Freundin macht Ausbildung, Eltern unterstützen finanziell nicht, Wohnung?

  • Hallo und Entschuldigung falls ich in der falschen Kategorie gelandet bin.


    Folgendes ist das Problem und ich hoffe Sie bzw ihr könnt mir weiterhelfen, wäre wirklich super.


    Meine Freundin hat ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin begonnen. Da diese Ausbildung in unserer kleinen Stadt nicht angeboten wird muss sie morgens 30 Minuten mit dem Fahrrad zum Bahnhof radeln, dort in den Zug steigen und die ca 60 km (in etwas 1 Stunde Fahrzeit) zu ihrem Ausbildungsplatz in einer anderen Stadt zurücklegen.


    Sie wollte jetzt Bafög beantragen was ihr weil es ein schulische Ausbildung mit praktischen Teil ist wohl auch zusteht.


    Ihr Eltern unterstützen sie finanziell überhaupt nicht, ganz im Gegenteil, die Mutter ist krank und der Vater verdient in seinem Beruf nicht viel Geld. Also bleibt alles an ihr hängen.


    Meine Freundin bekam jetzt ein Schreiben bezüglich ihres Bafög Antrags das sie doch bitte einen "MIETVERTRAG" nachweisen soll und dann würde sie BAFÖG bekommen..... Ähm ja.


    Ich frage mich jetzt. Wie soll sie ohne finanzielle Unterstützung bei einem Taschengeld welches ihre Arbeitsstelle zahlt "200 Euro im Monat" eine Wohnung ohne Bafög anmieten können? Das geht doch überhaupt nicht.


    Ich selbst kann ihr leider keine Wohnung aus der Tasche zaubern da ich selbst noch in der Ausbildung bin.


    Kann mir jemand sagen wie man das bewerksstelligen kann? Wie es mit einer Wohnung klappen könnte? Ich als ihr Freund mach mir natürlich teils Vorwürfe das ich ihr nicht mehr Unterstützung geben kann. Und Nein, dies soll kein: wie kann ich die Stelle austricksen Thread sein, sondern ein: Wie bekommt meine Freundin die Unterstützung die ihr auch zusteht Thread


    Falls es mit Alter ihrerseits zu tun hat: Meine Freundin ist 20 Jahre alt.


    Wäre toll wenn jemand einen Ratschlag hätte oder selbst schon Erfahrung damit gesammelt hat, bin für alles offen, auch Kritik eurerseits ist natürlich ebenso willkommen.


    Vielen Dank für die Zeit des Lesens und eure Antworten im voraus.


    Mfg

  • Hallo,


    Zitat

    Ich frage mich jetzt. Wie soll sie ohne finanzielle Unterstützung bei einem Taschengeld welches ihre Arbeitsstelle zahlt "200 Euro im Monat" eine Wohnung ohne Bafög anmieten können? Das geht doch überhaupt nicht.


    Und ich frage mich jetzt, wie es mit dem Kindergeld aussieht, welches die Eltern erhalten und an die Tochter weiterleiten müssen, wenn sie nicht mehr bei den Eltern wohnt. Und weiterhin frage ich mich jetzt auch, warum sich Deine Freundin eine eigene Wohnung leisten muß, wenn die Entfernung zwischen Eltern- und Ausbildungsort bei 1 Stunde liegt und also durchaus zumutbar ist. Und schließlich und endlich frage ich mich jetzt, warum ich als Steuerzahler für eine eigene Wohnung für Deine Freundin aufkommen sollte, wenn diese offensichtlich nicht nötig ist.


    Soviel Fragen...


    Gruß!

  • Hallo und Danke für die Antwort.


    Es ist wie folgt, sie steht um 3 Uhr morgens auf um um 6.30 Uhr bei ihrer Arbeitsstelle zu sein. Dort 9 Stunden arbeiten, dann nach Hause nochmal 1 1/2 Stunden. Sie ist dann im Durchschnitt um 17-17.30 Uhr zu Hause. Und da ihre Arbeit nicht gerade leicht ist, sie für ihre Ausbildung lernen soll und vor allem muss sollte eine Wohnung vor Ort verfügbar werden einfach um die Ausbildung leichter in Angriff nehmen zu können. Wechselschichten von Spät auf Früh (Spät ist sie 23 Uhr zu Hause früh wie oben geschrieben, 3 Stunden Schlaf in etwa, so klappt es einfach nicht auf Dauer).


    Das Kindergeld geht schon fürs Zugticket drauf, 190 Euro beim Schülerticket). Dazu kommen Bücher, Kopiergeld, Schulgeld welches zu zahlen ist usw.


    Nötig wird die Wohnung halt schon aus oben genannten Gründen. Das man für seine Ausbildung vieles in Kauf nimmt ist voll akzeptabel, mach ich ja auch, aber so geht es nicht weiter.


