Antrag auf Vorabbescheid

  • hallo,


    ich stellte einen Antrag auf Vorabbescheid wegen §46 Abs. 5. Mein Fachabitur habe ich bereits vor dem 30sten gemacht und bin dann gleich noch in die 13. Klasse. Die Unverzüglichkeit zum Studium tritt ein.
    Das STW hat mich nun angeschrieben und möchte gerne meine beiden Hochschulzugangsberechtigungen (Zeugnisse der FAbi/fachgeb. Abi) in Kopieform. Wozu brauchen die das denn jetzt?
    Ich meine wenn ich in meinen Antrag reinschreibe, dass ich diesen und jenen Schulabschluss habe und auf Uni x studieren möchte, wird ja auch nur für diesen Sachverhalt BAföG vorab zugesprochen und wenn ich falsche Angaben in meinem Schreiben gemacht hätte die sich zu meinen Gunsten auswirken, dann könnten sie die BAföG-Zahlung ja später immer noch ablehnen, denn zumindest das letzte Zeugnis brauche ich ja auch um mich auf der Uni einzuschreiben und beim BAföG-Antrag wird die Immatrikulation der Uni beigelegt. Dann würden sie ja auch wissen, dass ich die fachgeb. Hochschulreife tatsächlich erworben habe. Weshalb wollen die zusätzlich noch die Fachhochschulreife? Sagt uns das noch etwas in Bezug auf das Prüfen ob ich die Fachrichtung auch schon vor meinem 30sten (mit dem FAbi) hätte studieren können?


    THX

  • Hallo,
    du möchtest eine rechtlich bindende Aussage.
    Die Behörde ist mit diesem Bescheid an Ihre Zusage gebunden.
    Also will sie vorher alles abprüfen.
    Im übrigen ist die Behörde berechtigt, auch Beweismittel für Behauptungen
    sich vorlegen zu lassen.


    Wo ist da das Problem?
    Nur weil man sich nicht mit einer einfachen Erklärung zufrieden gibt?
    Oder weil man auch andere Eventualitäten mit berücksichtigen (und somit
    prüfen) will?


    Einen bindenden Bescheid später zu widerrufen ist sozialrechtlich nicht so einfach.
    Na gut, man hätte eine Bedingung reinschreiben können, wie z.B.
    Der Bescheid beruht auf der Behauptung ....., welche bei tatsächlichen Eintritt
    auch durch Vorlage der Originale nachzuweisen ist. Insoweit ergeht der Bescheid
    unter dem Vorbehalt einer aufschiebenden Bedingung.


    Da fragt man sich, warum man nicht vorher sich diese Unterlagen hat vorlegen lassen,
    um einen endgültigen, bindenden Bescheid zu erlassen.


    Mögen nun die BAföG-Profis mich korrigieren oder ergänzen.


    dms

  • @ dms :)


    Zustimmung!
    Keine Korrektur oder Ergänzung und kein ABER... :o
    zumal .Katana das Thema Vorabbescheid in der Vergangenheit hier schon extrem durchgekaut hat
    :confused:.


    franjo

  • ok, also könnte das Amt anhand der Angaben des Lebenslaufs auch hergehen und eine Kopie des Zeugnisses verlangen, dass Voraussetzung dafür war überhaupt die Schule auf der ich das Abi nachgeholt habe besuchen zu dürfen auch wenn das eigentlich ganz und gar nicht die Aufgabe des BAföG-Amtes war? Ich habe es tatsächlich in meiner Klasse erlebt, dass ein Schüler erst nach 3 Jahren kurz vor der Prüfung wirksam aufgefordert wurde dies zu tun.

  • @ .Katana


    Ich darf Dir mit den Worten von Georges Benjamin Clemenceau, französischer Journalist, Politiker und Staatsmann, antworten:


    Man muß wissen, was man will.
    Wenn man es weiß, muß man den Mut haben, es zu sagen;
    wenn man es sagt, muß man den Mut haben, es zu tun.


    franjo

  • Ich weiß zwar nicht was du mir damit sagen willst aber kommen wir doch zu den nächsten Punkten:


    Macht es etwas aus wenn ich alle eingetragenen Noten und den Zeugnisschnitt auf der Kopie schwärze?


