elternunabhängiges BAföG bei Exmatrikulation?

  • Hallo,


    beim elternunabhängigen BAföG heisst es ja, dass es an die Unverzüglichkeit gebunden ist, also müsste bei einem Fachrichtungswechsel wohl gleich im anschliessenden Semester der neue Studiengang angefangen werden. Wie ist es nun, wenn auf einer Universität nach dem ersten Semester direkt nach der Vorlesungszeit und nocheinmal vor dem Ende der Semesterferien die Klausuren abgehalten werden. Auf der Uni gibt es die Vorgabe, dass man nach dem ersten Semester eine gewisse Anzahl an ECTS-Points erreicht haben muss, ansonsten erfolgt die Exmatrikulation aus dem Studiengang, so dass man nur noch durch einen Fachrichtungswechsel auf dieser Hochschule weiterstudieren kann. Angenommen die vorgegebene Anzahl an ECTS-Points wird auch mit der Prüfung die zum Ende der Semesterferien stattfindet nicht erreicht, man wird exmatrikuliert und kann das Sommersemester in diesem Studiengang nicht belegen. Auch gibt es keine besonders tollen Studiengänge, die im Sommersemester als Erstsemester belegt werden können.
    Wäre die Unverzüglichkeit im Rahmen des elternunabhängigen BAföGs gegeben, wenn man sich dann erst zum nächsten Wintersemester in einen anderen Studiengang einschreibt und diesen im ersten Semester neu anfangen muss?
    Ich glaube nicht, dass die Prüfungen so schnell ausgewertet werden können, dass bereits vor Beginn des 2. Semesters endgültig feststeht ob man nun darin bleiben kann oder nicht Also wäre man ja dann im Falle des Nichterreichens der Punkte, wenn auch nur kurz, im Zweiten Semester eingeschrieben gewesen, sodass bei einer Exmatrikulation als nächstes unverzüglich dann zum 3. Semester weiterstudiert werden muss?


    Kennt Ihr euch da besser aus als ich und könnt mir sagen wie das mit dem BAfög dann aussieht?


    Danke schonmal!

  • Was hat die elternunabhängige Förderung mit der Unverzüglichkeit zu tun?
    Die elternunabhängige Förderung gilt für die Zeit der förderungsfähigen Ausbildung.
    Mit dem von Dir "konstruierten" Fall solltest Du Dich mit dem BAföG-Amt in Verbindung setzen.
    In Deiner Frage kommen zu viele.... "ja aber... angenommen... ich glaube... es müsste... wie wäre/ist es..."


    franjo

  • Zitat

    Was hat die elternunabhängige Förderung mit der Unverzüglichkeit zu tun?


    Soweit ich weiss ist es doch so, dass wenn die Ausbildung nicht unverzüglich angefangen wird oder man durch eigenes Verschulden verzögert, erlischt der BAföG-Anspruch. Also auch dann, wenn man studiert und in einen anderen Studiengang wechseln möchte, vorher aber noch ein Semester aussetzt also nicht gleich im Anschluss an das letzte Semester weiterstudiert. Oder ist das anders?

  • Was willst Du denn überhaupt Wissen?
    Worum geht es Dir denn überhaupt und was möchtest Du ggf. mit einer Antwort nach Deinem :rolleyes: Geschmack erreichen?
    Klartext: Wohin soll die Reise gehen? :confused:


    franjo

  • Ob der BAföG-Anspruch für das restliche Studium erlischt, wenn die Mindestanzahl an Prüfungen nicht erreicht wird, da das Sommersemester evtl. ausgesetzt wird. Dann muss eben ein Semester in einer anderen Stadt studiert werden in der alternative Studiengänge als Erstsemester auch im Sommersemester belegt werden können. Dazu muss dann eine rechtzeitige Einschreibung und Wohnungssuche erfolgen.

  • Du mußt mit dem BAföG-Amt abklären, ob du nach dem Wechsel überhaupt noch einen grundsätzlichen Anspruch auf Förderung hast.
    Falls ja, dann elternunabhängig. Falls nein, dann heitß es, sich einen "privaten Sponsor" suchen.


    franjo

  • Wieso sollte der grundsätzliche Anspruch durch einen Fachrichtungswechsel verfallen? Es heisst doch immer einen Fachrichtungswechsel ist vom BAföG her kein Problem. Nur wie sieht es aus, wenn bis dahin ein Semester ausgesetzt werden muss, da Exmatrikulation im alten Studiengang?