    Zwischen ihren Eltern und ihr ist das Verhältnis dank der Alkoholerkrankung ihrer Mutter mehr als nur kaputt, psychisch gehts gar nicht muss man sagen.


    Darum ist eine Wohnung auf Dauer einfach nicht aus den Gedanken zu bekommen. Es muss ja nichts großes weltbewegendes sein, aber eine Möglichkeit vor Ort zu sein.


    Eine Art Wohnheim gibts dort leider nicht.


    Warum man für eine Wohnung aufkommen sollte bzw BAFÖG ist offensichtlich wenn man ehrlich mit sich selbst ist. Jeder hat man Unterstützung oder Hilfe bekommen, egal ob beruflich oder privat. Aber das vergisst man ja schnell. Sie ist einfach eine Person die Stolz ist arbeiten gehen zu dürfen, den Beruf zu haben den sie unbedingt wollte, sie will nichts beantragen, aber ohne geht es einfach nicht mehr.


    Ich hoffe ich konnte ihre Fragen beantworten.


    Mfg

  • Wechselschichten von Spät auf Früh (Spät ist sie 23 Uhr zu Hause früh wie oben geschrieben, 3 Stunden Schlaf in etwa, so klappt es einfach nicht auf Dauer).


    Wann endet die Spätschicht?


    Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben (§ 5 Abs. 1 ArbZG).

  • @ Hoppel: Ja, der Antrag wurde beantwortet, das zur Auszahlung bzw. Genehmigung eben ein Mietvertrag für eine Wohnung vorliegen soll.
    Die 200 Euro sind eine Zahlung die wohl jedes Wohnheim für "Behinderte" ihren Auszubildenden ,die Heilerziehungspflege lernen,zahlt. Ich versteh dies als Ausbildungsvergütung obwohl es das wohl nicht ist, es heißt wohl Taschengeld. Ob es eine freiwillige Zahlung ist kann ich gerade nicht abschätzen. Ich seh meine Freundin nur an den Wochenenden und müsste da Rücksprache mit ihr führen.


    @ Theo: Ihre Spätschicht endet regulär um 21 Uhr. Nur weil ihr Zug erst um 21.56 Uhr Abends fährt, sie dann 22.40 -22.50 Uhr am Bahnhof ihrer Heimatstadt ist und dann noch 30 Minuten nach Hause zu ihren Eltern fährt kommen eben diese "schlimmen" Zeiten zusammen.


    Nur aus dem Grund frag ich auch hier nach ob es da Hilfsmöglichkeiten gibt, weil so kann es nicht weitergehen, sie ist wirklich mit Eifer dabei, freut sich sogar wenn sie zur Arbeit kann, ihr macht es Spaß und sie will es unbedingt durchziehen aber man merkt einfach das diese ständige Fahrerrei sie kaputt macht.


    Es ist auch nicht so das ich mich jetzt hier hinstelle und über die Regelungen schimpfe oder mich aufrege, aber mich würde als sogesehen Aussenstehender einfach interessieren wie andere es geschafft haben eine Wohnung gestellt zu bekommen, vor Ort arbeiten zu können, ihre Ausbildung, die später ja dazu führt das man ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft wird, mit guten Gewissen und vor allem Noten abschließen zu können.


    Ich danke euch Beiden schon mal für die Antworten und wünsche erstmal einen schönen Abend.


    Mfg

  • @ Theo: Ihre Spätschicht endet regulär um 21 Uhr. Nur weil ihr Zug erst um 21.56 Uhr Abends fährt, sie dann 22.40 -22.50 Uhr am Bahnhof ihrer Heimatstadt ist und dann noch 30 Minuten nach Hause zu ihren Eltern fährt kommen eben diese "schlimmen" Zeiten zusammen.


    Dann darf der Arbeitsbeginn am nächsten Tag frühestens um 8 Uhr sein.


    Verstößt der Arbeitgeber regelmäßig gegen das Arbeitszeitgesetz sollte sie ihn darauf ansprechen. Gibt es einen Betriebsrat? Als letzten Schritt, kann sie sich an die Gewerbeaufsicht wenden.

  • Hallo,


    warum muss es denn immer gleich eine eigene Wohnung sein !!!
    1. Schritt ein möbiliertes Zimmer, welches gemietet wird.
    Nachweis (Mietvertrag) an das BAföG-Amt
    2. BAföG-Bescheid prüfen und wissen, was zur Verfügung steht.
    3. Finanzen überrechnen
    4. dann entscheiden, ob eine eigene Wohnung finanzierbar ist


    Bietet das Wohnheim evtl. auch eine Unterbringung an ?


    dms