Anhörung zur Vermögensangabe

  • Hallo an Alle,


    ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.


    Ich war 2011 im Auslandssemester und habe AuslandsBAföG beantragt, was mit im Endeffekt auch genehmigt wurde.
    Vor circa 2 Monaten habe ich einen Brief vom BAföG Amt bekommen, indem mir mitgeteilt wurde, dass ich 2011 Zinsen auf ein Kapital bekommen habe, was meiner Sachbearbeiterin nicht schlüssig erschien und ich Nachweise liefern musste.
    Ich habe aufgrund von familiären Differenzen Vermögen meiner Mutter treuhänderisch auf meinem Sparbuch verwaltet (und damit nicht gearbeitet), was ich dann allerdings vor Antragstellung zurückgegeben habe. Aus dieser sich bei mir befindenden Summe ergab sich ein Zinsbetrag.
    Des Weiteren habe ich ein Darlehen bei meinen Eltern aufgenommen, um unabhängig vom BAföG mein Auslandssemester und die damit verbundenen Kosten decken zu können. Dieses Darlehen habe ich mit einem Aktienpaket (was mir gehört) verrechnet und deswegen beide Positionen nicht beim Formular zur Vermögensauflistung angegeben.


    Ich habe auf den ersten Brief meiner Sachbearbeiterin soweit wie ich dachte alle Nachweise zum Datum der Antragstellung zur Verfügung gestellt.


    Nun habe ich einen zweiten Brief erhalten, indem meine Sachbearbeiterin mich erneut aufgefordert hat, Nachweise über mein Vermögen VOR Antragstellung einzureichen.


    Jetzt weiß ich nicht, was auf mich zukommen kann? Strafverfahren? Geldstrafe? oder doch einfach nur eine Rückzahlung der BAföG Summe, ohne weitere Konsequenzen tragen zu müssen? Wie soll ich weiter vorgehen?


    Ich freue mich über Ratschläge-


    Bremer Student

  • Du mußt die Nachweise über Dein Vermögen vorlegen.
    Deine Begründung, weshalb Du das angerechnete Vermögen bei der Antragstellung nicht als "Dein Vermögen" gewertet hast, hören und lesen die BAföG-Sachbearbeiter täglich.


    Vorgehensweise: lege die Unterlagen vor mit der obigen Erklärung und warte auf die Neuberechnung.


    Erst dann kannst Du auf eine mögliche Anrechnung der Vermögensbeträge reagieren!


    franjo

  • Danke Franjo für deine Antwort! Wie meinst du denn (ich denke, dass du gute Sachkenntnise hast), dass solch ein Fall ausgehen kann? Ich habe im Internet auch gelesen, dass eine Strafanzeige auf mich zukommen kann, kannst du dazu etwas sagen?
    VG

  • Was bedeutet schon eine Strafanzeige?
    Das ist ein behördliches Verfahren. Damit wird geprüft, ob Du Dich strafbar gemacht hast.
    Dabei kommt es u. a. darauf an, wie hoch die event. Rückforderung ist und wie "vorsätzlich" Du die Angaben vergessen hast :confused:


    Laß Dir deswegen - zunächst - keine grauen Haare wachsen.


    Fakt ist:
    Du weißt, Du hast Dich nicht richtig verhalten und irgendwelche Angaben übersehen oder die Fragestellung nicht richtig verstanden hast.
    Unterlasse somit jeglichen Versuch die Angelegenheit - besonders dem Amt gegenüber - auf die leichte Schulter zu nehmen und lege dem BAföG-Amt die geforderten Unterlagen vor. Die Menschen beim BAföG-Amt machen auch nur ihren Job und versuchen, das Gesetz ein wenig "mit Leben" zu erfüllen.


    Beteilige uns hier an Deine Erfahrungen. Berichte ebenfalls über die Höhe der event. Rückforderung und wie es weiter ging (Strafverfahren, Bußgeld, Kerker bei Wasser+Brot:p ) usw.


    Schöne Ostertage wünscht Dir
    franjo