BAB Folgeantrag - Falsche bearbeitung - seit 3 Monaten ohne BAB

  • Hallo,
    vorweg ich bin im zweiten Jahr in der Ausbildung.
    Mitte Januar habe ich den Folgeantrag fristgerecht, soweit mir möglich vollständig eingereicht.
    (Mittlerweile stehen 3 BAB Monatszahlungen für mich im Prinzip aus).


    Nicht einreichen konnte ich einen "vollständigen Steuerbescheid" meines Vaters. Da mein Vater Selbstständig ist und zudem in einer Insolvenz. Somit habe ich, wenn ich mich recht erinnere, einen Einkommenssteuerbescheid vom Steuerberater abgegeben, woraus ersichtlich das er ein Jahresgewinn von knapp 14K € im letzten Jahr erzielte.
    Dies reichte nicht aus und es zog sich also hin...
    Dann wurde der Insolvenzverwalter eingeschaltet und hat der BAB-Stelle die Unterlagen soweit möglich! zugestellt.
    Daraus folgend gab es einen BAB-Bescheid mit ablehnung - angeblich um die 150K € Jahreseinkommen bei mein Vater.
    (was natürlich ein Witz ist!!! sonst wäre der 2-2,5 Mann Handwerksbetrieb niemals Insolvenz gegangen und ich würde garantiert kein BAB beantragen). Jedenfalls versicherte mir der Insolvenzverwalter das die BAB-Stelle seine Unterlagen nicht sorgfältig gelesen hat, er hatte sie extra aufbereitet bzw aufgesplittet.


    Jedenfalls habe ich nachdem ich letzten Monat den Bescheid bekommen habe, direkt via email Einspruch dagegen erhoben und diesen schriftlich (wegen Unterschrift) per Post nachgereicht. (email kam an, Brief nicht?!). Somit ungültig gewesen und den Brief nochmal abgesendet.
    Bisher habe ich keine Antwort erhalten, ich kann leider die Bearbeiterin telefonisch nicht erreichen, da ich während der Arbeitszeit nicht telefonieren kann und wenn nur zurückrufen - was nicht möglich ist da ich nur eine Hotline habe die mich nicht verbinden will. Und die Bearbeiterin ruft 1-2 Tage nachdem ich die Hotline anrufe zurück.
    Die einzige möglichkeit wäre mich im Büro bei der Arbeit anrufen zu lassen, aber das möchte ich nicht! o0.


    Danke dafür, wenn Ihr bis hierhin gelesen habt und ich hoffe hier hat jemand einen Ratschlag für mich was ich tun kann - ich konnte jetzt den Dritten Monat keine Miete mehr zahlen und weiß langsam nicht mehr weiter.

  • Hallo,


    Zitat

    Jedenfalls versicherte mir der Insolvenzverwalter das die BAB-Stelle seine Unterlagen nicht sorgfältig gelesen hat


    Viel Ahnung vom BAB hat der gute Mann scheinbar nicht...


    Zitat

    was natürlich ein Witz ist!!!


    Nö, kein Witz. Entscheidend ist das Einkommen Deines Vaters vor 2 Jahren - wenn er da schon nicht insolvent war, ist das durchaus nachvollziehbar und ein Widerspruch relativ sinnlos.


    Wenn ich mich recht erinnere, kannst Du einen Aktualisierungsantrag stellen - aber dazu wird Dir sicher dms mehr sagen können.


    Gruß!

  • Er war vor 2 jahren bereits insolvent, seit 2011 sogar.
    Beim Erstantrag gab es auch keine Probleme, bzw. konnte ich mit dem Sachbearbeiter (in dem Fall noch das übergeordnete Arbeitsamt aus dem Nachbarort noch direkt telefonisch Kontakt aufnehmen), sodass ich erst einen vorläufigen Bescheid bekommen habe und im nachhinein einen für 1,5 Jahre gültigen.


    Jedenfalls ist definitiv klar das mein Vater keinen höheren Jahresgewinn als 14K hatte im letzten Jahr bzw überhaupt seit Insolvenz.

  • Hallo,


    Zitat

    Er war vor 2 jahren bereits insolvent, seit 2011 sogar.


    Mag ja sein - ist aber nicht von Interesse. Auch wenn jemand insolvent ist, kann durchaus ein hohes rechnerisches Einkommen erzielt worden sein.


    Wir kommen hier an dieser Stelle aber nicht weiter, weil weder Du noch ich die konkreten Zahlen, die der Arbeitsagentur vorliegen, bekannt sind. Lege also, wenn Du überzeugt bist, einen Widerspruch ein - eine andere Möglichkeit wirst Du nicht haben.


    Gruß!

  • ....
    Wenn ich mich recht erinnere, kannst Du einen Aktualisierungsantrag stellen - aber dazu wird Dir sicher dms mehr sagen können.


    Gruß!


    Hallo,


    du hast ja den Aktualisierungsantrag bereits erwähnt.


    Was wir dem Forumsteilnehmer anbieten können, wäre
    1. Zuspruch zum Widerspruch ;:confused:
    2. den Ablehnungsbescheid rechnerisch zu überprüfen


    Mail als rechtsbegründende Einspruchs-/ Widerspruchsmöglichkeit ist derzeit nicht zugelassen.
    (bitte auch nicht mit der DE-Mail deswegen ködern lassen). solange wie das für die Behörden
    noch nicht zugelassen ist (Problem der Sicherheit und somit der Identität des Absenders),
    war die Mail lediglich als Absicht anzusehen, einen Widerspruch einzureichen.


