Vermögen vor Antrag ausgeben?

  • Hallo,


    ich habe da eine Frage bei der ich mir sehr unsicher bin, da ich schon Verschiedenstes gelesen und gehört habe.


    Es geht um elternunabhängiges Bafög fürs Fachabi / Bundesland: Berlin


    Wenn man ein Vermögen über 5200€ vor dem Antrag hat (auszahlungsreifer Bausparvertrag) darf man dann das Geld ausgeben solange man Nachweise hat wofür es ausgegeben wurde?


    Und dann würde mich noch interessieren ob eine Unfallrente als Einkommen zählt?


    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten :)

  • ... Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres müssen Deine Eltern für Deinen Unterhalt aufkommen, wenn Sie zu viel verdienen.
    ...


    Hallo,


    Woher kommt die Weisheit (andersherum Rechtsgrundlage wird erwünscht), das nach dem 25 Geburtstag die Unterhaltspflicht wegen Alters endet?


    PS:von ALG 2 war im Ausgangsthread auch nicht die Rede, sonst könnte ich mir das evtl. noch erklären, auch wenn es aus meiner Sicht trotzdem falsch wäre -bezogen auf den hier vorliegenden Fall.


    dms

  • hallo,


    danke ersteinmal. ähm durchaus könnte es sich hier auch um schülerbafög handeln.


    Also ich wohne schon seit jahren nicht mehr zu hause. und je nach dem wann ich den antrag stelle, habe ich auch das 25. lebensjahr überschritten, falls das notwendig wäre. Habe ein Berufsausbildung abgeschlossen und schon im 2,5 jahre gearbeitet.


    selbstverständlich werde ich alles wahrheitsgemäß angeben, es geht hier auch nicht darum irgendwelche krummen dinger zu drehen, aber ich würde mir gern noch für die ausbildung ein fahrrad und ein rechner o.ä. holen...

  • nach einer Berufsausbildung von 36 Monaten mußt Du im Anschluß weitere 36 Monate nachweislich gearbeitet und Geld verdient haben.
    Bei einer kürzeren Ausbildungszeit entsprechend länger.
    Bei einer längeren Ausbildungszeit bleibt es bei der 36-monatigen Berufstätigkeit.


    Und zum Vermögen...
    Du darfst mit Deinem Geld machen, was Du willst. Du solltest jedoch Belege aufbewahren und darfst Das Geld nur nicht "irgendwo zwischenlagern", sprich, verleihen, verschenken oder anderweitig "parken".
    Es spricht nichts gegen eine kleine Reise, Kauf eines hochwertigen PC´s und Digitalkamera, eine hochwertige Matratze usw. :rolleyes:


    franjo

  • hallo franjo,


    danke für die Antwort :)


    Habe gestern nochmal mit der "bafög-Hotline" telefoniert. nach Auskunft der jungen Dame zählt meine Zeit in der ich ALG1 bezogen habe auch als Erwerbstätigkeit und somit komme ich auf die Gesamt-6-Jahre.


    Und ja genau um sowas geht es, möchte mir gern noch einen vernünftigen pc für das fachabi und das hoffentliche folgende studium anschaffen.


    Falls jemand mal vor der gleichen Frage stehen sollte: Sollten man etwas bar im Geschäft kaufen, soll man sich auf dem Bon vermerken lassen "gekauft von Hernn/Frau ... .." das Ganze dann im Idealfall mit Stempel und Unterschrift.


    Aber ich persönlich denke das Beste ist mit Rechnung und Lastschrift bzw. Überweisung...


    Franjo: "...mußt Du im Anschluß weitere 36 Monate nachweislich gearbeitet und Geld verdient haben."


    Welche Nachweise benötige ich dafür?


    Achso und weiß jemand wie es sich mit meinem aktuellen Lohnkonto verhält? Muss ich dafü jetzt auch Beleg sammeln was mit dem Geld passiert???