    Kann ich bei einem Antrag auf Vorabbescheid bei einem anderen STW im Formular für den Lebenslauf im Feld für den "erreichten Abschluss" für das Jahr in der ich die 12. Klasse besuchte auch einfach reinschreiben "Vorrücken in die 13. Jahrgangsstufe"? Als Schüler hatte man zu der Zeit noch die Wahl am FAbi nach vorherigem Antrag teilzunehmen oder nicht, das primäre Ziel scheinte daher in der 12. wohl eher gewesen zu sein auch die 13. zu besuchen. Also muss die Angabe ja im Gegensatz zu neueren Jahrgängen nicht bedeuten, dass ich durch die Prüfung gefallen wäre und das FAbi nicht hätte? Also hätte ich ja nichts verschwiegen?


    Beim Antrag auf Vorabbescheid muss ich ja angeben, welche Fachrichtung ich studieren möchte und ein positiver Bescheid gilt ja dann wahrscheinlich auch nur für diesen Studiengang. Also wenn ich dann etwas anderes studiere ist er nicht mehr bindend?
    Ich kann mich ja aber auch für mehrere Fachrichtungen auf einer Uni bewerben. Kann ich dann in den Antrag auch problemlos reinschreiben ich möchte auf der Universität ... entweder ... oder ... oder ... studieren?

  • Na die wollen das Zeugnis im Rahmen des vorabbescheides doch um sicher zu stellen, dass die Voraussetzungen für BAföG erfüllt sind? Das geht doch auch ohne konkrete Noten zu wissen, solange es nicht das Studium ist geht das ja niemandem außer der Uni etwas an.


    Zitat

    Ich würde mir das Original vorlegen lassen


    Yep, am Besten möchten die BAföG-Ämter für BAföG-Anträge in Zukunft auch noch eine beglaubigte Kopie für 5€ von jedem.

  • @ Katana
    Das Zauberwort heißt "unverzüglich".
    Du stellst einen Antrag auf Vorabentscheid.
    Dabei mußt Du erklären und nachweisen, daß Du zu einem früheren Zeitpunkt nicht studieren konntest und an welcher Hochschule und in welcher Fachrichtung - nach dem erreichen der Hochschulreife - Du studieren möchtest.


    Der Studierende hat unverzüglich nach dem Erreichen der Hochschulreife mit dem Studium zu beginnen.


    Also, wenn die "allgemeinen Hochschulreife = Uni) erst nach dem 30. LJ erlangt wurde, könnte daraus ein Förderungsanspruch für ein Studium an einer Uni abgeleitet werden.


    Doch sollte bereits vor dem 30.LJ eine "fachgebundene Hochschulreife=FH) vorgelegen haben, erst nach dem 30. LJ die allgemeine Hochschulreife (Uni) nachgeholt wurde, dann gäbe es nur für ein Unistudium einen Förderungsanspruch.


    Wenn mit der nachgeholten "allgemeinen Hochschulreife" dann nicht an einer Uni sondern an einer Fachhochschule (wofür die fachgebundene Hochschulreife ausgereicht hätte) studiert wird, könnte es mit dem BAföG-Amt Probleme geben.


    Und zum Thema ausschwärzen:
    Du bist beweispflichtig! Dazu gehört der ausführliche schulische und berufliche Werdegang mit den entsprechenden Zeugnissen.


    Du kannst bei jedem der rd. 65 Studentenwerke einen Antrag auf Vorabentscheid stellen. Dabei mußt Du das beabsichtigte Studium unter Nennung der entsprechenden Hochschule angeben.
    Du hast mit der ausführlichen Begründung (Antrag) zur Überprüfung Deiner Erklärungen entsprechende Kopien, lesbar und nicht verschlimmbessert bzw. ausgeschwärzt, mit vorzulegen.


