Keine ausreichende Förderungssumme!

  • Liebe Bafög-Experten,


    folgendes Anliegen habe ich auf dem Herzen bzw. auf dem Magen:


    im Juli letzten Jahres habe ich nach zwei Semestern mein Studium an einer Universität aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben.
    Ab September dieses Jahres, bin ich an einer Fachschule eingeschrieben, und beginne dort eine Vollzeitausbildung zur Kulturpädagogin, da dies eine private Fachschule ist, ist jeden Monat ein Zahlungsbetrag von 100 Euro fällig.
    Den Voraussetzungen zufolge, habe ich Anspruch auf Schüler-Bafög.


    -Antrag wurde gestellt, bis jetzt liegt mit der Bescheid nicht vor
    Allerdings, nach dem heutigen Telefonat ergab sich, dass mir der Bescheid bis spätestens nächster Woche zugeschickt wird und ich mit einem Förderungsbetrag von 246 Euro zu rechnen habe!


    -Ich führe einen eigenen Haushalt mit einer Miete von über 300 Euro, aber unter 350!
    - Kindergeld darf nicht als Einkommen angerechnet werden
    - Eltern sind nicht förderungsfähig
    - Entfernung zwischen Eltern und Ausbildungsstätte ist ebenfalls angemessen (Eltern leben in Stuttgart, Ausbildungsstätte in Berlin)


    Angenommen meine Wohnkosten werden vom Amt gedeckt (310 Euro)
    Von den 246 Euro ziehe ich 100 ab, (Schulkosten) so bleiben 100 Euro übrig!
    Mit dem Kindergeld bleiben mir im Monat 284 Euro. Aber, das Kindergeld darf nicht als Einkommen angerechnet werden, so bleibt ein Restbetrag von 100 Euro übrig, von dem ich theoretisch leben soll?
    Das kann ja wohl nicht stimmen!
    Sogar der Mindestsatz des Hartz 4 liegt deutlich höher.
    Dieser Seite nach habe ich Anspruch auf mindestens 216 Euro!?


    Schüler-BAföG - Förderung von Schülern


    Meine Frage ist nun: Lege ich einen Widerspruch ein, wenn ja, welche Belege sollte ich vorweisen, dass ein Betrag von 246 Euro meine Lebenskosten nicht deckt. Summa summarum verbleiben mir 100 Euro( und von diesen soll ich noch meine Nebenkosten, wie Fahrkarte, Telefon, Internet, Nahrung bezahlen) ich schätze, es bedarf nicht einmal an Belegen, dass solch eine Summe, zum Leben nicht zumutbar ist.


    Hat jemand schon mal mit dem Schüler BAföG Erfahrungen gemacht?



    Hoffe auf Antworten!
    LG Raja

  • Deine Eltern sind also nicht förderungsfähig????????
    Schuldgeld ist dein Privatvergnügen und muss wenn mit dem BAföG bezahlt werden, da gibt's nix extra.
    Wenn ein Förderbetrag dir gesagt wurde von 246 €, dann ist unter Garantie bei den Eltern anrechenbares Einkommen vorhanden oder du hast Vermögen.

  • ....
    Angenommen meine Wohnkosten werden vom Amt gedeckt (310 Euro) ....
    Hoffe auf Antworten!
    LG Raja


    Hallo,
    welches Amt soll die Wohnkosten deiner Meinung nach übernehmen?
    BAföG bestimmt nicht, evtl meinst Du das JobCenter?
    Im BAföG ist in manchen Fällen lediglich eine pauschale Berücksichtigung der Miete enthalten.
    In diesen Fällen kann man eine Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der unterbringung beim JobCenter beantragen.



    ....
    Von den 246 Euro ziehe ich 100 ab, (Schulkosten) so bleiben 100 Euro übrig!
    ....
    Hoffe auf Antworten!
    LG Raja


    Wo steht im BAföG, dass die Schulgebühren übernommen werden bzw. in die Berechnung einbezogen werden?
    Schulgeühren sind daher als deine private Ausgabe zu betrachten. Wie Du jedoch deine privaten Ausgaben gestaltest,
    darauf hat BAföG doch absolut keinen Einfluss.


    ....
    Mit dem Kindergeld bleiben mir im Monat 284 Euro. Aber, das Kindergeld darf nicht als Einkommen angerechnet werden, so bleibt ein Restbetrag von 100 Euro übrig, von dem ich theoretisch leben soll?
    Das kann ja wohl nicht stimmen!
    ..
    Hoffe auf Antworten!
    LG Raja


    Wenn Du schon DEINE Ausgaben und Einnahmen vergleichst, dann bitte alles auf den Tisch, und nicht nur BAföG als Einnahme.



    Hast Du schon mal im Gesetz (BAföG) geschaut?
    Dort werden die Bedarfssätze vorgegeben; Du willst mehr als im Gesetz steht, also
    wäre doch die Konsequenz des Widerspruches, dass es nicht mehr geben kann, als im Gesetz
    max. vorgesehen.


    ....
    Angenommen meine Wohnkosten werden vom Amt gedeckt (310 Euro)
    ....
    Hoffe auf Antworten!
    LG Raja


    Es bliebe daher die Frage, ob Du evtl. einen Anspruch auf ALG II hast.
    Der § 7 Abs. 5 und 6 SGB II könnten da evtl. Auskunft geben.


    Und wenn dies auch nicht greift, wäre ja noch die Unterhaltspflicht der Eltern zu betrachten/ einzufordern.



    Was willst Du mit den Belegen erreichen?
    Im übrigen, aber da ich kein BAföG-Profi bin, kannn es durchaus sein, dass auch mehr als die 216 Euro möglich wären.
    Aber da sollen die BAföG-Profis was dazu sagen.
    Du selbst hast ja gesagt, dass Du



    also den wahrscheinlich höheren Bedarfssatz für auswärtige Schüler erhälst,
    aber u.U. aufgrund von Elterneinkommen
    sich weniger als Auszahlbetrag errechnet.
    Das angerechnete Einkommen musst Du natürlich von den Eltern einfordern.


    Und dann mach deine Einnahme und Ausgabe Berechnung nochmal.


    dms

  • Hallo dms,


    Zitat

    In diesen Fällen kann man eine Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der unterbringung beim JobCenter beantragen.


    Kann man. Wenn man über 25 Jahre alt ist oder eine Auszugsgenehmigung vom JC hat.


    Zitat

    Es bliebe daher die Frage, ob Du evtl. einen Anspruch auf ALG II hast.


    Es besteht kein Anspruch.


    Einen habe ich noch:


    Zitat

    Im BAföG ist in manchen Fällen lediglich eine pauschale Berücksichtigung der Miete enthalten.


    Streiche die Wörter "in manchen Fällen".


    :-)


    Gruß!