Kindergeld nach vollendeten 25 Lebensjahr und Studium + Arbeitslos

  • Hallo,


    folgende Situation zerbricht uns seit den letzten Tagen den Kopf:


    Unser Sohn hat im Januar 2012 das 25-zigste Lebensjahr vollendet. Weiterhin hat er den 9-monatigen Grundwehrdienst abgeleistet. Daher wissen wir, dass diese Zeit auf die 25 Jahre addiert werden.


    Im März 2013 hat er sein Studium beendet und war bis zum November 2013 bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und kümmerte sich eigenständig um diverse Bewerbungen. Aus privaten Gründen haben wir auf eine Unterstützung vom Staat verzichtet und Ihn aus eigener Hand finanziell zur Seite gestanden. (Also kein Arbeitslosengeld II)


    Die Familienkasse hatte uns regelmäßig Briefe zukommen lassen, welche wir auch wohlwollend beantworteten und auch alle notwendigen Nachweise beigefügt haben. Wir waren in den glauben, dass unser Sohn bis zum Oktober 2013 weiterhin Kindergeld bekommt. Bestärkt wurde dies durch die regelmäßige Fortzahlung. Im September 2013 bekamen wir erneut eine Aufforderung die Exmatrikulationsbescheinigung, ein Zeugnis sowie den Nachweis der Grundwehrdienstzeit einzureichen. Diesen Forderungen sind wir nachgekommen und es wurde weiterhin bis Oktober gezahlt. Es kam abermals ein Brief zu uns, welcher uns erneut Aufforderte das genaue Exmatrikulationsdatum nachzuweisen. Nur zur Erinnerung: Wir hatten diesen bereits zuvor beigefügt, welcher ausdrücklich besagt, dass unser Sohn am 31.03.2013 exmatrikuliert wurde! Wir dachten uns: Ok, fügen wir diese Bescheinigung nochmal an und schicken es zurück.


    Im November erhielten wir nun einen Brief, dass wir unberechtigt Kindergeld erhalten haben und eine Rückzahlung vom November 2012 bis Oktober 2013 abzuleisten haben.
    Ich vermute, dass die werten Mitarbeiter den Zeitpunkt der letzten Prüfung (Masterthesis), welche im November 2012 stattfand als angebliches Exmatrikulationsdatum ansehen und nicht das wie in der Exmatrikulationsbescheinung aufgezeigte Datum des 31.03.2013.


    Da wir bis vorgestern nicht über die Kenntnis verfügten, dass man sich ab den vollendeten 25. Lebensjahr + Grundwehrdienst in einer Ausbildung oder Studium befinden muss, finde ich es unangemessen uns nun die Schuld zu geben, dass über einen nicht genehmigten Zeitraum weiterhin Kindergeld gezahlt wurde.


    Meine Fragen sind nun:


    1. Stimmt die Sache mit der Rückzahlung?
    2. Wenn ja, stehe ich richtig in der Annahme, dass diese nicht ab November 2012 sondern ab April 2013 zählt und sich
    somit der zurückzuzahlende Betrag auf 7 Monate minimiert?
    3. Warum sind wir als Bürger Schuld, wenn die Familienkasse es versäumt uns über diese Gegebenheiten in Kenntnis zu
    setzen?


    Wir können doch nicht alle Gesetze und Paragraphen wissen. Dafür sind doch die Ämter da! Wir haben stets alle Nachweise erbracht und werden am Ende noch als Schuldige ausgewiesen. Beim Telefonat mit der Familienkasse wurde uns unterstellt, dass wir absichtlich zu viel Geld bezogen hätten. Da unterstützt man sein Kind aus eigener Hand und fällt dem Staat nicht zur Last und das ist der Dank...


    Ich möchte Sie daher um eine schnelle Antwort für die Klärung des zugrunde liegenden Tatbestands bitten.


  • Hallo,


    Zitat

    Die Hochschulausbildung beginnt mit offiziellem Beginn des Semesters.
    Sie endet mit dem offiziellen Semesterende, es sei denn, das Kind legt vor diesem
    Zeitpunkt die Abschlussprüfung ab


    ist es das, was Du suchst?


    Übrigens habe ich nur in seltensten Fällen mitbekommen, dass das Finanzamt mich darauf aufmerksam
    machte, dass irgendeine Rechtsänderung durch mich speziell zu beachten sei.
    Kindergeld ist Steuerrecht.


    Aber das Amt hat ja seine Rechtsauslegung und Anwendung veröffentlicht,
    so dass man selbst nachlesen kann.


    Hier mal den Link zu dieser Seite KLICK HIER


    dms


    PS: auf deine Fragen bin ich nicht eingegangen, weil ich mir das auch erst durchlesen müsste