Möglichkeit der Verlustverrechnung bei Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze

  • Hallo Liebe Forenteilnehmer,


    ich habe mir das Bafög-Gesetz angeschaut, bin mir jedoch über die Bedeutung unsicher und hoffe jemand kann mir diesbezüglich weiterhelfen:)


    Als Werkstudent habe ich leider die Hinzuverdienstgrenze um 1000 € im Bewilligungszeitraum überschritten. Im Bafög-Gesetz wird von den positiven Einkünften gesprochen. Im gleichem Zeitraum habe ich ebenfalls 600 € Verlust in meiner freiberuflichen Tätigkeit erwitschaftet und ein erheblichen Verlust von 900 € bei einem Aktienverkauf.:(


    Verstehe ich das richtig, dass ich diese Verluste mit meinem Einkommen von der Werkstudententätigkeit verrechnen kann und somit keine Rückzahlung anfällt?


    Vielen Dank im Voraus:)

  • Hallo,


    wie wäre es damit:
    Die Summe der positiven Einkünfte ist die Addition der Gewinne und Überschüsse aus den einzelnen Einkunftsarten.


    Aufgrund deiner Aussage

    Zitat

    Hallo Liebe Forenteilnehmer,


    ich habe mir das Bafög-Gesetz angeschaut, bin mir jedoch über die Bedeutung unsicher und hoffe jemand kann mir diesbezüglich weiterhelfen...


    ist jedoch nicht ganz klar, was Du dir angeschaut hast.


    evtl. nicht nur das Gesetz lesen, sondern auch mal in die Auslegungen schauen.
    BAföG: zu § 21 Einkommensbegriff


    dms

  • Zitat

    21.1.3 Von der Summe der positiven Einkünfte sind die Betriebsausgaben (§ 4 EStG) und die Werbungskosten (§ 9 EStG) bereits abgezogen. Von den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit sind bereits abgezogen:


    Kann ich jetzt die Verrechnung vornehmen oder kommt es nur auf die positiven Einkünfte an. Bei der 2. Variante müsste ich Bafäg zurückzahlen.


    @ dms, danke für deine Anwort, aber so richtig geholfen hat die mir auch nicht!!!!


    Über hilfreiche Tips wäre ich sehr dankbar:)

  • Im § 21 Abs. 1 Satz 2 sagt:
    Ein Ausgleich mit Verlusten aus anderen Einkommensarten ..... ist nicht zulässig.


    Es gibt keine "freiberufliche Tätigkeit" für Studierende.
    Ein Studierender (Auszubildender) hat ausschließlich "Einkünfte aus nicht selbständiger Tätigkeit" und wird entsprechend § 21 Abs. 2 Nr. 1 BAföG zugeordnet.


    Wie willst Du dem BAföG-Amt Deine Abzugsbeträge erklären/nachweisen? Du brauchst eindeutige und von der Finanzverwaltung anerkannte Nachweise! Das wird schwierig werden, da die Einkünfte der Studis immer im BWZ gerechnet werden. Verluste aus "Kapitalvermögen aus Vermögen" bleiben unberücksichtigt, das Kapital wird jedoch angerechnet.


    Nicht hier im Forum solltest Du über die (Un) Möglichkeiten der Einkommensdarstellung nachdenken, sondern in Abstimmung mit dem BAföG-Sachbearbeiter.


    Ein interessantes Thema, worüber sich schon zahlreiche Studis Gedanken gemacht haben und auch Gerichte bemüht haben.