    Dann wirst Du von jedem angeschriebenen STW den entsprechenden Bescheid erhalten. Dieser Bescheid ist vom entsprechenden STW nur für seine zuständige Hochschule gültig.


    Du könntest z. B. nicht mit dem Bewilligungsbescheid des STW Köln einen möglichen Ablehnungsbescheid des STW München aufheben oder anfechten. Jedes STW ist nur für seinen Vorabbescheid zuständig. Die Ausbildung hat nach dem Wegfall der Hinderungsgründe zu beginnen (Unverzüglichkeitsregel).


    Und an jedem Bescheid ist jedes STW max. 12 Monate gebunden!
    franjo

  • ....
    Yep, am Besten möchten die BAföG-Ämter für BAföG-Anträge in Zukunft auch noch eine beglaubigte Kopie für 5€ von jedem.


    Hallo,


    beglaubigte Kopien kann man auch kostenlos erhalten.
    Wo? - werde ich hier nicht sagen, weil geschwärzte beglaubigte Kopien dort nicht erstellt werden.


    dms

  • Zitat

    beglaubigte Kopien kann man auch kostenlos erhalten.
    Wo? - werde ich hier nicht sagen, weil geschwärzte beglaubigte Kopien dort nicht erstellt werden.


    brauchst du auch nicht, denn man kann sich ja sowieso nur für einen Studiengang immatrikulieren, erst dabei wird ja die beglaubigte Kopie benötigt und die bekommt man ja schon mit der Zeugnisausgabe von der Schule.



    franjo
    Alles schön und gut, nur wenn man sich auf einer Hochschule für 3 Fachrichtungen bewerben kann und dies tut, weiss man ja nicht für was man einen Zulassungsbescheid erhält bzw. für den Fall, dass man überall zugelassen würde, nicht für was man sich schließlich und endlich entscheidet. Aber so wie du es geschrieben hast muss man sich um sicher zu wissen ob man gefördert wird schon vorher für einen bestimmten entscheiden?

  • @ Katana
    Weißt Du überhaupt, was -Du willst? :confused:
    Seit einem Jahr "hampels" Du mit diesem Thema hier im Forum herum.


    Nein, Du mußt Dich nicht beim Antrag auf Vorabentscheid für EINEN Studiengang entscheiden!


    Du kannst bei jedem der 62 Studentenwerken einen Antrag mit jeweils einem anderen Studiengang stellen :rolleyes:


    Kannst Du Dich nicht entscheiden oder versuchst Du hier, mit unserer Hilfe irgendwelche Gesetzeslücken und -hintertürchen zu finden weil irgendwelche Termine und Fristen für Dich abgelaufen sind? :confused: Schau auch meine Antwort von Sept. 2012.
    Und ob die STW sich mit nicht beglaubigte Kopien der Zeugnisse zufrieden geben, möchte ich nicht bewerten. :rolleyes:


    franjo

  • Und wenn ich mich auf ein und derselben Uni für mehrere Fachrichtungen bewerbe, kann ich dann auch beim zuständigen STW für mehrere Fachrichtungen gleichzeitig einen Antrag auf Vorabbescheid stellen?

  • Hallo,


    mir geht das Thema hier extrem auf die Nerven, zumal nun wirklich alles zum Vorabscheid gesagt wurde, was nur möglich ist und sich seit fast einem Jahr alles immer wieder um sich selbst dreht.


    Wir investieren in die Beantwortung der Fragen in diesem Forum ausschließlich unsere Freizeit. Diese Investition wird durch die immer wieder neu gestellten Nachfragen und zum Teil nicht nachvollziehbaren Ideen (wie das mit den Zeugnissen und deren Schwärzungen) sehr stark beansprucht, was zu Lasten anderer Fragen von anderen Hilfesuchenden geht.


    Daher ist das Thema GESCHLOSSEN. Versuche, das Thema mit einem neuen Thread wieder aufzuwärmen, werden kommentarlos gelöscht.


    :-(


    PS.: Fall Ihr, dms, franjo oder sandy, das Thema wieder öffnen wollt - kurze PN reicht.