Sowohl Fachrichtung- als auch Uniwechsel

  • Hallo Leute!
    Ich studiere momentan Physik im 3. Semester, möchte aber zum Sommersemester entweder zu Geschichte oder Geowissenschaften wechseln.
    Dazu muss ich allerdings die Uni wechseln, da meine jetzige diese Studiengänge nicht zum Sommersemester anbietet. Die Unis die infrage kommen liegen zusätzlich in anderen Bundesländern.
    Gilt das dann nur als Fachrichtungswechsel oder als Abbruch und Wiederaufnahme? Begründen kann ich den Wechsel ja sicherlich mit einem Neigungswandel, oder?
    Ich bin nämlich definitiv auf das BAföG angewiesen und hab nicht enorm viel Lust auf ein Bankdarlehen zurückgreifen zu müssen.


    Wäre super wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

  • Ein Hochschulwechsel hat nichts mit einem Abbruch der Ausbildung zu tun.
    Beim Wechsel innerhalb des dritten Semester und bevor das vierte Semester startet, wird von einem Fachrichtungswechsel ausgegangen.
    Du mußt jedoch eine schriftliche Begründung abgeben. Damit erklärst Du, weshalb Du fast drei Semester gebraucht hast um festzustellen, daß der ursprüngliche Studiengang nicht Deiner Neigung und Eignung entspricht.


    Was hast Du gegen ein Bankdarlehn?
    Wenn das STW Deinem FRW nicht zutrifft, dann bekommst Du auch kein Bankdarlehen!
    Auch beim Studienkredit wird auf mögliche Fachrichtungswechsel und auf die Regelstudienzeit etc. geachtet! Denn beim Studienkredit gibt es keinen Fachrichtungswechsel! Beim Studienkredit werden die vergangenen Semester mitgezählt.


    Also, streng Dich an und schreibe etwas ausführlich!;)


    franjo
    Also, streng Dich an!

  • Danke für die schnelle Antwort!
    Achso, ich war der Auffassung, dass man, wenn man keion BAföG bekommt, immer noch Chancen auf ein verzinstes Bankdarlehen hat.
    Warum ich fast 3 Semester gebracht hab? Naja, dieses Semester ist halt theoretische Physik dazugekommen und das ist tatsächlich deutlich theoretischer als ich angenommen hatte -.- Und auch Experimentalphysik entfernt sich immer weiter von der greifbaren Realität. Aber das muss ich ja nicht die sondern dem BAföG-Amt erklären :D


    Apropos: Mein BAföG ist noch bis einschließlich September bewilligt. Muss ich mich dann sozusagen bei meinem "alten" BAföG-Amt abmelden und stelle dann den Antrag auf Vorabentscheid bei dem neuen zuständigen Amt?

  • Nächste Frage: Gibt es eigentlich ein Formblatt oder so für den ANtrag auf Vorabentscheid oder schreibe ich einfach eine E-Mail mit meiner Begründung an das Amt?

  • Melde Dich beim "neuen" BAföG-Amt mit dem Einschreibenachweis (Bescheinigung § 9 BAFöG) und die Kopie der ersten Seite des BAFöG-Bescheides. Auf der ersten Seite stehen die lebenswichtigen Dinge.
    Gleicheitig die Begründung für den FRW in "Papierform" und nicht per Email. Da die Begründung formlos zu erfolgen hat, gibt es auch kein Formblatt z.B. mit "Kästchen zum Ankreuzen", wie z. B. bei der Führerscheinprüfung.
    Wenn Du zum SS 2014 wechselst, brauchst Du keinen Antrag auf "Vorabentscheid", denn der Wechsel findet doch statt, oder?
    Und Begründung... Was Du oben beschreiben hast... ist ein klarer Fall von Neigungswandel und Eignungsmängel (garantiert ist die unrichtige Studienberatung, oder? :confused: )


    franjo

  • Ah, okay, danke!
    Mit dem Vorabentscheid wird doch entschieden, dass ich auf jeden Fall weiter BAföG-berechtigt bin, oder? Also der Wechsel findet auf jeden Fall statt, nur wäre es eben schöner schon vorher zu wissen, ob ich weiterhin BAföG bekomme.
    Zur Begründung: Ja, erstens wohl das und zweitens gibts dann immer Studenten aus höheren Semestern, die einem sagen, das ab dem dritten Semester alles besser wird. Tja, Pustekuchen.