§ 5a BAföG

Bei der Leistung von Ausbildungsförderung für eine Ausbildung im Inland bleibt die Zeit einer Ausbildung, die der Auszubildende im Ausland durchgeführt hat, längstens jedoch bis zu einem Jahr, unberücksichtigt. Wenn während einer Ausbildung, die im Inland begonnen wurde und nach § 5 Abs. 2 Nr. 1 im Ausland fortgesetzt wird, die Förderungshöchstdauer erreicht würde, verlängert sich diese um die im Ausland verbrachte Ausbildungszeit, höchstens jedoch um ein Jahr. Insgesamt bleibt nach Satz 1 und 2 höchstens ein Jahr unberücksichtigt; dies gilt auch bei mehrfachem Wechsel zwischen In- und Ausland. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht, wenn der Auslandsaufenthalt in Ausbildungsbestimmungen als ein notwendig im Ausland durchzuführender Teil der Ausbildung vorgeschrieben ist.

Verwaltungsvorschrift zu § 5a BAföG

5a.0.1 Ob der Auslandsaufenthalt als ein notwendig im Ausland durchzuführenderTeil der Ausbildung im Sinne des Satzes 4 vorgeschrieben ist, ist unterBerücksichtigung der Ausbildungsbestimmungen der inländischen Hochschule zu ermitteln. Nicht als ein notwendig im Ausland durchzuführenderTeil der Ausbildung gilt ein Auslandsaufenthalt, wenn die Ausbildungsbestimmungender inländischen Hochschule zu einem Zwei- oder Mehrfächerstudiengangdie Ausbildung in nur einem der Fächer als notwendig im Auslanddurchzuführen festlegen.

5a.0.1 a § 5a findet keine Anwendung auf Auslandsaufenthalte, die nach Tz 5.2.4 mitInlandsförderung gefördert werden.

5a.0.2 Eine positive oder negative Entscheidung eines Antrags auf Ausbildungsförderungfür eine Auslandsausbildung hat keine Bindungswirkung im Sinnedes § 50 Abs. 1 Satz 4 für die Förderung einer anschließenden Ausbildungim Inland. § 5a geht als Spezialnorm der Regelung in § 50 Abs. 1 Satz 4 vor.

Während einer anschließenden Ausbildung im Inland bleibt das erste Jahrder Ausbildung im Ausland unberücksichtigt

a) bei der Zählung der Fachsemester für die Vorlage der Eignungsnachweisenach § 48 sowie für die Festsetzung des Endes der Förderungshöchstdauer,

b) bei der Prüfung, ob die auszubildende Person die Fachrichtung gewechseltoder die Ausbildung abgebrochen hat.

5a.0.3 Die Förderungshöchstdauer bzw. das Ende der Förderungszeit nach § 15Abs. 3 verschiebt sich immer um die Ausbildungszeit(en) im Ausland, wennder (die) Auslandsaufenthalt(e) innerhalb der Förderungshöchstdauer bzw.vor dem Ende der Förderungszeit nach § 15 Abs. 3 begonnen wurde(n). Dieauszubildende Person kann die Verschiebung im In- und/oder Ausland inAnspruch nehmen. Die Verschiebung entspricht aber in jedem Fall insgesamtnur der (Gesamt-)Dauer der Ausbildungsaufenthalte im Ausland undist zudem innerhalb desselben Ausbildungsabschnitts auf ein Jahr begrenzt.

5a.0.4 Satz 1 und 2 finden nur auf Aufenthalte im Ausland Anwendung, in deneneine Ausbildungsstätte der in § 5 Abs. 4 bezeichneten Art besucht wird. Fürden Besuch einer Praktikumsstelle gilt ausschließlich die Regelung des Satzes1. Tz 5a.0.1 und § 5a Satz 4 sind zu beachten.

5a.0.5 Tz 5a.0.2 gilt unabhängig davon, ob die auszubildende Person in der Zeitder Ausbildung im Ausland gefördert worden ist oder nicht.

5a.0.6(aufgehoben)

5a.0.7 Während einer Ausbildung an Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen kann die Vergünstigung des § 5 a insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch, wenn sich der Zeitraum von bis zu einem Jahr aus mehreren Auslandsaufenthalten zusammensetzt.

5a.0.8 Zur Förderungsart vgl. Tz 17.1.1.

5a.0.9 (aufgehoben)

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