  • Ach smokyroyal...:eek:
    Woher stammte eigentlich Dein :confused: Nichtwissen? Es gibt Gesetze, da kann man sein Nichtwissen überprüfen und korrigieren. Tipp: Lies Dir den § 7 Abs. 3 Bafög mit den entsprechenden Verwaltungsvorschriften durch.


    Dein Stochern :rolleyes: im Nebel mit allen Fragezeichen= ??????? :confused: bringt doch nichts. Weißt du eigentlich selbst, was Du willst?
    Wende Dich vertrauensvoll an Dein STW. Formuliere eine klare Frage ohne "Hintertürchen und sonstige Eventualität" und Dir könnte geholfen werden.... wenn Du Klartext redest!


    franjo

  • Wenn die Gesetzestexte für einen Laien alles hergeben würden hätte ich ja nicht hier nachfragen. Ich hatte schonmal was von der Unverzüglichkeit gehört und in Verbindung mit den Vorgaben der Uni frage ich mich eben wie es bei einer vorzeitigen Exmatrikulation aussieht? Aus dem zitierten Paragrafen habe ich übrigens nichts gefunden was darauf hindeutet, dass kein einziger Fachrichtungswechsel möglich wäre.

  • Hallo,


    Zitat

    Aus dem zitierten Paragrafen habe ich übrigens nichts gefunden was darauf hindeutet, dass kein einziger Fachrichtungswechsel möglich wäre.


    Dann lies Dir den Absatz 3 nochmal gaaaaaaaanz langsam durch und Du wirst lesen, daß Deine "These" Quatsch ist. Dann wirst du auch erfahren, daß spätenstens nach dem 3. Semester bestimmte Hürden bei einem (auch erstmaligen) Fachrichtungswechsel vorhanden sind, was BaföG betrifft und was auch vom 1. Semster an bei einem Wechsel zu beachten ist...


    Wenn Du das dann noch immer nicht erkennst, dann nutze die Suchfunktion hier und Du wirst eine Million Beiträge zu einem Fachrichtungswechsel finden.


    Gruß!

  • Zu meiner Befürchtung aus dem Eingangspost in Verbindung mit der Unverzüglichkeit kann ich aus dem Gesetztestext nichts herleiten. Mit "einen anderen berufsqualifizierenden Abschluss" dürfte wohl gemeint sein, dass man dann z. B. nicht mehr Physiker sondern Mathematiker wird. Ausbildungsstättenart = Uni. Mit dem letzten Satz des Absatzes 3 "Bei der Bestimmung des nach den Sätzen 1 und 4 maßgeblichen Fachsemesters wird die Zahl der Semester abgezogen, die nach Entscheidung der Ausbildungsstätte aus der ursprünglich betriebenen Fachrichtung auf den neuen Studiengang angerechnet werden." bin ich mir noch nicht sicher was das heisst. Bedeutet dass, das ein Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund nach dem 2. Semester nicht mehr möglich wäre, wenn beide bisherigen Semester voll auf den neuen Studiengang angerechnet werden können d. h. die Anzahl voll anrechenbaren Semester reduziert die Grenze bis zu der ein Fachrichtungswechsel möglich ist?

  • smokyroyal ..
    mein letzter Versuch :confused:
    Vergiß zunächst das Thema "elternunabhängige Förderung". Das verwirrt nur und darüber hat das STW schon entschieden. Das bleibt auch so.
    Denn Dein Kernthema heißt - so glaube ich - "Fachrichtungswechsel". Und da kommt es auf jedes studierte (eingeschriebene) Semester an.


    Für einen FRW muß mindestens ein wichtiger Grund vorliegen.
    Beim erstmaligen FRW und innerhalb der ersten zwei Semester wird vom STW ein "wichtiger Grund" angenommen; es sei denn, der Studi erzählt und schreibt dem STW etwas anderes.
    Beim erneuten FRW und/oder Wechsel innerhalb des 3. Semesters muß der wichtige Grund schriftlich erklärt und ggf. auch belegt werden.
    Und beim Wechsel nach dem 3. Semester muß der unabweisbare Grund erklärt und bewiesen und vom Amt anerkannt werden.


    So, und jetzt solltest Du aktiv werden. Studieren beinhaltet u. a. das "eigenverantwortliche Arbeiten". Nun kannst Du schon ´mal üben :p


    franjo