Studiengebühren im Ausland (Portugal)

  • Hallo,


    mich beschäftigt seit heute folgendes.


    Ich studiere im dritten (und letzten) Semester in Portugal. Ich habe ab dem ersten Semester Bafög beantragt. Im ersten Semester habe ich kein Bafög erhalten da mein Vermögen über der Grenze lag.


    Im zweiten Semester habe ich dann, nachdem ich mir meinen Unterhalt ein Semester lang selber finanzierte, Bafög erhalten. Dabei wurden im zweiten Semester auch die Studiengebühren vom Bafögamt geleistet (immerhin 2.420 €).


    Im aktuellen Bescheid, zum dritten Semester, werden die Studiengebühren mit dem Verweis auf die max. Leistungsdauer von einem Jahr nicht mehr berücksichtigt. Dabei wurden die Studiengebühren vom Bafögamt nur ein halbes Jahr lang geleistet.


    Kennt sich jemand mit der Materie aus? Gibt es die Möglichkeit eines Widerspruchs oder ist die Rechtslage hier eindeutig und gegen mich?


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

  • Die Entscheidung des BAföG-Amtes ist OK.
    Selbstverständlich kannst und darfst Du Widerspruch einlegen.
    Du mußt den Widerspruch nicht einmal fachgerecht begründen. Widerspruch bedeutet: "Verwaltung, ich bin mit Deiner Entscheidung nicht einverstanden, ich bitte um Neuprüfung". Das wäre es.
    Die Verwaltung prüft und dann wird die Entscheidung korrigiert oder Du bekommst einen "Widerspruchsbescheid", gegen den Du dann Klagen kannst.


    Hinweis: Beim BAföG geht es nicht um die geförderten Semester sondern um die eingeschriebenen Semester und die grundsätzlich förderungsfähigen Semester. Du hättest für das erste Semester auch die Studiengebühren erstattet bekommen, doch Dir stand zwar dem Grunde nach BAföG zu, jedoch nicht der Höhe nach (fehlende Bedürftigkeit).


    Bzgl. Deiner Schlußfrage "Entscheidung gegen mich....?"


    Nein, es ist keine Entscheidung gegen Dich. Es ist eine klare Rechtsvorschrift zum Wohle des Steuerzahlers, der Dir die Ausbildung finanziert! :eek:


    franjo