Bauspar- und Prämiensparvertrag

  • Hallo,


    im Normalfall werden bei solche Verträge zu Gunsten des Antragsstellers 10 Prozent abgezogen. Nur stellt sich mir die Frage, wenn ich von der Bank ein Schreiben erhalten sollte, dass ich beispielsweise zum Vertragsende jedes Jahr einen Zinsverlust von beispielsweise 100€ hätte, jedoch von der 10 Prozent Pauschalisierungsregel nur beispielsweise 200€ berücksichtigt werden, darf ich dann den höheren Verlust, welcher bis zum Vertragsende entstehen würde geltend machen bei der BaföG-Behörde?


    Besteht je nach Höhe des Zinsverlustes auch die Möglichkeit dies als Härtefall zu deklarieren? - unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft (=wirtschaftliches Verwertungshindernis)

  • Ich zitiere:


    "Als Lasten sind pauschal 10 vom Hundert des Guthabens abzuziehen. Auf Verlangen des Auszubildenden sind jedoch die nachgewiesenen Verbindlichkeiten, die ihm im Falle einer Verwertung vor Ablauf der Festlegungsfrist entstehen oder entstehen würden, zu berücksichtigen."


    Meine Frage zielte nicht darauf ab, ob ich es offenlegen sollte, sondern was davon abgezogen wird bzw. sogar in besonderen Fällen als Härtefall abgesehen werden kann.

  • Hallo,


    lies Dein eigenes Zitat bis zum ende durch:


    Zitat

    Als Lasten sind pauschal 10 vom Hundert des Guthabens abzuziehen. Auf Verlangen des Auszubildenden sind jedoch die nachgewiesenen Verbindlichkeiten, die ihm im Falle einer Verwertung vor Ablauf der Festlegungsfrist entstehen oder entstehen würden, zu berücksichtigen.


    Dieser Fall trifft nicht auf Dich zu, zumindest schreibst Du nichts davon, den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Im übrigen beziehen sich diese Lasten nur auf die Gebühren und Verluste, die sich bei einer vorzeitigen Auflösung des entsprechenden Vertrages ergeben.


    Gruß!

  • Okay, mein Fehler. Um es nochmal klar zu stellen. Nehmen wir an die BaföG-Behörde möchte, dass ich diesen Vertrag kündige und es würden mir jedes Jahr 50-100€ Zinsen verloren gehen mit einem Zeitraum von 20 Jahre, wie wird das vom Amt berechnet?


    Berechnet man dann einfach Guthabenstand (heute) - Zinsverlust bis Vertragsende?

  • Naja, ich gebe das an, pauschal werden erstmal 10 % abgezogen.
    Ohne den Vertrag aufzulösen, nimmt man dann den realistischen Zinsverlust in Betracht und tut das gegenrechnen?


    Beispiel: Guthabenstand (heute) 1.000€ - Zinsverlust 900 € (Laufzeit 20 Jahre)


    Würde dann nur 100€ angerechnet werden ?

  • Hallo,


    Zitat

    Ohne den Vertrag aufzulösen, nimmt man dann den realistischen Zinsverlust in Betracht und tut das gegenrechnen?


    Irgendwie habe ich das Gefühl, Du willst das ganze nicht verstehen. Du kannst doch nicht einen Bausparvertrag 20 Jahre vor Fälligkeit auflösen und dann ernsthaft erwarten, daß das BaföG-Amt für die entgangenen Zinsen für diese 20 Jahr aufkommt - zumal es zumindest aus Sicht des BaföGs keinen Grund für eine solche Auflösung gibt :confused:


    Ich bin raus.


    Gruß!

  • Du weist deinen Bausparer mit Stand zur Antragsstellung nach.
    z.B. 4.000,00 € davon werden 10% abgezogen. Macht 3.600,00 € an Vermögen.
    Hinzugezählt wird dann alles, was noch an Vermögen da ist.
    Wenn du dann über 5.200 € kommst, wird diese Summe (über 5.200) auf den gesamten Bewilligungszeitraum aufgeteilt und angerechnet.

  • Ja, soweit verstanden.


    Nur was ich nach wie vor nicht verstehe, Sandy_71, nehmen wir dein obiges Beispiel, inwiefern trifft das hier zu?


    "Auf Verlangen des Auszubildenden sind jedoch die nachgewiesenen Verbindlichkeiten, die ihm im Falle einer Verwertung vor Ablauf der Festlegungsfrist entstehen oder entstehen würden, zu berücksichtigen."

  • Dieser Prämierensparvertrag lediglich 2.000€. Diesen zu kündigen wäre ins eigene Fleisch schneiden. Mit Girokonto natürlich über den Freibetrag. Nochmal auf die Frage zurück zu kommen, wie kann ich mehr abziehen als 10 % den Satz ist für mich immer noch nicht so verständlich.