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Pfändungsschutzkonto - P-Konto

Was ist ein P-Konto?

Das P-Konto, auch Pfändungsschutzkonto genannt, ist ein normales Girokonto, bei dem das Guthaben in Höhe eines gesetzlich festgelegten Rahmens vor Kontopfändungen durch Gläubiger geschützt ist.

Mit dem Pfändungsschutzkonto wurde ein wirksamer Schutz gegen Kahlpfändungen verwirklicht, der Privatpersonen das Minimum zur Deckung des existenziellen Lebensbedarfs sichert.

Wie kann man das P-Konto eröffnen?

Ein Pfändungsschutzkonto kann bei jeder Bank oder Sparkasse eingerichtet werden. Auf Antrag des Kontoinhabers ist die kontoführende Bank gesetzlich dazu verpflichtet, ein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln.

Wie hoch ist der Pfändungsfreibetrag?

Jedem Kontoinhaber steht grundsätzlich ein Basispfändungsschutz in Höhe von 1.045,04 EUR je Kalendermonat auf dem P-Konto zu - unabhängig von der Art des Einkommens. Besteht eine gesetzliche Unterhaltspflicht oder werden Sozialleistungen empfangen, etwa Kindergeld, erhöht sich der monatliche Freibetrag für das Pfändungsschutzkonto.

Mit Vorsicht ist ein gewährter Dispokredit zu sehen. Dieser kann als vertraglich eingeräumte Kreditlinie durchaus gepfändet werden, eine lediglich geduldete Überziehung hingegen nicht.

Wie hoch sind die P-Konto Gebühren?

Für ein Pfändungsschutzkonto dürfen Banken und Sparkassen keine höheren Gebühren verlangen als für ein normales Girokonto. Weder die Kontoführung noch die sonst üblichen Leistungen eines Kontos rechtfertigen höhere Gebühren, da das P-Konto keine Sonderleistung der Bank sondern gesetzlich auferlegte Pflicht ist. Siehe dazu BGH Urteil vom 16.07.2013, Az.: XI ZR 260/12.

P-Konto in normales Girokonto zurückwandeln

Bei der Rückumwandlung des P-Kontos in ein normales Girokonto gilt Folgendes: Eine gesetzliche Regelung hat der Gesetzgeber in den neuen Bestimmungen zum P-Konto nicht getroffen. Es gilt deshalb der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Daher sind die Kreditinstitute grundsätzlich nicht daran gehindert, eine Rückumwandlung bei denjenigen Kunden abzulehnen, die von häufigen Kontopfändungen betroffen sind, denn als Folge der dadurch bedingten mehrfachen Kontoumwandlungen entsteht der Bank ein entsprechender nicht entgeltfähiger hoher Bearbeitungsaufwand.

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