    Ob er und was er für eine Reaktion auf seine Mail erhalten hat, wissen wir nicht.
    Wurde er auf die Unterschrift hingewiesen (aufgrund seiner Mail) so verlängert sich die Frist
    normalerweise nicht.
    Er hat den Zugang des Widerspruches nachzuweisen.


    Wenn Fragen zum Aktualisierungsantrag sind, dann soll er diese stellen.
    Raten kann man Ihm derzeit nicht unbedingt dazu, weil die Rechnerische Prüfung
    des Ablehnungsbescheides noch nicht erfolgte.


    Was ist, wenn sein Einkommen allein schon zu einer Ablehnung führt?


    dms

  • Hallo,
    ja ich wurde drauf hingewisen das der Widerspruch ungültig ohne Unterschrift ist - somit habe ich umgehend nochmal einen Brief mit Unterschrift abgesandt. Ist von meiner Seite Fristgerecht.


    Zu den Einkommen, es hat sich im Grunde so meiner Ansicht nichts großartig verändert. Ich gehe davon aus das der Fehler darin liegt das die Insolvenzmasse bzw. das was der Verwalter an Geld eingetrieben hat - als Einkommen berechnet werden.
    Leider verfüge ich nicht über die Unterlagen die der Insolvenzverwalter zur BAB-Stelle geschickt hat, nur die von Steuerberater berechnete Grundlage von 14K zu versteuerndes Jahreseinkommen - und da liegt ein Riesen Unterschied zu 140K Jahreseinkommen, welche in der zum Widerspruch geführten Ablehnung ausschlaggebenden Zahlen.


    Verdammt, dann bleibt mir nichts über als weiter geduldig zu warten :(.


    Wenn sich was ergibt zwecks Aktualisierungsantrag ect. frage ich euch gerne,
    vielen Dank soweit.

  • Hallo,


    Zitat

    der Fehler darin liegt das die Insolvenzmasse bzw. das was der Verwalter an Geld eingetrieben hat - als Einkommen berechnet werden.


    Das ist kein Fehler, sondern wird natürlich mit angerechnet und würde dann die Ablehnung auch erklären.


    Gruß!


  • Wie kommst du dadruf das es nicht falsch ist?
    Die Insolvensmasse ist nichtmal ein durchlaufender Posten, sondern Geld worüber der Verwalter verfüg bzw dieses verteilt.
    Wenn mein Vater also tatsächlich nur 14K€ im JAHR zur eigenen verfügung hat, ist er wohl schlecht in der Lage mir Unterhalt zu zahlen.
    Somit ist die BAB-Stelle zuständig, oder wo sehe ich das falsch?

  • Hallo,


    Zitat

    sondern Geld worüber der Verwalter verfüg bzw dieses verteilt.


    Richtig -was die Insolvenz selbst betrifft. Aber falsch, was die Einnahmen angeht: auch wenn der Insolvenzverwalter die Einnahmen verwaltet, handelt es sich dennoch um Einnahmen, die Dein Vater durch seine Erwerbstätigkeit erzielt hat. Und daher auch anrechenbar.


    Eine Privatinsolvenz ist in erster Sache eine PRIVATsache, für die der Steuerzahler nicht aufkommt.


    Gruß!

  • wundert mich dann aber.
    über ein einkommen über das er nicht verfügen kann, also bei der pfändungsgrenze, wie soll er dann unterhaltspflichtig sein.


    und ob es wirklich einkommen ist, ist fraglich, 140k sind garantiert kein jahreseinkommen in einen 2-2,5 mann handwerksbetrieb! ;).
    also einnehmen in dem sinne sind das nicht.


    wie auch immer, ich finde es beschämend das meine ausbildung wegen so einer sache hier gefährdet ist!
    fachkräfte mangel und so... und jetzt treibt man mich zum abbruch ins hartz4 rein.
    btw. zwischenprüfung habe ich praktisch und theoretisch mit 2 und 1 abgeschlossen, interessiert nach nen abbruch keine sau mehr und ich kann als hilfsarbeiter durchstarten, tolle aussichten -.-

  • Hallo,


    Zitat

    interessiert nach nen abbruch keine sau mehr und ich kann als hilfsarbeiter durchstarten, tolle aussichten -.-


    Naja - nicht die "Sau", also der Staat bzw. der Steuerzahler, haben die Insolvenz zu verantworten, sondern ausschließlich Dein Vater.


    Zitat

    und ob es wirklich einkommen ist, ist fraglich, 140k sind garantiert kein jahreseinkommen in einen 2-2,5 mann handwerksbetrieb!


    Fraglich? Du hast selbst geschrieben, daß Du die Unterlagen und Einkommensnachweise nicht kennst. Also ist das eher eine Spekulation Deinerseits...


    Wie schon geschrieben: wir kommen hier an dieser Stelle nicht weiter. Wende Dich an die Arbeitsagentur, wo die konkreten Unterlagen vorliegen.


    Gruß!