiges zurückbezahlen.
    Nun ist es so, dass meine freiberufliche Tätigkeit neben dem Studium unter die Übungsleiterpauschale fallen müsste:


    -Hauptberuf: Studium Musikerziehung Vollzeit
    -Nebenberuf: freiberuflich als Musikpädagogin für 6 h die Woche in einer Kindertagesstätte, welche als Verein eingetragen ist


    Nun würde ich gerne die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen, das werde ich auch in meiner Steuererklärung so machen, welche aber für dieses Jahr noch nicht ansteht.


    Das Bafögamt wollte, dass auf den rechnungen die Übungsleiterpauschale vermerkt ist, was meiner meinung nach nicht nötig ist, sondern das Finanzamt das festsetzt.


    Wie kann ich also dem Bafögamt nun eine Auskunft geben, dass bis zu 2400 euro unter die ÜL-Pauschale fallen? Was habe ich für Möglichkeiten? Den Steuerbescheid werde ich noch lange nicht vorliegen haben.
    Würde eine schriftliche Bestätigung des Vereines reichen, dass ein Teil meines Honorars unter die ÜL-Pauschale fällt?


    Und: kann ich die vollen 2400 "ausnutzen" also als steuerfrei angeben auch wenn die Tätigkeit welche darunterfällt nur 7 Monate der Jahres ausgeübt wurde, oder muss ich das anteilig rechnen?


    Vielen Dank im Voraus, wenn sich da jemand auskennt und helfen kann.

  • Hallo,


    Zitat

    Das Bafögamt wollte, dass auf den rechnungen die Übungsleiterpauschale vermerkt ist, was meiner meinung nach nicht nötig ist, sondern das Finanzamt das festsetzt.


    Deine Meinung ist da relativ unbedeutend. Auch setzt nicht das Finanzamt die ÜLP fest, sondern der Verein zahlt diese auf Grund seiner Statuten. Insofern ist die Forderung des Amtes durchaus sinnvoll, weil für das Amt aus einer normalen Rechnung nicht ersichtlich ist, ob es sich um Honorar z.B. für eine Feststelle, um ein Praktikum oder eben die ÜLP handelt.


    Gruß!

  • Vielen Dankfür die Antwort!
    Die Meinung war eine Vermutung die auf aussagen des finanzamtes beruhte;)
    Weisst du denn, ob der Verein mir im Nachhinein etwas schriftliches ausstellen könnte,
    dass ein Teil des Honorars der letzten 7 Monate über die ÜL abgerechnet wird bzw wurde?
    vielen grüsse

  • Hallo,


    Zitat

    Weisst du denn, ob der Verein mir im Nachhinein etwas schriftliches ausstellen könnte,
    dass ein Teil des Honorars der letzten 7 Monate über die ÜL abgerechnet wird bzw wurde?


    Das sollte keinerlei Probleme machen, sofern es sich um eine echte ÜLP handelt und der Verein laut Statuten dazu berechtigt ist.


    Gruß!

  • Hallo,
    wenn eine solche Tätigkeit wie hier auf Dauer angelegt ist,
    sollte dies in einem Vertrag festgehalten sein. Selbst der Verein
    kann sich mit solchen Handlungen selbst schädigen, wenn solche
    angekauften Dienstleistungen ohne Vertrag abgewickelt werden.
    Du musst das unbedingt noch (dieses Jahr) klären, bevor für den
    Verein das Wirtschaftsjahr abgelaufen ist. Wenn er Dir nachträglich
    eine solche Bescheinigung ausstellt, ist für Dich gut, ob es dann auch
    für den Verein gut/ empfehlenswert ist, muss dieser selbst,
    nicht zuletzt anhand seines steuerlichen Status prüfen.
    Hoppel hatte dies ja schon angedeutet.


    dms

  • Danke euch beiden, dann gibt es ja doch noch Hoffnungsschimmer ;)


    Die freiberufliche Arbeit lief über einen Honorarvertrag und ich habe Rechnungen gestellt.
    Ist das gut oder schlecht in diesem Falle?


    Liebe Grüße

  • Danke euch beiden, dann gibt es ja doch noch Hoffnungsschimmer ;)
    Die freiberufliche Arbeit lief über einen Honorarvertrag und ich habe Rechnungen gestellt.
    Ist das gut oder schlecht in diesem Falle?
    Liebe Grüße


    Hallo,
    bisher eher NEUTRAL.
    Wir wissen nicht, was in deinem Vertrag drin steht. Mir sind z.B. auch Verträge bekannt, wo drin steht,
    dass der Honorarempfänger selbst für die Abführung/ Anmeldung von Steuern und Sozialabgaben zuständig ist.
    Die Übungsleiterpauschale ist ja eine individuelle Freibetragsgeschichte bezogen auf Deine Steuerklärung. Insoweit könnte der Verein, bei einer solchen Vertragsgestaltung, gar nicht wissen,
    ob und wieviel von dem Honorar (noch) unter die Steuer- und Abgabenfreiheit (SV) fällt.
    Du brauchst z.B. bloss zwei parallel laufende Honorarverträge zu haben.
    Also kann es durchaus sein, dass Dir der Verein eine solche Bescheinigung nicht ausstellen kann.
    Du hast aber deinen Honorarvertrag unter diesem Aspekt bestimmt schon durchgearbeitet.


    dms
    PS:wenn der Verein keine Bescheinigung ausstellen würde, müsstest Du anhand des Vertrages, der Rechnungen
    dies dann so schriftlich begründet einreichen.
    Hinsichtlich der Zeiträume fehlen mir noch Angaben (deine Frage im ersten Beitrag)