  • Du mußt nachweisen, daß Du tatsächlich gearbeitet und Geld verdient hast!
    Sollte Deine Ausbildung weniger als 36 Monate gedauert haben, dann muß anschließend entsprechend länger gearbeitet werden.
    Die Zeit der Arbeitslosigkeit zählt nur dann, wenn Du tatsächlich ALG1 in entsprechender Höhe bezogen hast.
    Und als Nachweis Deiner Einkünfte solltest Du bei der Rentenanstalt einen Auszug über Dein Rentenkonto anfordern.
    Da sind alle für Dich wichtigen gemeldeten Daten aufgeführt.

  • Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass ich nach meiner Ausbildung drei Jahre lang gearbeitet haben muss, damit einen Anspruch auf Schüler-Bafög habe? Wieso denn das? Und dann darf ich noch nicht einmal meine Ersparnisse behalten, also jedenfalls nicht mehr als 5.200 Euro?

  • Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass ich nach meiner Ausbildung drei Jahre lang gearbeitet haben muss, damit einen Anspruch auf Schüler-Bafög habe? ...


    Hallo,
    also wenn ich mir den ersten Beitrag durchlese, stoße ich zumindest auf den Begriff elternunabhängig.
    Nun für elternunabhängige Förderung gibt es gesetzliche Regeln.
    Unter anderem auch die , die hier erklärt wurde mit den 36 Monate + 36 Monate.


    Ob Du das nun richtig verstanden hast -> weiß ich nicht.


    .... Und dann darf ich noch nicht einmal meine Ersparnisse behalten, also jedenfalls nicht mehr als 5.200 Euro?


    Warum nicht?
    es nimmt Dir doch keiner vom Sparbuch den Betrag über 5200 weg - oder?
    Übersteigendes Vermögen wird halt bloss, soweit es zu berücksichtigen wäre,
    angerechnet.
    Du kannst also dein Vermögen behalten und erhälst bloss weniger Förderung.


    dms
    PS: Mögen mich die BAföG-Profis korrigieren.

  • @ dms... BAFöG-Profis... ich bin ein sog. qualifizierter Laie :o


    ich melde mich trotzdem ;) zu Wort und Schrift


    @hans/Zimmer
    Anscheinend wirfst Du hier ein wenig durcheinander. Macht nix.


    Zunächst ist der Auszubildende selbst für seinen Unterhalt verantwortlich. Dafür hat er eigenes Einkommen und Vermögen einzusetzen.
    Beim Vermögen gibt es den sog. Freibetrag. 5.200 € und rd. 400 € mtl. beim Einkommen (Studentenjob etc.) und 125 € bei einer Waisenrente. Wenn Du weitere Informationen wünscht, dann benutze hier im Forum die Suchmaschine.


    Die Voraussetzungen zur elternunabhängigen Förderung sind im BAföG klar und m. E. unstreitig geregelt. Dabei geht es um die Frage, ob sich die Eltern zusätzlich an die Ausbildungsfinanzierung mit beteiligen müssen. Auch darüber wurde hier im Forum schon reichlich geschrieben. Tipp: Suchmaschine.
    Der oft vernommene und gelesene Ausruf: "Haben schon eine Ausbildung finanziert" führt nicht nur bei den BAföG-Ämtern häufig zum Schmunzeln und Lächeln der Bearbeiter.
    So z. B. die betriebliche Ausbildung: Was haben die Eltern denn gezahlt bzw. zahlen müssen? Der Auszubildende erhielt doch eine Ausbildungsvergütung. Und die Ausbildungsvergütung reicht i. d. Regel zum (Über) Leben und nicht zum (Gut) Leben :(.


    Das Vermögen, ein interessantes Thema... Der sog. Überschuss über den Vermögensfreibetrag von 5.200 € wird durch die Anzahl der Monate im Bewilligungszeitraum (i.d. Regel = 12 Monate) geteilt. Und das ergibt dann den mtl. Betrag, der vom BAföG-Bedarf abgezogen würde.


    Viel Erfolg mit der Suchmaschine. Da wird Dir geholfen :).


    franjo