Bitte dringend um Hilfe - Auflösung der Wohnung und Umzug und Fragen zu Schülerbafög

  • Hallo,


    ich bin 19 Jahre alt, beziehe Schülerbafög und wohnte bisher unentgeltlich in der Eigentumswohnung meines Stiefvaters, die er zusammen mit meiner Mutter, meinem 6-jährigen Halbbruder (gemeinsames Kind meiner Mutter und meines Stiefvaters) und mir bewohnt. Meine leiblichen Eltern wurden bereits zum Unterhalt herangezogen und können leider nicht zu meinem Unterhalt beisteuern.


    Mein Stiefvater wird mit meiner Mutter und meinem Halbbruder in ein anderes Bundesland in eine Mietwohnung umziehen. Ich könnte mit in die Wohnung ziehen, muss dann allerdings Miete für mein Zimmer bezahlen, weil sie sich dann für die größere und entsprechend teurere Wohnung entscheiden werden. In der bisherigen Wohnung kann ich nicht weiter wohnen, da sie zu groß und zu teuer für mich sein wird. Eine eigene Wohnung zu finden wird wegen der Kurzfristigkeit nicht mehr schaffbar sein.


    Was mache ich jetzt? Würde das Bafögamt im neuen Bundesland (Münchner Gegend) die Miete für mein Zimmer übernehmen? Muss ich das Bafögamt vorher um eine Zustimmung bitten, so wie es beim Jobcenter üblich ist? Oder muss ich im neuen Wohnort Wohngeld beantragen?


    Apropos Jobcenter, weder mein Stiefvater noch meine Mutter beziehen Sozialleistungen. Mein Stiefvater wird auch nicht zum Unterhalt herangezogen, weil er mich nicht adoptiert hat.


    Könnt ihr mir helfen?


    Ein großes Dankeschön im voraus.

  • Hallo,


    ich bin 19 Jahre alt, beziehe Schülerbafög und wohnte bisher unentgeltlich in der ..wohnung meines Stiefvaters, die er zusammen mit meiner Mutter, meinem 6-jährigen Halbbruder (gemeinsames Kind meiner Mutter und meines Stiefvaters) und mir bewohnt. ...


    Also hast Du bisher im Haushalt eines Elternteils gewohnt.


    ...
    ... mit meiner Mutter und meinem Halbbruder in ein anderes Bundesland in eine Mietwohnung umziehen. Ich könnte mit in die Wohnung ziehen, muss dann allerdings Miete für mein Zimmer bezahlen,.....


    Also würdest Du weiterhin nach dem Umzug im Haushalt eines Elternteiles wohnen?


    Alles andere überlasse ich mal den BAföG-Profis hier im Forum.


    dms

  • Danke für die Antworten. Ja, bisher habe ich in der Wohnung meines Stiefvaters und meiner Mutter gelebt. Mietfrei, da wie gesagt, mein Stiefvater selbst keine Miete bezahlt hat. Jetzt hat er die Möglichkeit, entweder in eine günstigere, kleinere Wohnung zu ziehen oder aber in eine größere, so dass ich darin ein Zimmer für mich bekommen könnte. Die größere Wohnung kostet natürlich auch mehr als die kleinere. Wenn dann diese Wohnung in München liegt, dann schlägt der Unterschied schon ein großes Loch ins Budget meines Stiefvaters. Deshalb kann ich ihn verstehen, wenn er die kleinere Wohnung ohne mich bevorzugt. Es ist auch eine Frage der finanziellen Tragfähigkeit dieser Belastung. Dann muss ich in eine eigene Wohnung ziehen, wodurch ich dem Staat mehr Kosten verursachen würde.


    Ich weiß, dass im SGB II die Eltern nicht verpflichetet sind, ihre volljährigen Kinder in die neue Wohnung mitzunehmen. In meinem Fall wird es ähnlich sein. Nur, wer zahlt dann die Miete? Ich höre nur von Mietzuschüssen von ca. 70 Euro. Ein WG-Zimmer in München kostet bereits mehr als 500 Euro. Auch wenn ich hier bleiben würde, würde ich keine Wohnung unter 350- 400 Euro bekommen.


