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Diplomarbeit - Zitate richtig verwenden

Für die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit, also auch der hier besprochenen Diplomarbeit, gilt immer ein wichtiger Grundsatz. Gedankengut, was nicht vom Verfasser selbst stammt, ist immer als solches zu kennzeichnen und sollte in diesem Fall auch mit einer entsprechenden Quelle belegt werden. Wer an dieser Stelle die Meinung vertritt, seine Diplomarbeit ohne die Verwendung von Zitaten verfassen zu können, wird sicher schnell feststellen, dass dies einfacher gesagt als getan ist. Schließlich bewegt sich die Diplomarbeit immer im Kontext von anderen wissenschaftlichen Arbeiten und wird in der Regel einen Bezug zu den bereits veröffentlichten Werken herstellen.

Zudem hält eine Diplomarbeit nur dann einer genauen Überprüfung stand, wenn alle Definitionen oder Ideen und Aussagen von Fremdautoren zu einem Sachverhalt als solche für den Leser auch nachvollziehbar und als fremdes Material gekennzeichnet sind. Daneben dient das Zitieren in einer Diplomarbeit noch einem anderen Zweck: der Verfasser kann eigene Gedankengänge untermauern und ganz nebenbei belegen, welche renommierten Autoren sich ebenfalls mit der von ihm bearbeiteten Problematik auseinander gesetzt haben.

Einige Regeln des Zitierens

Für die Verwendung von Zitaten in einer Diplomarbeit gelten einige Regeln, die auch im Zuge jeder anderen wissenschaftlichen Arbeit angewendet werden und aus diesem Grund jedem Studenten bekannt sein sollten. Handelt es sich um ein direktes Zitat, werden also Aussagen Wort für Wort übernommen, muss der Verfasser diese mit Anführungszeichen kenntlich machen und die jeweilige Quelle beispielsweise in einer Fußnote benennen. Handelt es sich um längere Zitate, so können diese in einem abgesetzten Block dargestellt werden.

Eine weitere Form des Zitierens liegt dann vor, wenn der Diplomand Informationen aus anderen Veröffentlichungen verwendet, diese aber mit seinen eigenen Worten wiedergibt. In diesem Fall wird auf eine Kennzeichnung durch Anführungszeichen verzichtet. Allerdings müssen die betreffenden Informationsquellen auch im Text noch erkennbar sein, weshalb auch indirekte Zitate beispielsweise mit einer Fußnote zu versehen sind.

Zitate aus dem Internet

Die Vielfalt des Internets und die Affinität der jungen Generation dazu haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass verstärkt Online-Quellen zur Erstellung der eigenen Diplomarbeit herangezogen werden und dementsprechend auch als Zitate auftauchen. Leider ergeben sich aus den Besonderheiten des Internets Probleme bei der Kennzeichnung der Quellen, da einzelne Seiten bis zur Abgabe der Diplomarbeit oder nach einigen Wochen und Monaten durchaus in einer anderen Version oder gar nicht mehr vorliegen können.

Jeder Student sollte diesen Umstand beim Verfassen der Diplomarbeit berücksichtigen und Online-Quellen auch als solche markieren. Wichtigste Angabe ist die vollständige URL. Sollte diese mehr als eine Zeile in Anspruch nehmen, kann sie über einen Bindestrich getrennt werden, der direkt vor einem (/) stehen sollte. Zudem sollte die Versionsnummer und das Datum des letzten Besuchs aufgeführt werden, damit Leser den aktuellen Stand des Dokumentes nachvollziehen können. Auf Nummer sicher geht man, wenn man von der zitierten Seite einen Screenshot anfertigt und dem Anhang beifügt.

Zitat oder Plagiat?

Wissenschaftliche Arbeiten wie eine Diplomarbeit sollen im Allgemeinen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Hierzu zählt unter anderem die Einzigartigkeit und Neuartigkeit der geäußerten Gedanken. Um die eigenen Ansichten zu stützen oder andere Meinungen zu widerlegen, werden diese im Rahmen einer Diplomarbeit zitiert, wobei jedes Gedankengut von Fremdautoren, egal ob wortwörtlich oder sinngemäß übernommen, durch den Verfasser als solches zu kennzeichnen ist.

Leider unterlaufen Studenten immer wieder Fehler bei der Kennzeichnung von indirekten Zitaten oder Paraphrasen, was schnell den Vorwurf des Plagiats nach sich ziehen kann. Mit diesem Begriff werden Textpassagen bezeichnet, die als eigene Gedanken ausgegeben werden, aber eindeutig Dritten zuzuschreiben sind. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Recherche der verwendeten Literatur und eine vorherige Beschäftigung mit üblichen Zitiertechniken wichtig und notwendig – schließlich möchte sich niemand dem Vorwurf ausgesetzt sehen, ein Plagiat geliefert zu haben.

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