Pflichtpraktikum nach abgelegter Prüfung - nun Rückzahlungsforderung!

  • Hallo!


    Vielleicht kann jemand von euch mir helfen.


    Ich habe eine dreijährige Ausbildung absolviert, die laut Ausbildungsvertrag vom 10.08.2009 bis zum 09.08.2012 ging.
    Mein letzter Bewilligungszeitraum belief sich zunächst von 08/2011 bis 07/2012, nach Gesprächen mit Mitschülerinnen stellte ich jedoch fest, dass bei allen anderen der August 2012 noch mit in den Zeitraum inkludiert wurde, da die Ausbildung laut Vertrag noch bis in den August hineingeht. Also habe ich mich ans BaföG-Amt gewandt und letztendlich auch noch für August BaföG bewilligt bekommen.


    Unsere Abschlussprüfungen fanden im Juli statt. Aber: danach waren wir vertraglich noch verpflichtet, bis zum 09.08.2012 unsere Praktikumsstellen zu besuchen. Auf unsere Nachfrage bei der Ausbildungsstätte, was wohl passieren würde, wenn wir nach abgelegter Prüfung nicht mehr dort hingingen, teilte man uns mit, dass es dann "Ärger mit dem BaföG-Amt und der Handwerkskammer" geben würde.
    Unsere Prüfungszeugnisse erhielten wir erst am 08. September 2012 (was ich der Sachbearbeiterin auch belegen konnte, aber sie offenbar nicht interessiert), diese waren aber zu meinem (berechtigten) Entsetzen auf den 18. Juli rückdatiert...
    Jetzt bekam ich Post vom Amt, dass ich doch bitte die 538 Euro für August zurückzahlen solle, mit der Begründung, dass die Ausbildung mit dem Bestehen der Abschlussprüfungen ende.


    Ich finde das in dem Fall nicht gerechtfertigt, da:
    1. sich an die Prüfungen ein Pflichtpraktikum anschloss, ohne dessen Absolvierung wir unser Prüfungszeugnis gar nicht von der HWK ausgehändigt bekommen hätten
    2. da wir die Zeugnisse und damit das Prüfungsergebnis erst im September bekommen haben
    3. Da durch das Pflichtpraktikum und das fehlende Zeugnis im August uns ja die Hände gebunden waren, uns für eine richtige Erwerbstätigkeit zu bewerben
    4. Wir laut Vertrag bis zum 9.8.2012 an die Ausbildungsstätte gebunden waren.


    Außerdem habe ich nur einen Minijob, bei dem ich nur 358 Euro im Monat verdiene. Die Leistung vom August ist selbstverständlich längst verbraucht. Ich wäre also gar nicht in der Lage, das Geld zurückzuzahlen, schon gar nicht binnen eines Monats.


    Was meint ihr, würde ein Widerspruch Sinn machen?
    Wie könnte man den begründen, gibt es eventuell auch gesetzliche Grundlagen?


    Liebe Grüße Elisa