    Sandy_71, kannst du mir da noch mit Paragraphen aushelfen? Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht nur darum geht, im Haushalt der Eltern zu wohnen, sondern um die Frage der Haushaltsgemeinschaft.


    Zurück zum Thema: wenn das Ausbildungsförderungsamt nicht zuständig ist, muss doch eine andere Stelle für meine Wohnkosten aufkommen, Jobcenter, Wohnungsamt?


    Das wird sicher irgendwo geregelt sein, z. B. gibt es alleine schon zwischen dem SGB XII (Grundsicherung wegen Alter und Erwerbsunfähigkeit) und dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) Unterschiede, was die Wohnkosten und das Wohnen im Haushalt eines oder beiden Elternteilen angeht. Ein Buch schließt es aus das Andere lässt es zu.


    Noch dazu sagen möchte ich, dass es die Wohnung meines Stiefvaters ist, d. h. der Mietvertrag läuft nur über meinen Stiefvater und nicht über meine Mutter.


    Danke

  • Kannst du guten gewissens denn im Antrag ankreuzen, dass du nicht bei deiner Mutter wohnst, solange ihr unter deinem Dach wohnt? Ich denke mal nicht.


    Dann wird es höchste Zeit, die Anträge entsprechend abzuändern bzw. zu ergänzen :)


    In so einam Fall würde ich nichts ankreuzen und den Sachverhalt gesondert schildern.


    Ich verstehe den Sinn trotzdem nicht. Das verstößt gegen das BGB, Stichwort Unterhaltsverpflichtung Stiefvater zum Stiefkind. Ich werde jetzt den verlinkten Paragraphen durchstudieren, google noch ein bisschen, vielleicht bin ich hinterher schlauer.


    Ich danke dir.

  • Lass es im Antrag auf. Wenn du gefragt wirst und die Situation erklärst ist ganz schnell das Kreuz bei "bei den Eltern wohnend".
    Ob sich da das Anträge ändern lohnt?
    Und obs gegens BGB verstößt oder nicht es steht nunmal im BAföG
    Kannst es ja mit ner Klage versuchen.

  • Hallo,


    Zitat

    Ich weiß, dass im SGB II die Eltern nicht verpflichetet sind, ihre volljährigen Kinder in die neue Wohnung mitzunehmen. In meinem Fall wird es ähnlich sein.


    Naja. Mit Deinem Wissen ist es dann nicht weit her, denn die Aussage als solches ist nicht richtig.


    Zitat

    z. B. gibt es alleine schon zwischen dem SGB XII (Grundsicherung wegen Alter und Erwerbsunfähigkeit) und dem SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) Unterschiede, was die Wohnkosten und das Wohnen im Haushalt eines oder beiden Elternteilen angeht.


    Oh Mann - was ist das denn für eine Argumentation? Es geht bei Dir weder um SGB II, III, XII oder was weiß mich, sondern um BaföG. Du kannst doch nicht irgendwelche Situationen wie Grundsicherung und ALG II einfach mal so mit Deiner Situation zusammenmischen und das für Dich günstigste Ergebnis daraus extrahieren. Leistungen nach den SGB II unterscheiden sich schon von Zweck und Inhalt grundlegende von Leistungen nach SGB XII und haben absolut nichts mit Deinem Problem zu tun.


    Zitat

    wenn das Ausbildungsförderungsamt nicht zuständig ist, muss doch eine andere Stelle für meine Wohnkosten aufkommen, Jobcenter, Wohnungsamt?


    Warum sollte irgendein Amt für Deine Wohnkosten aufkommen? Nach Deinen Angaben hast Du weiterhin die Möglichkeit, bei Deiner Mutter zu wohnen.


    Rein theoretisch könnte (ausschließlich) Mietbeihilfe in Betracht kommen, allerdings habe ich nach Deinen Angaben da so gewisse Zweifel.


    Wenn ich ehrlich bin, habe ich jedoch keinerlei Lust, Dir das alles näher zu erklären. Du kommst hier mit einer sehr gefestigten Meinung in Sachen Unterhalts-, Zivil-, Sozial- und Verwaltungsrecht, die zwar in jedem einzelnen Punkt so ziemlich falsch ist, aber dennoch für Dich dafür ausreicht, mehrmals die (richtigen) Antworten von sandy in Zweifel zu stellen.


    Gruß!